Weinend im RTL-Interview
Weinend sitzt Edda Pilz im RTL-Interview und ringt um Worte. Die 25-jährige Reality-TV-Darstellerin und Fitness-Influencerin offenbart, wie sehr der Hass im Netz ihr Leben zerstört hat: „Es ist einfach nicht geil, wenn andere Leute Videos über dich posten. Also, wenn man Instagram öffnet oder TikTok und du siehst direkt, dass irgendwelche Leute sich über dich lustig machen, über dein Aussehen, über dich irgendwie.“
„Es ist einfach nicht geil, wenn andere Leute Videos über dich posten. Also, wenn man Instagram öffnet oder TikTok und du siehst direkt, dass irgendwelche Leute sich über dich lustig machen, über dein Aussehen, über dich irgendwie.“
Die einstige Gewinnerin des „Sommerhaus der Stars“ spricht von einer regelrechten Panik, unter Menschen zu gehen. Seitdem sie im Alltag erkannt wird, verlasse sie kaum noch das Haus, berichtet Promiflash. Auslöser der jüngsten Hasswelle war die fristlose Kündigung bei John Reed – ihr TikTok-Video dazu wurde ganze 2,4 Millionen Mal aufgerufen.
„Angst, dass jemand vor der Tür steht“
Die Flut an Hasskommentaren hat bei Pilz tiefe Spuren hinterlassen. Ihre größte Sorge: „Man hat irgendwie eine Angst, dass irgendjemand, der einem vielleicht nicht irgendwie so positiv gesinnt ist, die Adresse rausfindet und vor deiner Tür steht.“ Die physische Bedrohung durch anonyme Hater werde für sie zur ständigen Belastung, erklärte sie der BILD.
„Man hat irgendwie eine Angst, dass irgendjemand, der einem vielleicht nicht irgendwie so positiv gesinnt ist, die Adresse rausfindet und vor deiner Tür steht.“
Der Streit mit der Fitnesskette hatte die ohnehin angespannte Situation verschärft. John Reed wirft Pilz vor, mehrfach gegen die Hausordnung verstoßen und ohne Erlaubnis Selfies in den Studios veröffentlicht zu haben. Die Influencerin selbst spricht von Neid – und schildert nun die psychischen Folgen dieser öffentlichen Auseinandersetzung.
Kein Weg zurück aus der Öffentlichkeit
Trotz aller Belastungen sieht Pilz für sich keine Alternative zur Influencer-Karriere. „Der Preis, den man zahlt, ist schon hoch. Keine Privatsphäre, negative Kommentare, aber im Endeffekt ist es halt einfach ein sehr gut bezahlter Job“, sagt sie. Dieses Dilemma teilt sie mit vielen Kolleginnen: Paulina Ljubas etwa hatte vor wenigen Tagen ähnlich emotional ihren Job infrage gestellt.
„Der Preis, den man zahlt, ist schon hoch. Keine Privatsphäre, negative Kommentare, aber im Endeffekt ist es halt einfach ein sehr gut bezahlter Job.“
Therapie als letzter Ausweg
Laut einem RTL-Bericht sucht Pilz inzwischen professionelle Hilfe. „Es ist zu viel. Realitystar Edda Pilz schafft das alles nicht allein“, heißt es in einem Videoartikel des Senders. Die 25-Jährige selbst sagt nichts über konkrete Therapieschritte, aber ihre tränenerstickten Worte lassen keinen Zweifel: Der Druck der sozialen Medien ist für sie kaum noch auszuhalten.
Der Fall Edda Pilz wirft erneut die Frage auf, wie Influencer und Reality-Stars dauerhaft mit Hetze im Netz umgehen können – und welchen Preis sie für ihre Reichweite zahlen. Während Pilz versucht, ihr Leben zu ordnen, geht der Shitstorm auf ihren Kanälen unvermindert weiter.





