„Kaum ausgepackt“: USA verlegen F-16 aus Spangdahlem zurück in den Iran-Krieg
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„Kaum ausgepackt“: USA verlegen F-16 aus Spangdahlem zurück in den Iran-Krieg

Während die US-Luftwaffe die neunte Nacht in Folge den Iran bombardiert, verlegt das Pentagon kampferprobte F-16 und F-35 aus Europa an die Golf-Front. Intern warnt ein Beamter: Die Waffenvorräte reichen nicht.

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Kampfjets aus Deutschland und Großbritannien verlegt

Das Pentagon verlegt kurzfristig zusätzliche Kampfflugzeuge aus Europa in den Nahen Osten. Konkret handelt es sich um F-16CJ der 480th Fighter Squadron von der Spangdahlem Air Base und um F-35A der 48th Fighter Wing von RAF Lakenheath. Die Truppenbewegungen wurden am 17. Juli identifiziert, wie das Air & Space Forces Magazine und andere Medien berichten.

Begleitet wird die Verlegung von Tankflugzeugen. Allein 14 KC-135 Stratotanker trafen über das Wochenende in Israel ein und wurden auf IDF-Stützpunkten sowie dem Ramon Airport im Süden des Landes stationiert. Die F-16 der 480th sind auf die Unterdrückung feindlicher Luftabwehr spezialisiert und hatten erst 2022 das moderne AN/APG-83 AESA-Radar erhalten.

Besonders brisant: Die F-16 waren erst vor wenigen Wochen von einem vorherigen Einsatz aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt. Die Jets waren „kaum ausgepackt“, bevor der erneute Verlegungsbefehl kam, meldet das Fachportal MiGFlug.

Neun Nächte Dauerbombardement – Waffenstillstand kollabiert

Hintergrund ist der Kollaps des im Juni geschlossenen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Nach iranischen Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz erklärte Präsident Trump die Feuerpause für beendet und drohte mit der Zerstörung iranischer Kraftwerke und Brücken. Seitdem fliegt die US-Luftwaffe ununterbrochen Angriffe – neun Nächte in Folge. Ziel sind Küstenverteidigung, Raketendepots und Brücken, wie das Air & Space Forces Magazine berichtet. Die jüngste Angriffswelle traf über 140 Ziele an einem Tag.

Am 17. Juli schlugen iranische ballistische Raketen und Drohnen auf der Muwaffaq Salti Air Base in Jordanien ein. Dabei starben zwei US-Soldaten, ein weiterer wird vermisst – die ersten bestätigten Todesopfer seit Wiederaufflammen der Kämpfe. Die Verlegungsentscheidung für die F-16 und F-35 war laut New York Times bereits vor diesem Angriff gefallen, der Angriff bestätigte jedoch ihre Dringlichkeit.

Interner Alarm: „Wir haben nicht genug Munition“

Parallel werden in Washington massive Zweifel an der Durchhaltefähigkeit laut. Ein Beamter zitierte in der Washington Post mit den Worten: „Wir haben nicht genug, um Operationen sicher durchzuhalten, und ich glaube nicht, dass das Weiße Haus sich dessen bewusst ist.“ Eine CSIS-Analyse vom April bezifferte, dass bei mindestens vier von sieben kritischen Waffensystemen mehr als die Hälfte der Bestände verbraucht ist – die Wiederauffüllung könne Monate bis Jahre dauern.

Die Airmen stehen unter Beschuss, aber das hat uns nicht verlangsamt. Stützpunkte wurden angegriffen, sie haben sie repariert und weitergemacht.
Kenneth S. Wilsbach, Stabschef der US-Luftwaffe

Ex-Außenministeriumsberater Brian Finucane warnte, dass diese Waffen möglicherweise für eine Eventualität mit China gebraucht würden. Air-Force-Chef Wilsbach betonte dagegen die ungebrochene Einsatzbereitschaft seiner Truppen.

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Europas Abschreckung geschwächt

Die Verlegung aus Spangdahlem und Lakenheath reißt Lücken in die NATO-Präsenz gegenüber Russland. Kein Zufall, dass Paris und Berlin in derselben Woche bilaterale Abschreckungsabkommen unterzeichneten. Jeder Jet, der in den Nahen Osten abgezogen wird, fehlt in der europäischen Sicherheitsarchitektur.

Offen ist, wie lange die Luftoffensive bei schwindenden Reserven durchgehalten werden kann – und ob Teheran die Schwäche der USA ausnutzt, um weitere Attacken auf US-Stellungen und Handelsschifffahrt zu wagen.

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