Studentin tot in Wohnung aufgefunden – Polizei geht von Tötungsdelikt aus
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Trierer Nordallee

Studentin tot in Wohnung aufgefunden – Polizei geht von Tötungsdelikt aus

Wenige Tage nach dem Messerangriff auf einen Kommilitonen erschüttert ein zweiter gewaltsamer Tod die Universität Trier. Eine Sonderkommission ermittelt, Zeugen werden gesucht.

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Die Universität Trier steht unter Schock: Am Sonntag, dem 19. Juli 2026, fanden Einsatzkräfte eine 29-jährige Studentin leblos in ihrer Wohnung in der Nordallee. Sie wies schwere Verletzungen auf, die laut Polizei den Verdacht eines Tötungsdelikts begründen.

Die Mutter der Frau hatte sie zuvor bei der Polizeiinspektion Trier als vermisst gemeldet, nachdem sie seit Freitagnachmittag nichts mehr von ihr gehört hatte. Das sei nach Angaben einer Polizeisprecherin ungewöhnlich gewesen. Als die Beamten mit Feuerwehr und Rettungsdienst die Wohnungstür öffneten, entdeckten sie die Studentin tot.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Das Polizeipräsidium Trier hat eine Sonderkommission eingerichtet, um das Verbrechen aufzuklären. Aus ermittlungstaktischen Gründen würden vorerst keine Details zur Todesursache oder möglichen Tatwaffe veröffentlicht, erklärte Polizeisprecherin Kerstin Klein: „Das beinhaltet ja auch Täterwissen.“ Ein Tatverdächtiger sei bislang nicht identifiziert, eine Festnahme habe es nicht gegeben.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Kriminalpolizei Trier bittet Zeugen, die zwischen Freitagnachmittag, 17. Juli, und Sonntagmittag, 19. Juli, im Bereich der Nordallee verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0651 983-43900 zu melden.

Trauer und Bestürzung an der Universität

Universitätssprecherin Sophia Paulus zeigte sich tief erschüttert: „Die Nachricht vom mutmaßlich gewaltsamen Tod einer Studentin hat uns tief erschüttert. Innerhalb weniger Tage muss die Universitätsgemeinschaft erneut einen kaum fassbaren Verlust verkraften. Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Freundinnen und Freunden sowie allen Angehörigen der Verstorbenen.“

Die Universität plant für die getötete Studentin eine Gedenkminute am Donnerstag, 23. Juli, um 12 Uhr in der Kapelle am Campus II. Bereits ab Mittwoch, 22. Juli, werden Kondolenzbücher im Studihaus, im Staff Club auf Campus I sowie in der Bibliothek auf Campus II ausgelegt. Notfallseelsorger stehen am Mittwoch ab 10 Uhr im Studihaus und während der Gedenkminute in der Kapelle zur Verfügung.

Auch die Stadt Trier hat im Bürgeramt ein Kondolenzbuch ausgelegt, in das sich Bürger eintragen können.

Erst am 15. Juli 2026 war der 22-jährige Student Marius Dick auf der Robert-Schuman-Allee von einem Gleichaltrigen mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt worden (jux.net berichtete). Rund eintausend Menschen hatten am 16. Juli an einer Schweigeminute für ihn auf dem Campus teilgenommen.

Obwohl beide Fälle Angehörige derselben Hochschule trafen, sieht die Polizei nach derzeitigem Stand keine Verbindung zwischen den Taten, wie eine Sprecherin betonte. Die Ermittlungen der Sonderkommission seien umfangreich und würden fortgesetzt.

Viele Fragen bleiben offen: Handelte es sich um eine Beziehungstat? Hatte die 29-Jährige einen Einbrecher überrascht? Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Hintergründe der Tat aufzuklären.

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