Spanien und FIFA beschneiden Trump aus WM-Siegerfotos – Weißes Haus kontert mit eigenen Bildern
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WM-Finale 2026

Spanien und FIFA beschneiden Trump aus WM-Siegerfotos – Weißes Haus kontert mit eigenen Bildern

Spanien und die FIFA veröffentlichen Fotos vom WM-Triumph ohne Donald Trump. Der US-Präsident war nach der Pokalübergabe minutenlang auf der Bühne geblieben und musste von FIFA-Chef Infantino weggeführt werden. Das Weiße Haus reagiert umgehend.

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Trump bleibt auf der Bühne – Spanien feiert ohne ihn

Spanien ist zum zweiten Mal nach 2010 Fußball-Weltmeister. Im Finale gegen Argentinien siegte das Team von Trainer Luis de la Fuente mit 1:0 nach Verlängerung. Ferran Torres köpfte in der 106. Minute den entscheidenden Treffer. Doch was nach dem Abpfiff auf dem Podest und in den sozialen Netzwerken geschah, sorgt weltweit für politische Spannungen.

US-Präsident betrat bei der Siegerehrung gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino die Bühne, um der spanischen Mannschaft den Pokal zu überreichen. Wie eine Analyse von Snopes zeigt, blieb Trump nach der Übergabe minutenlang am Bühnenrand stehen, schüttelte Spielern die Hand und störte die geplanten Jubelfotos.

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Infantino versuchte mehrfach, Trump von der Bühne zu geleiten – schließlich zog er ihn sichtbar zur Seite. Zuvor war der Präsident beim Betreten des Stadions bereits ausgebuht worden.

Spanien veröffentlicht zwanzig Bilder – Trump auf keinem zu sehen

Kurz nach der Zeremonie postete der offizielle Account der spanischen Nationalmannschaft ein Feierfoto auf X. Trump war darauf nicht zu erkennen. Die FIFA veröffentlichte wenig später ein eigenes Bild – doch auch hier fehlte der Präsident. Lediglich am rechten Rand war ein Ärmel seines Anzugs zu sehen. In den Kommentaren hieß es: „Lol Spain edited Trump out of the photo“ – der Post erzielte über 11 Millionen Views.

Eine Analyse der Deutschen Welle und von Snopes ergab: Eine nachträgliche digitale Manipulation des spanischen Fotos fand nicht statt. Stattdessen entstand die Aufnahme Sekunden nachdem Infantino Trump von der Bühne geführt hatte. Ein Reuters-Foto aus erhöhter Perspektive zeigt Trump und Infantino zu diesem Zeitpunkt bereits abseits der jubelnden Spieler.

Anders das FIFA-Foto: Es wurde aktiv beschnitten, um Trump aus dem Bildausschnitt zu entfernen. Ein zeitgleich veröffentlichtes Getty-Bild aus einem anderen Winkel zeigt ihn prominent neben den Spielern. Die spanische Mannschaft ging noch weiter: Auf Instagram wurde Trump in einem Video des Triumphs herausgeschnitten – selbst wenn dabei eigene Spieler am Rand abgeschnitten wurden. Auch eine 20-Bilder-Karussell auf der Plattform enthielt kein einziges Bild mit dem Präsidenten.

Weißes Haus kontert – Trump schneidet Video um

Das Weiße Haus reagierte prompt und veröffentlichte auf seinen Kanälen eigene Fotos, die Trump prominent mit dem spanischen Team zeigen – auf zweien ist er die alleinige zentrale Figur. Trump selbst postete auf seiner Plattform Truth Social ein 24-sekündiges Video der Zeremonie. Es zeigt die Pokalübergabe und Handschläge mit den Spielern, bricht aber genau an der Stelle ab, bevor er unbeholfen am Bühnenrand steht. Auch die Konfetti-Kanonen und der eigentliche Jubel wurden entfernt.

Auf der Joint Base Andrews gab sich Trump versöhnlich. Er habe Spanien gratuliert, sagte er, und betonte:

I have no tension with anybody.
Donald Trump, US-Präsident

Zuvor hatte Trump das Spiel gelobt: "Sie haben beide gut gespielt. Ich würde sagen, Spanien hat besser gespielt. Es war sehr aufregend. Es sah so aus, als hätte Spanien dominiert, aber es war ein sehr knappes Spiel."

Politische Spannungen zwischen Madrid und Washington

Der Vorgang reiht sich ein in monatelange Spannungen zwischen Trump und Spaniens Premier Pedro Sánchez. Trump hatte Spanien als "wasted cause" und "terrible partner in NATO" bezeichnet und mit einem Handelsstopp gedroht. Hintergrund ist die Weigerung Madrids, das NATO-Ziel von fünf Prozent des BIP für Verteidigungsausgaben zu übernehmen.

Sánchez wiederum warf Trump vor, "russisches Roulette mit dem Schicksal von Millionen" zu spielen, und kritisierte den von den USA begonnenen Iran-Krieg. Vor diesem Hintergrund wurden die beschnittenen Fotos weltweit als symbolpolitischer Affront interpretiert.

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