Rätselhafter Mann imitiert Trump minutenlang – Weißes Haus streamte live mit
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Rätselhafter Mann imitiert Trump minutenlang – Weißes Haus streamte live mit

Ein unbekannter junger Mann in pinker Krawatte spiegelte hinter Donald Trump dessen Gestik und Mimik – direkt im offiziellen Live-Stream. Das Video wurde millionenfach geteilt, die Motive des Doppelgängers blieben unklar.

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Der Imitator im Rampenlicht

Als am 22. Juli 2026 in der Wheeler High School in Marietta, Georgia, ans Rednerpult trat, hielt er eine fast 75-minütige Wahlkampfrede mit Ausflügen zu Iran-Drohungen, Attacken auf „Fake News“ und einer Bewerbung seiner neuen „Trump Accounts“. Doch was die Welt danach in Atem hielt, spielte sich direkt hinter ihm ab: Ein junger Mann in schwarzem Anzug, weißem Hemd und pinkfarbener Krawatte imitierte über weite Strecken ungeniert die Handgesten des Präsidenten, formte die Lippen zu einem typischen Trump-„O“ und nickte synchron zu dessen Worten.

Die Szene wäre eine Randnotiz geblieben – hätte das Weiße Haus die komplette Rede nicht selbst auf seiner Website und auf YouTube live gestreamt. Dadurch war der Unbekannte in der offiziellen Regierungsaufzeichnung klar zu sehen. Faktenchecker von Snopes bestätigten die Echtheit des Videos umgehend; innerhalb weniger Stunden verbreitete sich der Clip viral auf X, Instagram und Facebook.

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Politische Kulisse: Trump wirbt für Midterms

Offiziell war Trump für die Trump Accounts nach Georgia gereist, ein staatlich bezuschusstes Investmentprogramm für jedes zwischen 2025 und 2028 geborene Kind. Nur vier Tage nach seiner umstrittenen Primetime-Rede zur Wahlrechtsverschärfung nutzte er den Auftritt jedoch vor allem für aggressive Wahlkampfhilfe. Er unterstützte den republikanischen Gouverneurskandidaten Rick Jackson sowie den Senatsbewerber Mike Collins, der gegen Amtsinhaber Jon Ossoff antritt. Collins war nicht vor Ort – er blieb wegen Abstimmungen in Washington.

Trump-Spott auf den politischen Gegner durfte nicht fehlen: „You have to vote for Mike because he is running against Pee-wee Herman“, rief er in Anspielung auf Ossoff. Und als die Menge den von Native-American-Gruppen seit Jahren als rassistisch kritisierten „Tomahawk Chop“ anstimmte, feuerte Trump die Fans an: „Oh, listen. They say you're not allowed to do that, do it.“

Schulbezirk unter Druck

Einen Tag später kochte in einer turbulenten Sitzung des Cobb County School Board die Wut hoch. Mehr als ein Dutzend Bürger protestierten gegen die aus ihrer Sicht parteipolitisch missbrauchte Schulveranstaltung. Der Bezirk mit einer mehrheitlich nicht-weißen Schülerschaft – 43 Prozent Schwarze, 26 Prozent Hispanics – fühlte sich übergangen. Eine 18-jährige Absolventin, Rowan Mayes, sagte, die Entscheidung habe das Vertrauen vieler Minderheitenfamilien in die Schulleitung beschädigt. Superintendent Chris Ragsdale verteidigte den Besuch als „rare and historic honor“ und erklärte: „Perhaps anyone who opposes our district being honored needs to take a long, hard look in the mirror.“

Die Identität des Mannes mit der pinkfarbenen Krawatte blieb indessen ungeklärt. Das Weiße Haus reagierte auf Presseanfragen nicht. In den sozialen Netzwerken stritten Beobachter darüber, ob der Unbekannte einen Trump-Unterstützer nachahmte, der seinen Präsidenten bewunderte, oder einen Kritiker, der ihn gnadenlos der Lächerlichkeit preisgab.

Während der 10 bis 15 Minuten, in denen die Imitationen zu sehen waren, applaudierte der Mann auch Trumps Äußerungen, filmte mit dem Handy und hielt ein „Trump Accounts“-Plakat hoch. Der Faktenprüfdienst Snopes notierte die exakten Zeitmarken im offiziellen Video: Der Mann tauchte erstmals bei Minute 14:50 auf, später noch einmal bei 16:17 und 17:32. Kurz danach beugte sich eine Person aus der Gruppe nach vorne über Trumps Schulter und gab einen Daumen-hoch in die Kamera – offenbar im Bewusstsein, live auf Sendung zu sein.

Das Rätsel, ob es sich um eine unverhoffte Huldigung oder einen der dreistesten Protestakte in der jüngeren US-Politik handelt, dürfte die Diskussionen noch lange am Leben halten – zumal der wahre Imitator bislang jede öffentliche Stellungnahme vermied.

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