DWD warnt vor 39 Grad, Meteorologen vor über 40
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Hitzeglocke

DWD warnt vor 39 Grad, Meteorologen vor über 40

Während der Deutsche Wetterdienst für die kommende Woche Temperaturen bis 39 Grad prognostiziert, warnen Meteorologen vor einer Hitzeglocke mit Spitzenwerten über 40 Grad. Vor allem im Südwesten drohen erneut Gluttage und belastende Tropennächte.

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Die nächste Gluthitze rollt an

Noch ist die kurze Abkühlung am Wochenende nicht vorbei, da kündigt sich schon die nächste extreme Hitzewelle an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Samstag eine alarmierende 10-Tage-Vorhersage veröffentlicht: Von Dienstag an steigen die Temperaturen wieder dramatisch an – mit bis zu 39 Grad im Südwesten, wie Meteorologe Thore Hansen erklärte. Andere Wetterdienste halten die offizielle Prognose sogar für zu vorsichtig.

Hitze-Gipfel mit 39 Grad – oder noch mehr?

Laut DWD beginnt die Hitzewelle am Dienstag mit 26 bis 33 Grad, der Nordosten bleibt etwas kühler. Am Mittwoch klettern die Werte verbreitet auf 30 bis 35 Grad, am Oberrhein sind 37 Grad möglich. Der vorläufige Höhepunkt wird am Donnerstag erreicht: 30 bis 37 Grad, lokal bis 39 Grad. Am Freitag und Samstag gehen die Temperaturen nur leicht zurück, bevor es am Sonntag erneut heiß wird. Parallel steigt ab Donnerstag das Gewitterrisiko.

Wir sehen ganz klare Tendenzen, dass die nächste Hitzewelle folgt.
Alban Burster, Meteorologe wetter.com

Noch beunruhigender sind die Einschätzungen unabhängiger Wetterdienste. WetterOnline rechnet verbreitet mit 35 bis 41 Grad, und auch das amerikanische GFS-Modell zeigt extreme Werte – in einem Lauf sogar 45 Grad, was in Deutschland bislang unvorstellbar wäre. Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt jedoch vor Überzeichnungen des Modells.

Realistisch sind 36 bis 40 Grad im Westen und Südwesten, örtlich sind 40 Grad plus drin – also echte Gluttage.
Dominik Jung, Diplom-Meteorologe

Tropennächte und akute Gesundheitsgefahr

Die Nächte bringen kaum Abkühlung; der DWD erwartet verbreitet Tropennächte mit Tiefstwerten um 20 bis 25 Grad. Für Risikogruppen ist das lebensgefährlich. Bereits im Juni gab es über 5.000 Hitzetote – ein Versagen des Hitzeschutzes, das sich wiederholen könnte. Der Wetterdienst warnt vor extremer Wärmebelastung und rät, viel zu trinken und körperliche Anstrengungen zu meiden.

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Ursachen: Ausgetrocknete Böden und eine Hitzeglocke

Die extreme Hitze wird durch eine sogenannte Hitzeglocke (Heat Dome) verursacht. Ein stabiles Hochdruckgebiet staut sich über Mitteleuropa, und die Sonne heizt die Luftmasse immer weiter auf. Gleichzeitig sind die Böden nach wochenlanger Trockenheit stark ausgedörrt und können keine kühlende Verdunstung mehr liefern. Dominik Jung betont, dass sich die Anzeichen für eine dritte schwere Hitzewelle des Sommers verdichten.

Die Signale für eine dritte Hitzewelle sind deutlich.
Dominik Jung, Diplom-Meteorologe

FOCUS-online-Wetterchef Jan Schenk warnt vor der Dynamik dieser Wetterlage. "Das ist gefährlich, was man sieht", sagte er mit Blick auf die Berechnungen und verwies auf eine 46-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass extrem heiße Luftmassen direkt nach Deutschland geführt werden. Schon Ende Juni wurde mit 41,7 Grad in Brandenburg der vorläufige Allzeitrekord gebrochen – eine Hitzewelle, die ohne den Klimawandel nicht möglich gewesen wäre.

Das ist gefährlich, was man sieht.
Jan Schenk, Wetterchef FOCUS online

An den Rändern der Hitze drohen ab Donnerstag zudem kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen – eine doppelte Belastung. Wetter-Experten rechnen damit, dass die Temperaturen am kommenden Wochenende ihren Höhepunkt erreichen könnten, bevor ab Montag eine Kaltfront für Abkühlung sorgt. Dennoch wird mindestens eine weitere Hitzewoche in diesem Sommer erwartet.

Ob die 40-Grad-Marke dieses Mal tatsächlich fällt, bleibt abzuwarten – sicher ist jedoch: Gefährlich wird diese Hitzewelle in jedem Fall. Besonders ältere Menschen, Vorerkrankte und Bewohner von schlecht isolierten Wohnungen sind jetzt gefordert, sich auf die Extrembelastung vorzubereiten.

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