AfD erreicht 27 Prozent – Union fällt auf 21 Prozent
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Forsa-Umfrage

AfD erreicht 27 Prozent – Union fällt auf 21 Prozent

Die neueste Erhebung des RTL/ntv-Trendbarometers zeigt dramatische Verschiebungen: Die AfD springt auf einen Rekordwert, die Union erreicht einen Tiefststand, und die Linke überholt die SPD. Nur noch 15 Prozent sind mit Kanzler Merz zufrieden.

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AfD mit historischem Höchststand

Die AfD hat im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer mit 27 Prozent einen neuen Rekordwert erreicht. Im Vergleich zur Vorwoche legte die Partei um einen Prozentpunkt zu und baute ihren Vorsprung auf die Union auf sechs Prozentpunkte aus. Das gab das Meinungsforschungsinstitut Forsa am 28. Juli 2026 bekannt. Befragt wurden zwischen dem 21. und 27. Juli 2.502 Wahlberechtigte, die Fehlertoleranz beträgt ±2,5 Prozentpunkte.

Damit bestätigt sich der Aufwärtstrend der AfD, die bereits bei der Bundestagswahl 2025 mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft wurde. Seither hat sie kontinuierlich zugelegt und überholt nun auch in der Kompetenzfrage erstmals die Union: 15 Prozent der Befragten trauen der AfD zu, die Probleme Deutschlands zu lösen, der CDU/CSU hingegen nur 12 Prozent.

Sonntagsfrage Juli 2026

Angaben in Prozent, Vergleich zur Bundestagswahl 2025 in Klammern

Quelle: Forsa, Juli 2026

Union im Sinkflug – schlechtester Wert seit der Wahl

Die Union unter Kanzler Friedrich Merz fällt auf 21 Prozent – ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche und der niedrigste je in dieser Umfrage gemessene Wert seit der Bundestagswahl. Im Vergleich zum Wahlergebnis von 28,5 Prozent bedeutet das einen Verlust von fast zehn Prozentpunkten. Gemeinsam mit der SPD (12 Prozent) kommen die einstigen Volksparteien nur noch auf 33 Prozent.

Auch die Zufriedenheit mit dem Kanzler bleibt katastrophal: Nur 15 Prozent der Befragten sind mit Merz' Arbeit zufrieden, 83 Prozent unzufrieden. Selbst unter den eigenen Anhängern der Union ist jeder Zweite (49 Prozent) unzufrieden. Bei Anhängern anderer Parteien sind die Werte noch niedriger: Bei der SPD sind es 20 Prozent Zufriedene, bei den Grünen 9, bei der Linken 3 und bei AfD-Anhängern nur 2 Prozent.

Linke überholt SPD – historisches Novum bei Forsa

Erstmals in einer Forsa-Umfrage liegt die Linke mit 13 Prozent vor der SPD, die unverändert bei 12 Prozent verharrt. Die Linkspartei legte im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt zu und erreicht damit ihren höchsten Wert seit Juni 2010. Die SPD hingegen stürzt auf den Status der kleinsten Bundestagspartei ab.

Als wichtigste Probleme nennen die Befragten vor allem die Lage und das Handeln der Bundesregierung (48 Prozent), gefolgt von der wirtschaftlichen Lage (23 Prozent) und der Regierungsbildung (21 Prozent). Kriege im Nahen Osten und der Ukraine sowie Krankenkassen und Klimakrise rangieren auf den weiteren Plätzen. Nur 11 Prozent erwarten eine Verbesserung der Wirtschaftslage, 71 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Kabinettsumbildung verpufft – Regierung in der Vertrauenskrise

Der Versuch von Bundeskanzler Merz, mit einer umfassenden nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef gegenzusteuern, zeigt laut Umfrage keine Wirkung. Nur 25 Prozent der Befragten glauben, dass der Umbau die Regierungsarbeit verbessert – 68 Prozent glauben dies nicht. Auch die Personalentscheidungen stoßen auf Skepsis: 49 Prozent halten den neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann für ungeeignet.

Umfrage
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Chronologie: Vom Wahlsieg zum Umfragetief

  1. 23. Februar 2025
    Bundestagswahl

    Union wird mit 28,5 Prozent stärkste Kraft, AfD erreicht 20,8 Prozent, SPD 16,4 Prozent.

  2. Juli 2026
    Rücktritt und Kabinettsumbildung

    Jens Spahn tritt als Unionsfraktionschef zurück; Kanzler Merz bildet sein Kabinett um und entlässt mehrere Minister.

  3. 21.–27. Juli 2026
    Forsa-Umfrage

    2.502 Personen werden für das RTL/ntv-Trendbarometer befragt.

  4. 28. Juli 2026
    Veröffentlichung

    AfD erreicht 27 Prozent, Union fällt auf 21 Prozent, Linke überholt erstmals die SPD.

  5. September 2026
    Landtagswahlen

    In Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird gewählt – erste Stimmungsprobe.

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