INSA-Umfrage: 8,2 Millionen Deutsche wollen auswandern – jeder Vierte unter 40
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INSA-Umfrage: 8,2 Millionen Deutsche wollen auswandern – jeder Vierte unter 40

Eine neue INSA-Umfrage offenbart eine massive Auswanderungsbereitschaft unter jungen Deutschen – mit gravierenden Folgen für Rentensystem und Wirtschaft.

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Jeder vierte junge Deutsche denkt ans Auswandern

Etwa 8,2 Millionen erwachsene Deutsche planen in den kommenden fünf Jahren, aus der Bundesrepublik auszuwandern. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA-Consulere im Auftrag von Apollo News vom 28. Juli 2026 hervor. 14 Prozent der rund 59,2 Millionen Erwachsenen äußerten entsprechende Absichten. Nur 68 Prozent planen keinen Wegzug, 18 Prozent sind unentschlossen.

Die Bereitschaft zum Wegzug ist in den jüngeren Altersgruppen dramatisch erhöht. Bei den 18- bis 29-Jährigen gaben 24 Prozent an, Deutschland verlassen zu wollen. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 27 Prozent – mehr als jeder Vierte. Zum Vergleich: Unter den über 70-Jährigen beträgt der Anteil lediglich 4 Prozent.

Tickende demografische Bombe

Gerade diese Alterskohorten sind volkswirtschaftlich von zentraler Bedeutung. Es sind die Jahrgänge, die Familien gründen, Unternehmen aufbauen und vor allem in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Ein massiver Wegzug dieser Bevölkerungsgruppen droht das ohnehin angespannte Rentensystem zusätzlich zu destabilisieren. „Mathematisch nicht mehr funktionieren“ könne es dann, warnt etwa der Edelmetallhändler Kettner in einem Kommentar zu den Umfragezahlen.

Auswanderungsbereitschaft nach Altersgruppen

Quelle: INSA-Consulere/Apollo News, Juli 2026

Politische Gräben

Die Umfrage zeigt zudem deutliche Unterschiede nach Parteipräferenz. Unter Anhängern der AfD und der Linken ist der Anteil der Auswanderungswilligen mit 19 beziehungsweise 18 Prozent am höchsten. Bei FDP-Wählern sind es nur 7 Prozent, bei Anhängern der Grünen 10 Prozent. Besonders auffällig: Sowohl von rechts- als auch von linksaußen – politisch völlig gegensätzlichen Lagern – zieht es fast jeden Fünften ins Ausland.

Die Umfrage deutet auf eine wachsende Unzufriedenheit insbesondere bei jüngeren Menschen hin.
Emanuel Boeminghaus, IT-Unternehmer und IZW-Experte

Diese Werte deuten auf einen tiefgreifenden Vertrauensverlust in die Politik hin, der weit über die viel diskutierte Unzufriedenheit mit der Ampel-Regierung hinausgeht. Menschen, die das System aus grundlegend verschiedenen politischen Überzeugungen ablehnen, eint offenbar der Wunsch, ihm ganz den Rücken zu kehren.

Auswanderungsabsicht nach Parteianhängerschaft

Quelle: INSA-Consulere/Apollo News, Juli 2026

Die Umfrage hat auch eine historische Dimension. Deutschland erlebte bereits im 19. Jahrhundert und nach 1933 große Auswanderungswellen. Derzeit leben rund 3,6 Millionen Deutsche dauerhaft im Ausland. Allerdings misst die Umfrage nur Absichten – ob und wie viele tatsächlich gehen werden, bleibt abzuwarten.

In den sozialen Medien löste die Umfrage eine heftige Debatte aus. Auf Apollo News sammelte der Artikel binnen kurzer Zeit 192 Kommentare, in denen viele Nutzer Verständnis für Auswanderungsgedanken äußerten. Auch auf X berichteten zahlreiche Nutzer von konkreten Auswanderungsplänen.

Umfrage
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In der Wirtschaft lösen die Ergebnisse Besorgnis aus. Ein Verlust von Millionen junger, qualifizierter Arbeitskräfte würde den Fachkräftemangel verschärfen und die Innovationskraft des Landes schwächen. Zudem entfielen deren Steuern und Sozialabgaben, was die öffentlichen Kassen weiter belasten würde.

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