Todesschuss in Bad Dürkheim: Polizei fasst 43-Jährigen auf Techno-Festival
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Todesschuss in Bad Dürkheim: Polizei fasst 43-Jährigen auf Techno-Festival

Nach einem tödlichen Schuss in Bad Dürkheim fahndete die Polizei mit Hubschraubern nach dem flüchtigen Täter. Auf dem Nature One Festival im Hunsrück schlugen Spezialkräfte schließlich zu – der 43-Jährige wurde widerstandslos festgenommen.

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Es war eine Großfahndung mit Hubschraubern, dann die heiße Spur ins Festivalgetümmel: Am frühen Sonntagmorgen haben Spezialkräfte einen 43-jährigen Mann auf dem Nature-One-Gelände im Hunsrück festgenommen. Er soll zwei Tage zuvor in Bad Dürkheim einen 41-Jährigen erschossen haben, wie der Spiegel berichtet. Der Getötete war leblos in einem Mehrfamilienhaus gefunden worden und starb später im Krankenhaus.

Die Tat ereignete sich am späten Freitagabend gegen 22:30 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei schoss der 43-Jährige aus bislang ungeklärter Motivation auf den 41-Jährigen. Anwohner alarmierten die Einsatzkräfte, die das Opfer mit lebensgefährlichen Verletzungen vorfanden. Trotz sofortiger Reanimation erlag der Mann noch in derselben Nacht seinen schweren Schusswunden.

Großfahndung mit Hubschrauber

Der mutmaßliche Schütze flüchtete noch vor Eintreffen der Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit starken Kräften und einem Polizeihubschrauber blieb zunächst erfolglos. Die Fahnder durchkämmten das Gebiet um Bad Dürkheim. Erst im Juli hatte die Polizei in Würzburg mit einem Großaufgebot nach einem Schützen gefahndet.

Festnahme auf dem Nature One Festival

Ein entscheidender Hinweis führte die Ermittler schließlich zum Nature One Festival, das vom 30. Juli bis 2. August auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna bei Kastellaun stattfand. Rund 55.000 Besucher feierten dort elektronische Musik. In der Nacht zum Sonntag, gegen 3:30 Uhr, griffen Spezialkräfte zu und nahmen den 43-Jährigen widerstandslos fest. Eine Waffe trug er zu diesem Zeitpunkt nicht bei sich.

Der polizeiliche Einsatz auf dem Festival verlief ansonsten ohne größere Zwischenfälle. Die Beamten verzeichneten nur eine geringe Zahl veranstaltungsbedingter Delikte. Der Einsatzleiter Björn Neureuter zog ein positives Fazit.

Erfreulich friedlich … so einfach lässt sich der bisherige polizeiliche Einsatzverlauf zu der Techno-Veranstaltung Nature One 2026 beschreiben.
Björn Neureuter, Einsatzleiter, Leiter Polizeidirektion Koblenz

Haftbefehl und laufende Ermittlungen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal erließ das Amtsgericht am Sonntagabend Untersuchungshaftbefehl wegen dringenden Tatverdachts des Totschlags. Der 43-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Die Obduktion des Opfers fand am Montag im Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz statt. Vorläufiges Ergebnis: Der 41-Jährige starb an inneren Blutungen infolge einer Schussverletzung im Oberkörper.

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter zu den Hintergründen der Tat. Das Motiv ist ebenso unklar wie das Verhältnis zwischen Beschuldigtem und Opfer. Auch die Tatwaffe wird noch gesucht. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise geben können, sich zu melden.

Chronologie der Ereignisse

Chronologie der Ereignisse

  1. 31. Juli 2026, 22:30 Uhr
    Tödlicher Schuss in Bad Dürkheim

    Ein 43-Jähriger schießt in einem Mehrfamilienhaus auf einen 41-Jährigen. Der Mann erliegt später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

  2. 31. Juli 2026, Nacht
    Großfahndung mit Hubschrauber

    Die Polizei leitet eine intensive Suche nach dem Flüchtigen ein, setzt auch einen Helikopter ein.

  3. 2. August 2026, 3:30 Uhr
    Festnahme auf Nature One

    Spezialkräfte nehmen den Tatverdächtigen widerstandslos auf dem Festivalgelände fest. Keine Tatwaffe bei ihm.

  4. 2. August 2026, Abend
    Haftbefehl erlassen

    Der Haftrichter ordnet Untersuchungshaft wegen Totschlags an. Einweisung in eine JVA.

  5. 3. August 2026
    Obduktion bestätigt Schusstod

    Die Rechtsmedizin Mainz stellt Tod durch innere Blutungen infolge einer Schussverletzung fest.