ProSieben zeigt „The Voice“ erstmals am Samstag – Thore Schölermann geht
Die 16. Staffel von „The Voice of Germany“ bringt 2026 einen radikalen Umbruch: ProSieben verlegt die Show vom Donnerstag auf den Samstag, Thore Schölermann moderiert nach 14 Jahren das letzte Mal und sämtliche Begleitformate fallen weg.
Zum ersten Mal in der 16-jährigen Geschichte von „The Voice of Germany“ läuft die Castingshow bei ProSieben nicht am Donnerstagabend. Wie DWDL.de meldet, zeigt der Sender die neue Staffel ab dem 12. September 2026 um 20:15 Uhr am Samstag. Einen Tag zuvor, am Freitag, den 11. September, startet Sat.1 die Staffel wie gehabt um 20:15 Uhr.
Der Sendeplatzwechsel ist Teil einer größeren Programm-Umstrukturierung. Erst am 6. August hatte ProSieben angekündigt, dass „The Masked Singer“ künftig nicht mehr samstags, sondern ab dem 16. September mittwochs gezeigt wird – ebenfalls in vorproduzierter Form, wie jux.net berichtete. „The Voice“ rückt nun auf den frei gewordenen Samstagplatz nach.
Der Donnerstagabend, das bisherige Stammdatum von „The Voice“ bei ProSieben, wird komplett neu sortiert. Bis zum 20. August läuft noch die Promi-Doku „Born Famous“, ab dem 27. August startet die neue Staffel von „Beauty & The Nerd“. Die quotenschwache Realityshow „Eden – Du bezahlst für jede Lüge“ verschwindet in die Nacht.
Moderation: Ära Schölermann endet nach 14 Jahren
Eine der markantesten personellen Veränderungen betrifft die Moderation. Thore Schölermann, der das Format über 14 Jahre geprägt hatte, verlässt „The Voice of Germany“ auf eigenen Wunsch. Der Grund: Er kümmert sich um seine drei McDonald's-Filialen in Aachen, die er kürzlich übernommen hatte, wie der Focus berichtet.
Die Nachfolge tritt ein Duo an: Melissa Khalaj und Matthias Killing führen durch die Primetime-Ausgaben. Khalaj ist dem Publikum bereits aus den Vorjahren vertraut, Killing kommt vom „Sat.1-Frühstücksfernsehen“.
Coaches: Keine Wechsel auf den roten Stühlen
Bei den Coaches setzt ProSiebenSat.1 auf Bewährtes. Zum ersten Mal seit den ersten beiden Staffeln bleibt die Jury-Besetzung unverändert: Shirin David, Rea Garvey, Nico Santos sowie das Duo Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier nehmen erneut Platz. Es ist die zweite Staffel in Folge mit dieser Konstellation.
Nico Santos geht als Titelverteidiger ins Rennen – im Vorjahr gewann Anne Mosters aus seinem Team. Rea Garvey ist mit acht Staffeln der erfahrenste Coach, Shirin David bestreitet ihre dritte und hofft auf ihren ersten Sieg.
Rotstift beim Rahmenprogramm
Weniger erfreulich für eingefleischte Fans: Die Sendergruppe streicht sämtliche Begleitformate ersatzlos. Weder „The Voice Stories“ noch die digitale „The Voice: Comeback Stage“ tauchen im Programm auf. Stattdessen zeigt ProSieben nach den TVOG-Ausgaben Wiederholungen des „TV total Stand Up Club“, Sat.1 setzt im Anschluss auf Wiederholungen von „Villa der Versuchung“, meldet TV Movie.
Quoten-Druck als Motor
„The Voice of Germany“ erreichte zuletzt regelmäßig rund eineinhalb Millionen Zuschauer und zählt damit zu den reichweitenstärksten Sendungen der Gruppe. Allerdings lag der Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe (14 – 49 Jahre) zwei Jahre in Folge nur knapp über zehn Prozent, wie DWDL.de analysiert. Der neue Sendeplatz am Samstagabend dürfte auch ein Versuch sein, diesem Trend entgegenzuwirken.
Produziert wird die Show von ITV Studios Germany. Sämtliche Folgen sind parallel zur TV-Ausstrahlung kostenlos auf Joyn im Stream abrufbar.
Chronologie der Umbrüche
6. August 2026
ProSieben kündigt „Masked Singer“-Wechsel an
Der Sender gibt bekannt, dass „The Masked Singer“ künftig mittwochs und nicht mehr samstags läuft.
7. August 2026
Neuer Sendeplatz für „The Voice“
ProSieben bestätigt die Verlegung auf den Samstagabend.
11. September 2026
Staffelstart in Sat.1
Die 16. Staffel beginnt um 20:15 Uhr in Sat.1.
12. September 2026
Erste ProSieben-Sendung am Samstag
ProSieben zeigt „The Voice“ erstmals zur Primetime am Samstag.
16. September 2026
Rückkehr von „The Masked Singer“
Die neue Staffel läuft auf dem neuen Mittwochsplatz um 20:15 Uhr.