Collien Fernandes hat am Wochenende des 9./10. August 2026 in einem Instagram-Kommentar erstmals rechtliche Schritte gegen die Absender von Morddrohungen angekündigt. Die 44-Jährige reagierte auf eine Nachfrage, warum sie die Täter nicht anzeige und die Nachrichten nicht öffentlich mache.
„Es wird auch hierzu ein Verfahren geben.“
Ulmen in der Pflicht
In demselben Kommentar machte Fernandes deutlich, wer ihrer Ansicht nach für die Bedrohungen verantwortlich ist: ihr Ex-Mann Christian Ulmen. Sie schrieb, er sei „die einzige Person, die dafür sorgen kann, dass ich keine Morddrohungen mehr bekomme“.
Die Drohungen kämen von Männern, die sie der Lüge bezichtigten – genährt von Ulmens Pressemitteilungen. Bereits im Juni hatte Fernandes beim Tagesspiegel-Hauptstadtgespräch gewarnt: „Was ist, wenn mir irgendwann so ein Christian-Ulmen-Ultra eine Kugel in den Kopf jagt?“
„Er ist die einzige Person, die dafür sorgen kann, dass ich keine Morddrohungen mehr bekomme. Denn diese kommen von Männern, die mich der Lüge bezichtigen und diese Annahme ist genährt von seinen Presseschreiben.“
„Er agiert! Ich reagiere!“
Fernandes wehrte sich zugleich gegen den Vorwurf, sie selbst habe den Konflikt in die Öffentlichkeit getragen. „Das kann ja wohl nicht wahr sein. ER hat das Kinderthema in der Öffentlichkeit platziert. Das versucht er schon länger. Ich bekam lediglich kurzfristig die Möglichkeit zur Stellungnahme“, schrieb sie auf Instagram, wie prisma.de berichtete.
Das bekräftigte sie auch gegenüber tag24.de: „Der Prozess würde so oder so öffentlich geführt werden.“ Sie sagt, nicht sie habe den Fall öffentlich gemacht, sondern Ulmen selbst – durch öffentlich zugängliche Social-Media-Profile und den Versand pornografischer Deepfakes.
„Das kann ja wohl nicht wahr sein. ER hat das Kinderthema in der Öffentlichkeit platziert. Das versucht er schon länger. Ich bekam lediglich kurzfristig die Möglichkeit zur Stellungnahme.“
Kontakt zur Tochter abgebrochen
Am Sonntagabend hatte Fernandes, wie zuvor berichtet, ihren 1,5 Millionen Followern mitgeteilt, dass sie ihre 14-jährige Tochter seit Wochen nicht gesehen habe. Der Kontaktabbruch sei die Folge eines Gesprächs zwischen dem Mädchen und Christian Ulmen. „Die Basis dieses Kontaktabbruchs sind Lügen“, so Fernandes.
Obwohl der Kontakt abgerissen ist, zeigte sich Fernandes vorsichtig optimistisch: „Irgendwie glaube ich einfach daran, dass das wieder alles so sein wird wie vorher.“
Der Fall: Fake-Profile und Ermittlungen
Hintergrund des Konflikts sind Anschuldigungen, die Fernandes seit März 2026 öffentlich macht: Sie wirft Ulmen vor, unter ihrem Namen Fake-Profile in sozialen Netzwerken angelegt und darüber pornografische Deepfakes verbreitet zu haben. Außerdem soll es 2023 in Spanien zu einem körperlichen Übergriff gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen Ulmen wegen Körperverletzung.
Das Hanseatische Oberlandesgericht entschied im Juni, dass über die Kernvorwürfe berichtet werden darf, untersagte jedoch, Ulmen die Herstellung von Deepfake-Videos zuzuschreiben. Fotos durften ihm dagegen zugeordnet werden. Ulmen bestreitet alle Vorwürfe und hat sich nur über seinen Anwalt geäußert.
Chronologie des Falls Ulmen
- 2023Mutmaßlicher Übergriff
Während eines gemeinsamen Aufenthalts in Spanien soll Christian Ulmen Collien Fernandes körperlich attackiert haben.
- März 2026„Spiegel“ macht Vorwürfe publik
Fernandes erhebt öffentlich Vorwürfe: Fake-Profile, pornografische Deepfakes und Identitätsdiebstahl durch Ulmen.
- Juni 2026Gericht erlaubt Berichterstattung
Das Hanseatische OLG entscheidet, dass über Kernvorwürfe berichtet werden darf, schränkt aber bei Deepfake-Videos ein.
- Juli 2026Fernandes erhält Morddrohungen
Die Moderatorin berichtet von zunehmenden Drohungen; Männer werden festgenommen, die sie töten wollten.
- 9. August 2026Tochter bricht Kontakt ab
Fernandes teilt auf Instagram mit, dass ihre 14-jährige Tochter den Kontakt zu ihr abgebrochen hat.
- 10. August 2026Verfahren gegen Drohungen angekündigt
In einem Instagram-Kommentar kündigt Fernandes rechtliche Schritte gegen die Absender der Morddrohungen an.
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