Pocher wiederholt verbotenen Follower-Vorwurf – bis zu 250.000 Euro Strafe möglich
Nach dem Party-Eklat mit Anne Wünsche spricht Oliver Pocher in seiner Instagram-Story erneut von „gekauften Followern“ – obwohl ihm das Landgericht Hamburg genau das untersagt hat. Jetzt drohen empfindliche Ordnungsmittel.
Oliver Pocher drohen nach seiner Instagram-Story vom 11. August 2026 womöglich bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld – weil er erneut den Vorwurf der „gekauften Follower“ gegen Anne Wünsche erhob, obwohl ihm das Landgericht Hamburg genau das verboten hat.
Auslöser war das erste persönliche Aufeinandertreffen der beiden seit dem Prozess auf Katja Krasavices 30. Geburtstagsparty am 10. August in Berlin. Wie jux.net bereits über das hitzige Wortgefecht auf der Krasavice-Party berichtete, zeigte Wünsche Pocher den Mittelfinger, es kam zum lautstarken Streit.
In seiner Instagram-Story am nächsten Tag spielte Pocher den Vorfall herunter und sagte, Wünsche sei „stark angetrunken“ gewesen. Dann griff er den alten Streit wieder auf und verknüpfte Wünsches Namen erneut mit dem Vorwurf, sie habe sich 2020 Follower gekauft.
Die untersagte Behauptung
Der Konflikt reicht ins Jahr 2020 zurück, als Pocher in seinem Instagram-Format „Bildschirmkontrolle“ behauptete, Wünsche habe Follower, Likes und Kommentare gekauft. Ende November 2025 entschied das Landgericht Hamburg, dass Pocher diese Aussagen unterlassen muss – die vorgelegten Belege seien nicht ausreichend gewesen. Schadensersatz sprach das Gericht nicht zu; ein Strafverfahren wurde gegen 15.000 Euro Geldauflage eingestellt.
Genau deshalb ist Pochers erneute Äußerung heikel. Zwar lässt sie sich als bloßer Rückblick lesen, doch könnte sie als mittelbare Wiederholung gewertet werden. Der Berliner Kurier weist darauf hin, dass Wünsches Name erneut öffentlich mit dem Kauf von Followern in Verbindung gebracht werde. Ob tatsächlich ein Verstoß vorliegt, hängt vom genauen Wortlaut der Unterlassungsverpflichtung und von einer gerichtlichen Bewertung ab.
„Und wenn dann 2020 mit gekauften Followern so ein Riesen-Thema für sie ist, dann können wir das gerne auch 2026 noch ausdiskutieren.“
Oliver Pocher, Comedian und Moderator
Mögliche Konsequenzen
Sollte ein Gericht einen Verstoß feststellen, kämen die im Urteil vorgesehenen Ordnungsmittel zum Einsatz: ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft von bis zu zwei Jahren. Voraussetzung wäre allerdings, dass Anne Wünsche beziehungsweise ihre Anwälte gegen die Aussage vorgehen.
Ob sie das tun, ist bislang nicht bekannt. Die Influencerin selbst hat sich zu Pochers Darstellung geäußert und deutlich gemacht, dass für sie ohne eine Entschuldigung keine Aussprache infrage kommt. Zu seiner Behauptung, sie habe ihm den Mittelfinger gezeigt, konterte sie scharf.
Wünsches klare Ansage
„Du kannst froh sein, dass es nur ein Mittelfinger war“, sagte sie in einem TikTok-Video. Den alten Streit bezeichnete sie weiterhin als riesiges Thema, weil damals Pochers gesamte Community über sie hereingebrochen sei: „Ich habe auch Morddrohungen bekommen und meine Kinder nicht in die Schule schicken können.“
Darüber hinaus erhebt Wünsche den Vorwurf, Pocher habe damals nicht nur unterstellt, sie habe Likes und Follower gekauft, sondern auch „falsche Screenshots als Beweismaterial verwendet“.
„Bei jemandem, der eine der tiefsten Narben in meinem Leben hinterlassen hat, war mir diese Frage schlicht zu viel.“
Anne Wünsche, Influencerin
Die Vorgeschichte im Zeitraffer
Der erneute juristische Streit könnte den jahrelangen Dauerzoff der beiden noch einmal verlängern. Die wichtigsten Stationen:
Chronologie des Streits
2020
Pocher behauptet Follower-Kauf
In seinem Format „Bildschirmkontrolle“ wirft Pocher Wünsche vor, Reichweite gekauft zu haben.
Ende November 2025
Landgericht Hamburg urteilt
Pocher muss die Behauptungen unterlassen; kein Schadensersatz, Strafverfahren gegen 15.000 Euro eingestellt.
10. August 2026
Party-Eklat in Berlin
Auf Katja Krasavices Geburtstag zeigen sich Wünsche und Pocher erstmals wieder – es kommt zum Streit.
11. August 2026
Pochers Instagram-Story
Er wiederholt den Vorwurf „gekaufte Follower“ und sagt, Wünsche sei angetrunken gewesen.
12. August 2026
Berichte über möglichen Verstoß
Medien prüfen, ob Pocher gegen die Unterlassungsverfügung verstoßen hat; Konsequenzen offen.
Ob Wünsche gegen Pochers Instagram-Aussage vorgeht, ist die offene Frage. Ihre Anwälte haben sich bislang nicht öffentlich geäußert – ein neues Verfahren könnte den Dauerzoff erneut vor Gericht bringen.