Jenny Frankhauser blickte ohne Schutzbrille in die Sonne – jetzt drohen Netzhautschäden
Die Dschungelkönigin beobachtete die partielle Sonnenfinsternis am 12. August ohne geeigneten Augenschutz und klagte danach über schmerzende Augen. Augenärzte warnen vor dauerhaften Netzhautschäden – auch in der Berliner Charité wurden bereits Betroffene behandelt.
Bei der ersten totalen Sonnenfinsternis auf dem europäischen Festland seit 27 Jahren wurde die Sonne in Deutschland am 12. August 2026 stellenweise bis zu 90 Prozent vom Mond verdeckt – eine totale Finsternis gab es nur in Spanien. Jenny Frankhauser beobachtete das Naturschauspiel ohne spezielle Schutzbrille und blickte dabei mehrfach direkt in die Sonne.
Die 33-Jährige, Halbschwester von Daniela Katzenberger und Dschungelkönigin von 2018, zeigte sich in ihrer Instagram-Story zunächst sichtlich aufgeregt. „Es ist soweit: Die Sonnenfinsternis startet. Voll aufregend. Ich sehe zwar überhaupt nichts, aber jetzt ist es gerade, weil es ist gerade dunkel geworden“, zitiert das OK! Magazin aus ihrer Story.
„Mir schreiben so viele, dass ich jetzt blind werde. Ich bin ja ein Sonnenfinsternis-Anfänger. Ich habe da erst mal richtig reingeguckt, meine Augen tun jetzt auch voll weh. Ich habe die ganze Zeit richtig reingeguckt und geguckt, ob ich irgendwas erkenne. Dann habe ich versucht, mit dem Handy zu gucken, weil ich es dann erkannt habe, ohne hinzugucken. Was machen wir jetzt? Was passiert jetzt mit mir? Was soll ich jetzt tun? Ich muss zum Augenarzt.“
Jenny Frankhauser, Reality-TV-Star und Dschungelkönigin 2018
Ungeschützt in die Sonne geschaut
Zahlreiche Follower hatten Jenny zuvor gewarnt, dass sie ohne Schutzbrille in die Sonne blickt. Wie Promiflash berichtet, räumte sie ihren Fehler offen ein und sprach von sich selbst als „Sonnenfinsternis-Anfänger“. Wegen ihrer Beschwerden kündigte sie einen Besuch beim Augenarzt an.
Die Ereignisse im Überblick
12. August 2026
Partielle Sonnenfinsternis über Deutschland
Jenny Frankhauser schaut ohne Schutzbrille mehrfach direkt in die Sonne.
12. August 2026
Instagram-Story mit Sorge
Sie berichtet über schmerzende Augen und kündigt einen Besuch beim Augenarzt an.
13. August 2026
Charité meldet zehn Fälle
Im augenärztlichen Notdienst werden zehn Menschen mit Beschwerden nach ungeschütztem Blick behandelt.
14. August 2026
Berichte und offene Fragen
Promiflash und upday berichten; ein Gesundheitsupdate von Jenny steht noch aus.
Augenärzte warnen vor irreparablen Schäden
Experten hatten bereits vor dem Ereignis eindringlich davor gewarnt, mit einer normalen Sonnenbrille oder ganz ohne Schutz in die Sonne zu blicken – die Netzhaut kann dadurch dauerhaft geschädigt werden. Vinodh Kakkassery, Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde am Klinikum Chemnitz, stellt gegenüber Focus Online klar: „Wir können nichts machen außer zugucken.“
Bei Sehstörungen, verschwommenem und unscharfem Sehen, anhaltenden Nachbildern, veränderter Farbwahrnehmung oder stark erhöhter Lichtempfindlichkeit solle dringend ein Arzt aufgesucht werden, so der Augenarzt. „Außerdem kann die Sehstärke auf 60 bis 40 Prozent sinken. Man kann also deutlich schlechter sehen.“
Christopher Wirbelauer, Ärztlicher Direktor der Augenklinik Berlin-Marzahn, ergänzte gegenüber upday: „Die Sonne hat sehr energiereiches Licht. Wenn wir längere Zeit in die Sonne hineinschauen, kann es die Netzhaut beschädigen.“ Da sich Netzhautgewebe nicht regeneriert, können im schlimmsten Fall schwere, irreversible Sehbeeinträchtigungen entstehen.
Behandlung sei meist nicht möglich: „Keine Tropfen, keine Medikamente, keine Operationen“ könnten bei schweren Schäden helfen, so Wirbelauer.
Gesundheitsupdate steht noch aus
Ein Gesundheitsupdate zu Jennys aktuellem Zustand und möglichen Folgen für ihre Augen stand zum Zeitpunkt der Berichte (13./14. August 2026) noch aus. Das OK! Magazin wies allerdings darauf hin, dass sie bereits neue Storys geteilt habe, was dafür sprechen dürfte, dass es der 33-Jährigen weiterhin gut gehe.
Der Fall illustriert die medizinische Warnung, dass die verbleibende Sonnensichel auch bei partieller Finsternis hell genug ist, um die Netzhaut dauerhaft zu schädigen – ein Risiko, das offenbar weit verbreitet unterschätzt wird.