Robbie Williams nennt Autismus-Diagnose seinen Freifahrtschein
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Bekenntnis

Robbie Williams nennt Autismus-Diagnose seinen Freifahrtschein

Bei der Präsentation seiner neuen Hopeium-Kollektion in London hat Robbie Williams (52) bekannt gegeben, dass bei ihm Autismus diagnostiziert wurde. Die Diagnose sei für ihn eine Erleichterung und ein „Freifahrtschein“.

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Bei einer Fragerunde im Londoner Kaufhaus Flannels hat Robbie Williams (52) am 13. August 2026 öffentlich gemacht, dass bei ihm Autismus diagnostiziert wurde. Der britische Popstar stellte dort seine neue Hopeium-Herbst/Winter-Kollektion vor – und überraschte mit einer persönlichen Offenbarung.

Wie t-online unter Verweis auf die britische Zeitung ›Daily Mail‹ beziehungsweise ›Metro‹ berichtet, sagte Williams: „Ich habe ADHS und gerade herausgefunden, dass ich auch ein bisschen Autismus habe, was ich eigentlich verdammt noch mal liebe, weil es so vieles erklärt.“

Die Diagnose empfinde er als Erleichterung und eine Art Freifahrtschein: „Es ist jetzt mein Freifahrtschein, und bei all dem seltsamen Zeug, das ich mache, sage ich einfach: ‚Sorry, ich bin autistisch.‘“ Damit adressierte der 52-Jährige auch sein bereits seit Längerem bekanntes ADHS.

Vorgeschichte: ADHS, Tourette und Zwangsgedanken

Seine ADHS-Diagnose hatte Williams nach eigenen Angaben gleich dreimal erhalten – weil er jedes Mal vergessen hatte, dass er sie bereits bekommen hatte. Das erste Mal sei etwa 2006 gewesen, erzählte er im Oktober 2025 im Podcast ›I'm ADHD! No You're Not‹ von Komiker Paul Whitehouse und Forscherin Dr. Mine Conkbayir.

Damals habe er im Internet Beschreibungen von ADHS gelesen und sich darin wiedererkannt. Zusätzlich habe ihn die Aussicht auf ein Medikament angetrieben, das „ein bisschen wie Speed“ wirke – gemeint war Adderall. Williams berichtete, er sei vom Schlucken der Tabletten dazu übergegangen, sie zu zerkleinern und zu schnupfen.

Ebenfalls im Podcast hatte Williams öffentlich gemacht, mit dem Tourette-Syndrom zu leben. Bei ihm äußere es sich jedoch nicht äußerlich, sondern als „inside Tourette's“ – aufdringliche Gedanken, die nicht nach außen dringen. Als Beispiel nannte er eine Situation im Flugzeug: Er habe gedacht, er könne Telekinese besitzen und seine Zwangsgedanken könnten das Flugzeug zum Absturz bringen.

Vorgeschichte: ADHS, Tourette und Autismus

  1. ca. 2006
    Erste ADHS-Diagnose

    Robbie Williams erhält nach eigenen Angaben erstmals die Diagnose ADHS – insgesamt dreimal, weil er sie jeweils vergisst.

  2. Oktober 2025
    Podcast-Offenbarung

    Im Podcast ›I'm ADHD! No You're Not‹ spricht Williams über ADHS, Adderall-Missbrauch und sein „inside Tourette's“.

  3. Januar 2026
    Album ›Britpop‹

    Williams veröffentlicht sein Album ›Britpop‹ und stellt den Beatles-Rekord für die meisten Nummer-eins-Alben in Großbritannien ein.

  4. 13. August 2026
    Autismus-Diagnose öffentlich

    Bei der Hopeium-Kollektion-Präsentation in London gibt Williams bekannt, dass bei ihm Autismus diagnostiziert wurde.

Jahrelanger Kampf und ein neuer Blick auf sich selbst

Gegenüber dem Independent hatte Williams im Januar 2026 über seinen jahrelangen Kampf mit psychischen Problemen gesagt: „Es hat mich fast zwei Jahrzehnte gekostet, mich da durchzukämpfen, und jetzt bin ich am anderen Ende – und es ist wunderschön.“

Seine vollständige Obsession sei das „Erschaffen von Bildern und das Machen von lustigen Dingen“. Dabei denke er nicht über sich selbst nach, weil sein Gehirn unglaublich kreativ sei und sich zu allem, wovor man Angst habe oder Panik empfinde, etwas Kreatives ausdenken könne. Der 52-Jährige, der mit Ehefrau Ayda Field vier Kinder hat, hatte sich zuvor schon als neurodivergent bezeichnet.

Zuletzt hatte Williams mit einem Kokain-Gerücht nach dem WM-Finale für Schlagzeilen gesorgt; er zeigte daraufhin seine Zunge gegen die Anschuldigungen.

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Offen bleibt, wie seine vier Kinder mit dem neuen Selbstbild des Vaters umgehen – und ob Williams künftig noch offener über seine Neurodivergenz sprechen wird.