Nach neun Jahren endet Maria Wedigs Zeit bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – doch die Schauspielerin wollte gar nicht gehen. Jetzt spricht sie über den Schock, die Absage der Produktion und das brutale Ende ihrer Figur Nina.
Am Donnerstag, 13. August 2026, um 19:40 Uhr lief bei RTL die letzte Folge mit Maria Wedig (42) als Nina Reichelt – nach neun Jahren bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Was für Zuschauerinnen und Zuschauer nach einem geplanten Abschied aussah, war in Wahrheit ein Rauswurf: Wedig selbst stellte am selben Abend klar, dass die Entscheidung nicht von ihr kam.
In einem emotionalen Instagram-Video und einem langen Text, über den unter anderem die Hersfelder Zeitung berichtet, schrieb sie: „Nach all den Jahren GZSZ zu verlassen, war nicht meine Entscheidung. Und ja – das macht mich sehr traurig. Sehr sogar.“ Die vergangenen Monate nannte sie einen „Rollercoaster der Gefühle“.
Instagram · @mariawedig
Bereits im November 2025 erfuhr die Schauspielerin von der Produktion, dass ihr Vertrag nicht über den 29. Mai 2026 hinaus verlängert wird. Ihren letzten Arbeits- und Vertragstag hatte sie demnach am 29. Mai 2026. Ausführlich sprach Wedig darüber im gemeinsamen Podcast „Muttivierend ehrlich“ mit ihrer langjährigen Serienkollegin Olivia Marei (36).
Die letzten Monate im Überblick
2017
Erster Auftritt als Nina
Maria Wedig steigt bei GZSZ ein und spielt die Rolle neun Jahre lang.
November 2025
Vertragsende angekündigt
Die Produktion teilt Wedig mit, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird.
29. Mai 2026
Letzter Drehtag
Wedigs letzter Arbeits- und Vertragstag bei GZSZ.
13. August 2026
Letzte Folge
Die finale Folge mit Wedig als Nina läuft um 19:40 Uhr bei RTL/RTL+.
Podcast offenbart Schock und harte Branche
Im Podcast, über den t-online berichtet, schilderte Wedig den Moment der Absage. Der Satz „Nee, wir machen jetzt Schluss“ sei „ein richtig blödes Gefühl“ gewesen. Sie hätte nicht freiwillig aufgehört: „Fakt ist, also natürlich hätte ich jetzt nicht gesagt: Ja, ich höre jetzt auf!“
Doch zugleich weiß sie, dass Rollen im Fernsehen endlich sind. Schauspieler wüssten, dass Rollen auslaufen können – „aber wenn man’s dann hört, ist es hart.“
„Dieser Job ist so verbandelt mit Absagen. Man ist froh, wenn man überhaupt mal einen Job hat. Es ist ein sehr harter Beruf, für den man eine sehr dicke Haut braucht.“
Auch mit dem Ausstieg ihrer Figur hadert Wedig. In der finalen Handlung tötet Nina gleich zwei Menschen – Zoe und Carlos –, um ein dunkles Familiengeheimnis zu bewahren. Danach stellt sie sich der Polizei und verabschiedet sich in einer Videobotschaft von Freunden und Familie, bevor sie in die JVA Vechta (Niedersachsen) mit psychologischem Schwerpunkt verlegt wird.
Wedig erklärte im Podcast, sie wisse noch nicht, wie sie zu dieser Geschichte stehe. Für Nina hätte sie sich „etwas Schöneres als Ende“ gewünscht – etwa, „dass sie in einen Bus gestiegen und woanders hingegangen wäre“, oder sogar den Serientod.
Die letzten Szenen seien körperlich und emotional sehr anstrengend gewesen. „Diese Szenen liegen mir auch noch ganz schwer auf der Seele“, sagte sie. Zwar sei es schön gewesen, zum Schluss noch zeigen zu können, was schauspielerisch in ihr steckt – doch es habe sie auch wütend gemacht, weil diese Chancen schon früher dagewesen seien.
„Auf der anderen Seite hat es mich auch wütend gemacht, weil das auch die ganzen neun Jahre vorher da war. Ich hätte mir früher auch schon diese Chancen gewünscht.“
Maria Wedig, Schauspielerin
Dank an Serienfamilie – und Wehmut
In ihrem Instagram-Post bedankte sich Wedig ausdrücklich bei ihren Serien-Kollegen Nina Ensmann (spielt Jessica), Marc Weinmann (28, ihr Seriensohn) und Olivia Marei (ihre frühere Serientochter Toni) sowie bei Regisseurinnen, Schauspielcoaches und der Crew. An ihre Spielfamilie schrieb sie: „Es tut weh, nicht mehr eure Mama und Schwester sein zu dürfen.“
Zahlreiche Kollegen reagierten. Anne Menden und Chryssanthi Kavazi schickten Herz-Emojis, Ulrike Frank schrieb „Große Vermissung“. Eine Zuschauerin kommentierte: „Wie kann man so beliebte Schauspieler:innen gehen lassen? Liebe Maria, du wirst sehr fehlen!“
Zum Abschluss schrieb Wedig: „Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Tag anders kommt. Aber ich gehe mit erhobenem Kopf, einem Herzen voller Erinnerungen und dem Wissen, dass wir bis zur letzten Szene alles gegeben haben. … Mach’s gut, Nina. Ich werde dich vermissen. Sehr.“