Sharon Stone: Ihr Mann verließ den Raum – das war das Ende der Ehe
Im Podcast „The Person Who Believed in Me“ erzählt Sharon Stone erstmals, wie ihr damaliger Ehemann auf die Diagnose von zwei Brusttumoren reagierte – und warum dieser Moment ihre Ehe beendete.
Sharon Stone hat erstmals öffentlich geschildert, wie ihr damaliger Ehemann auf ihre Brustkrebs-Diagnose reagierte – und wie diese Reaktion ihre Ehe beendete. Im Podcast „The Person Who Believed in Me“ des Journalisten David Begnaud erzählt die 68-jährige Schauspielerin, dass ihr Mann den Raum verließ, als sie sich für eine beidseitige Mastektomie entschied. Die deutsche BILD griff die Enthüllung am 17. August 2026 auf.
Die Diagnose: Zwei Tumore, einer größer als die Brust
In den frühen 2000er Jahren wurden bei Stone zwei Tumore in den Brüsten entdeckt. Einer war nach ihren Worten größer als ihre gesamte linke Brust. Der Arzt kam zu ihr nach Hause und empfahl dringend eine beidseitige Mastektomie: „Wir denken, Sie sollten eine beidseitige Mastektomie vornehmen lassen. Das ist wirklich ernst. Wenn sie so weit oben sitzen, wissen wir meist schon vor dem Eingriff, dass es Krebs ist.“
Stone selbst war überzeugt, keinen Krebs zu haben. Auf den Einwand des Arztes „Das entscheiden nicht Sie“ erwiderte sie: „Doch. Das entscheide ich. Ich entscheide – und ich entscheide, dass ich eine beidseitige Mastektomie mache, weil ich nicht herumspiele.“
Die Reaktion: Wut statt Sorge
Die Reaktion ihres damaligen Ehemanns verschlug ihr die Sprache. Laut Stone habe er gesagt: „This is ridiculous!“ – zu Deutsch: „Das ist doch lächerlich!“ – und sei aufgestanden und aus dem Raum gegangen.
„My husband said, „This is ridiculous!“ And got up and left the room.“
Sharon Stone, Schauspielerin
Auf Nachfrage des Moderators, was genau er „lächerlich“ fand, präzisierte Stone: Er sei wütend gewesen, dass sie sich einer beidseitigen Mastektomie unterziehen wollte – nicht besorgt, dass ein möglicher Krebs sie hätte töten können. „Nein, nein“, antwortete sie. „Er war wütend, weil sie mir beide Brüste entfernen wollten.“
Stone schilderte weiter, der anwesende Arzt habe den Mann aufgefordert, sich wieder zu setzen: „Wenn ich mehr Patientinnen wie sie hätte, wären heute mehr Frauen am Leben. Sie müssen sich setzen.“ Stone konterte gegenüber ihrem Mann: „I make the decisions, not you“ – „Ich treffe die Entscheidungen, nicht du.“
„That was the end of the marriage. That was it. He was done with me then. It was over.“
Sharon Stone, Schauspielerin
Den Moment beschreibt sie als endgültigen Bruch: „Das war das Ende der Ehe. Das war's. Er war mit mir fertig. Es war vorbei.“ Weiter: „Er hielt mich für lächerlich. Er fand es albern. Er fand, ich treffe zu viele Entscheidungen allein.“
Wer ist der Ehemann?
Stone nennt den Mann im Podcast nicht beim Namen. Da sie von 1998 bis 2004 mit ihrem zweiten Ehemann, dem Investigativ-Journalisten und langjährigen Chefredakteur des San Francisco Chronicle, Phil Bronstein, verheiratet war, gehen mehrere Medien – darunter „Vanity Fair“ – davon aus, dass sich die Schilderungen nur auf ihn beziehen können. Ihre erste Ehe mit dem Filmproduzenten Michael Greenburg (1984 – 1990) liegt zeitlich zu weit zurück. E! News hat Bronstein um eine Stellungnahme gebeten, aber bislang keine Antwort erhalten.
Stone und Bronstein hatten 1998 am Valentinstag in ihrem Haus in Beverly Hills geheiratet und im Jahr 2000 den gemeinsamen Sohn Roan adoptiert. Die Ehe verband Hollywood-Glamour mit investigativem Journalismus – 1998 trug Stone bei den Oscars ein weißes Hemd aus Bronsteins Kleiderschrank zu einem violetten Rock. Berühmt wurde auch ein Vorfall 2001, als Bronstein bei einer privaten Zoo-Führung von einem Komodowaran in den Fuß gebissen wurde.
Wie ging es medizinisch aus?
Die Tumore stellten sich als gutartig heraus; eine vollständige Mastektomie war letztlich nicht nötig. Stone ließ die Tumore entfernen und unterzog sich einer rekonstruktiven Operation – wobei der plastische Chirurg ihr nach ihren Angaben aus ihrer Autobiografie „The Beauty of Living Twice“ (2021) ohne ihre Zustimmung größere Brustimplantate einsetzte. Ihre Brüste überlebten – die Ehe nicht. Ein Eingriff in die körperliche Selbstbestimmung, der an die Debatten über Körperbild und Fremdbestimmung erinnert, die auch Ricarda Lang öffentlich führt.
Die Ehe endete schließlich 2004, nachdem Bronstein bereits 2003 die Scheidung eingereicht hatte. Es folgte ein langwieriger, öffentlich ausgetragener Sorgerechtsstreit um den gemeinsamen Sohn Roan, den Stone 2008 verlor. Im September 2001, kurz nach der Tumordiagnose, erlitt Stone ein Hirnaneurysma und einen Schlaganfall, was ihre spätere Glaubwürdigkeit im Sorgerechtsverfahren beeinträchtigte. In demselben Podcast-Auftritt äußerte sich Stone auch dazu: Sie sei im Sorgerechtsverfahren „nie gehört“ worden und habe wegen Bronsteins Einfluss als prominenter Zeitungsredakteur in San Francisco – und weil sie als „durch den Hirnschaden gebrochene Frau“ gegolten habe – das Sorgerecht verloren.
Chronologie der Ereignisse
14. Februar 1998
Hochzeit
Sharon Stone und Phil Bronstein heiraten in Beverly Hills.
2000
Adoption
Das Paar adoptiert den Sohn Roan.
2001
Tumordiagnose
Bei Stone werden zwei Brusttumore entdeckt; der Arzt empfiehlt eine beidseitige Mastektomie. Ihr Ehemann reagiert mit „Das ist doch lächerlich“ und verlässt den Raum.
2001
Gutartiger Befund
Die Tumore erweisen sich als gutartig; eine vollständige Mastektomie ist nicht nötig.
2003
Scheidung eingereicht
Phil Bronstein reicht die Scheidung ein.
2004
Scheidung vollzogen
Die Ehe wird geschieden; es folgt ein Sorgerechtsstreit um Sohn Roan.
1. Juni 2026
Podcast-Enthüllung
Im Podcast „The Person Who Believed in Me“ spricht Sharon Stone erstmals öffentlich über den Moment, der ihre Ehe beendete.
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