Mette-Marit erstmals wieder öffentlich – Ärzte warnen vor dem nächsten Risiko
Bild: KI-generiert
Norwegisches Königshaus

Mette-Marit erstmals wieder öffentlich – Ärzte warnen vor dem nächsten Risiko

Drei Monate nach ihrer Lungentransplantation zeigte sich Mette-Marit erstmals wieder öffentlich – als Beifahrerin im Auto von Kronprinz Haakon auf dem Weg zu König Harald im Krankenhaus. Ihren 53. Geburtstag feierte sie nur privat; Ärzte warnen vor jedem Kontakt.

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Der erste öffentliche Auftritt seit der Lungentransplantation war zugleich ein Balanceakt: Kronprinzessin Mette-Marit (53) stieg am Dienstag, 18. August 2026, in den dunklen Range Rover ihres Mannes Haakon – im Osloer Rikshospitalet lag zu diesem Zeitpunkt ihr Schwiegervater König Harald V. (89). Dass sie trotz eigener Genesung ans Krankenbett fuhr, zeigt den familiären Druck, dem die 53-Jährige ausgesetzt ist.

Wie das norwegische Nachrichtenmagazin Verdens Gang und merkur.de berichten, war es das erste Mal seit der Operation, dass Mette-Marit öffentlich im Freien zu sehen war. Gegen 15:30 Uhr verließ das Paar die Klinik wieder. Der Anlass war kein freudiger: König Harald wird seit Montag wegen einer hämolytischen Anämie behandelt – eine Kortisontherapie hatte zu Flüssigkeitsansammlungen geführt.

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Für den König ist es bereits die zweite Krankenhauseinweisung in diesem Jahr – im Februar war er während eines Teneriffa-Urlaubs wegen einer Infektion und Dehydrierung behandelt worden, wie Town & Country berichtet. Harald ist für zwei Wochen krankgeschrieben; Haakon übernimmt als Regent die Amtsgeschäfte.

Familienbesuch trotz Immunsuppression

Neben dem Kronprinzenpaar besuchten an jenem Dienstag auch Haralds ältere Schwester Prinzessin Astrid (94) und Maud Angelica Behn (23), die älteste Tochter von Prinzessin Märtha Louise, den König. Das Königshaus kommentierte die Familienbesuche nicht. Dass Mette-Marit ihre eigene Genesung unterbrach, werten Beobachter als starkes Zeichen für den Zusammenhalt der Familie.

Mette-Marit leidet seit 2018 an chronischer Lungenfibrose. Am 17. Juni 2026 erhielt sie im selben Krankenhaus eine Spenderlunge – nur zwölf Tage nach ihrer Listung, was in Norwegen Diskussionen um Bevorzugung auslöste. Mitte Juli wurde sie entlassen, für offizielle Termine sind sechs Monate Pause vorgesehen.

Geburtstag ohne aktuelles Foto

Ihren 53. Geburtstag am Mittwoch, 19. August – in Norwegen ein offizieller Flaggentag – verbrachte Mette-Marit im privaten Kreis. Der Hof teilte mit: „Die Feier findet im privaten Rahmen statt.“ Zur Gratulation veröffentlichte der Palast kein neues Porträt, sondern ein Familienfoto vom Jahresanfang, also noch vor der Transplantation, wie n-tv berichtet.

Auf dem Bild sind Mette-Marit, Haakon und die beiden gemeinsamen Kinder Prinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20) zu sehen. Ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby (29) fehlt: Er war im Juni wegen zweier Vergewaltigungen zu vier Jahren Haft verurteilt worden und trägt derzeit elektronische Fußfessel im Hausarrest.

Zuletzt öffentlich gezeigt hatte sich Mette-Marit vor der Operation Mitte Mai am norwegischen Verfassungstag – damals mit Sauerstoffgerät. Nach der Transplantation gab es nur ein am 6. Juli veröffentlichtes Foto, das sie mit Haakon beim WM-Achtelfinalsieg gegen Brasilien vor dem Fernseher zeigt.

Lungenarzt: 100 Tage höchstes Infektionsrisiko

Lungenarzt Amel Havkic ordnet die Situation gegenüber BUNTE.de ein: Das Leben der Kronprinzessin gleiche derzeit einem „hochisolierten, klinisch strukturierten Trainingslager im eigenen Zuhause“. Nach einer Organverpflanzung werde das Immunsystem medikamentös stark gedrosselt, um eine Abstoßung zu verhindern – dadurch könne bereits jede banale Erkältung lebensgefährlich werden.

In den ersten 90 bis 100 Tagen nach einer Lungentransplantation sei das Risiko für akute Abstoßungsreaktionen sowie schwere Infektionen am höchsten. Ein öffentlicher Auftritt bedeute Händeschütteln, Menschenmengen, unkontrollierte Raumluft und physischen Stress. Dass Mette-Marit nach knapp drei Monaten noch keine royalen Termine wahrnimmt, sei daher „nicht nur normal – es ist der medizinische Standard“.

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Silberhochzeit verschoben – nächster Härtetest

Ein weiterer privater Anlass steht unmittelbar bevor: Am 25. August 2026 würden Mette-Marit und Haakon eigentlich ihre Silberhochzeit feiern. Die geplante Feier wurde jedoch mit Rücksicht auf Mette-Marits Genesung bereits im Juni verschoben. Haakon kündigte an, seinen Terminkalender anzupassen, um seine Frau zu unterstützen.

Auch wenn wir wissen, dass noch ein langer Weg der Genesung vor uns liegt und Komplikationen auftreten können, fühlt es sich sehr gut an, schon so weit gekommen zu sein.
Kronprinz Haakon, Regent von Norwegen

Chefarzt Are Holm, Leiter der Abteilung für Atemwegserkrankungen am Osloer Rikshospitalet, hatte nach der Operation gesagt, der Zustand der Kronprinzessin sei so gut, wie unter den Umständen zu erwarten. Der Kurzzeit-Erfolg einer Lungentransplantation lasse sich nach etwa drei Monaten beurteilen, der Langzeit-Erfolg erst nach rund einem Jahr – so Havkic.

Ob Mette-Marit zur Silberhochzeit am 25. August überhaupt öffentlich auftritt, ist offen. Für die kommenden sechs Monate sind keine offiziellen Termine vorgesehen – jede Feier, jeder Handschlag bleibt ein kalkuliertes Risiko.