Nino de Angelo spricht über Depressionen und das Leben seines toten Bruders
Im Podcast „Wonder Mom“ von Natascha Ochsenknecht erzählt Schlagerstar Nino de Angelo, warum er sich nicht wirklich glücklich fühlen kann – und welchen Anteil sein verstorbener Bruder daran hat.
Nino de Angelo kann nach eigenen Worten nicht wirklich glücklich sein – und das hängt mit einem toten Bruder zusammen, dessen Namen er trägt. Im Podcast „Wonder Mom“ von Natascha Ochsenknecht spricht der 62-Jährige offen über Depressionen, Suizidversuche und ein Leben, das ihm nicht ganz zu gehören scheint.
Wie BUNTE am 22. August 2026 berichtet, blickt der Schlagerstar in der Folge auf die Zeit seines größten Erfolgs zurück und erklärt, dass er damals zwar euphorisch gewesen sei – echtes Glück habe für ihn aber etwas anderes bedeutet.
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„Ja, also mit dem Glück ist es bei mir ein bisschen kompliziert. Ich kann nicht wirklich glücklich sein.“
Nino de Angelo, Schlagerstar
Das schwere Erbe des toten Bruders
Den Grund für dieses belastende Gefühl sieht de Angelo in seiner Familiengeschichte. Seine Eltern kamen in den 1960er-Jahren aus Apulien nach Deutschland. Zuvor hatten sie einen Sohn verloren, der im Alter von drei oder vier Monaten starb und Domenico Gorgoglione hieß – derselbe bürgerliche Name, den auch Nino de Angelo trägt.
„Ich habe immer gedacht: Mensch, eigentlich gebührt dir das gar nicht, weil du das Leben deines Bruders lebst.“
Nino de Angelo, Schlagerstar
Der frühe Tod des Bruders sei nie wirklich Vergangenheit geworden, sondern wirke bis heute in seinem eigenen Leben nach. Dieses Gefühl, das Leben eines anderen zu leben, zieht sich wie ein roter Faden durch seine Aussagen.
Depressionen seit der Kindheit
Es ist nicht das erste Mal, dass der Sänger seine psychische Gesundheit öffentlich macht. Bereits 2025 berichtete er in der MDR-Talkshow „Riverboat“, schon als Kind unter Depressionen gelitten zu haben; damals habe er das Gefühl gehabt, dass „etwas Schwarzes“ über ihm liege.
Noch deutlicher wurde er 2023: Er erklärte, er sei „depressiv auf die Welt gekommen“, und sprach über mehrere Suizidversuche. Bei einem dieser Versuche sei er von seiner damaligen Ehefrau noch rechtzeitig gerettet worden.
Chronologie
1960er-Jahre
Verlust des Bruders
Eltern kommen aus Apulien nach Deutschland; zuvor war Sohn Domenico im Alter von drei oder vier Monaten gestorben.
2023
Suizidversuche öffentlich
De Angelo spricht über mehrere Suizidversuche und sagt, er sei „depressiv auf die Welt gekommen“.
2025
Riverboat-Auftritt
In der MDR-Talkshow berichtet er, schon als Kind unter Depressionen gelitten zu haben.
August 2026
Rückzug angekündigt
De Angelo kündigt an, bis zum 18. September 2029 zu arbeiten und sich dann von der Bühne zurückzuziehen.
Drogen, Rückzug und die offene Zukunft
Nino de Angelo machte außerdem seinen langjährigen Drogenkonsum öffentlich und schilderte, dass dieser seine Depressionen zusätzlich verschlimmert habe. Gegenüber dem Portal „Schwulissimo“ sagte er: „Ich bin genetisch depressiv. Das habe ich von Geburt an.“
Erst vor wenigen Tagen hatte der Sänger noch für Aufsehen gesorgt, als er sich selbst zum besten Sänger Deutschlands erklärte. Nun zeigt er eine ganz andere, verletzliche Seite – und spricht offen über die Last, die ihn seit Jahrzehnten begleitet.
Auch privat bleibt es kompliziert: Nach eigenen Angaben hat de Angelo keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn und sprach offen über seine Finanzen. Im August 2026 kündigte er an, bis zum 18. September 2029 arbeiten und sich anschließend von der Bühne zurückziehen zu wollen. Medienberichten zufolge steht ein Comeback allerdings bereits in Aussicht.