Über 53 Prozent der Messertäter an Bahnhöfen sind Ausländer
Neue Bundespolizei-Zahlen belegen: 2025 waren mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen bei Messerdelikten an Bahnhöfen Ausländer. Während die AfD einen härteren Migrationskurs fordert, verweisen Grüne und Linke auf häufigere Kontrollen und Waffenverbotszonen.
Mehr als die Hälfte der bei Messerdelikten an deutschen Bahnhöfen ermittelten Tatverdächtigen besitzt keinen deutschen Pass. Das geht aus neuen Zahlen der Bundespolizei hervor, die der Jungen Freiheit exklusiv vorliegen. Im Jahr 2025 lag der Anteil ausländischer Tatverdächtiger bei über 53 Prozent – Tendenz steigend.
Die Daten stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess. Hess betonte, besonders Syrer und Afghanen seien auffällig. Die Debatte um die Kriminalität nichtdeutscher Tatverdächtiger hat zuletzt an Schärfe gewonnen, wie jux.news am selben Tag berichtete.
Die Bundespolizei ist für Bahnhöfe, Züge, Flughäfen und Grenzgebiete zuständig. Bahnhöfe gelten als ihr wichtigster Einsatzort. Anders als das Bundeskriminalamt erfasst die Behörde in ihrer Eingangsstatistik bei Messerdelikten auch die Staatsangehörigkeit der Tatverdächtigen.
Insgesamt registrierte die Bundespolizei 2025 an Bahnhöfen und in Zügen 27.818 Gewaltdelikte – ein leichter Anstieg gegenüber 27.150 im Vorjahr. Von den Tatverdächtigen bei Gewaltdelikten hatten 11.274 die deutsche Staatsangehörigkeit, 9.091 eine nicht-deutsche. Bei 197 war sie ungeklärt, bei 6.424 unbekannt.
Die Zahl der Gewaltdelikte an Bahnhöfen ist seit 2020 deutlich gestiegen: von 16.327 auf 27.819. Der Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger lag 2020 bei 42 Prozent, 2024 bei 46 Prozent und 2025 bei 44 Prozent. Bei Messerdelikten liegt er mit über 53 Prozent spürbar höher.
Ausländeranteil an Gewaltdelikten an Bahnhöfen
Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger in Prozent
Quelle: Bundespolizei, Apollo News
Politische Reaktionen
AfD-Politiker Hess sieht in den Zahlen einen Beleg für ein Sicherheitsproblem durch Zuwanderung. Er fordert mehr Abschiebungen und eine stärkere Polizeipräsenz an Bahnhöfen.
„Meine Anfrage zeigt: Über 53 Prozent der Tatverdächtigen waren im Jahr 2025 Ausländer. Besonders auffällig waren Syrer, Afghanen …“
Martin Hess, AfD-Bundestagsabgeordneter
Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Marcel Emmerich, kritisiert dagegen, dass die Bundespolizei durch Grenzkontrollen zur „Migrationspolizei“ gemacht werde. Dadurch fehlten Beamte für die Sicherheit an Bahnhöfen. Bundespolizeipräsident Dieter Romann verteidigte die Kontrollen: „Die flexiblen und smarten Grenzkontrollen haben auch 2025 ihre Wirkung gezeigt.“
Hamburger Hauptbahnhof als Beispiel
Das Titelbild des JF-Artikels zeigt eine groß angelegte Waffenkontrolle am Hamburger Hauptbahnhof vom 24. Mai 2025 – einen Tag nach einem Messerangriff mit mehreren teils lebensgefährlich verletzten Personen. Dabei wurden laut Bildunterschrift bereits nach kürzester Zeit diverse verbotene Gegenstände wie Messer, Pfefferspray, Teleskopschlagstöcke und Drogen sichergestellt.
Chronologie
Die Messerkriminalität an Bahnhöfen im Zeitverlauf
1. Halbjahr 2025
730 Gewaltdelikte mit Messern
Die Bundespolizei registriert im ersten Halbjahr 2025 730 Gewaltdelikte mit Messern an Bahnhöfen, Bahnstrecken und im Grenzgebiet.
24. Mai 2025
Waffenkontrolle am Hamburger Hauptbahnhof
Einen Tag nach einem Messerangriff mit mehreren teils lebensgefährlich Verletzten führt die Polizei eine groß angelegte Kontrolle durch.
Mai 2026
Ausländische Tatverdächtige stark überrepräsentiert
Apollo News und WELT berichten: Nicht-deutsche Tatverdächtige kamen bei Messerdelikten sechsmal häufiger vor als ihrem Bevölkerungsanteil entspricht.
26. August 2026
Bundespolizei-Zahlen veröffentlicht
Die Junge Freiheit veröffentlicht exklusiv: Über 53 Prozent der Tatverdächtigen bei Messerdelikten an Bahnhöfen sind Ausländer.
Ob die Bundesregierung auf die Zahlen mit neuen Maßnahmen reagiert, ist offen. Die AfD verlangt einen härteren Kurs, die Linke sieht die Statistik durch mehr Kontrollen verzerrt. Für Reisende an Bahnhöfen bleibt das Risiko von Messerangriffen real.