Tim Curry nahm sein Liebesleben mit ins Grab – und das war sein letzter Wille
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Privatsphäre

Tim Curry nahm sein Liebesleben mit ins Grab – und das war sein letzter Wille

Der britische Schauspieler Tim Curry war nie verheiratet und hatte keine Kinder. Nach seinem Tod zeigen seine Memoiren und Interviews, warum er Fragen nach Partnern und Romanzen zeitlebens konsequent abblockte.

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Tim Curry hat die Frage nach seinem Liebesleben nie beantwortet – und er wollte das auch gar nicht. Der britische Schauspieler, der am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Toluca Lake, Los Angeles, starb, war nie verheiratet und hatte keine Kinder. Sein Tod rückt nun ausgerechnet jenen Teil seines Lebens in den Fokus, den er zeitlebens am konsequentesten abschirmte.

Seine langjährige Managerin Marcia Hurwitz bestätigte den Tod am 26. August; die Polizei war am Vorabend gegen 23:23 Uhr gerufen worden und schloss ein Fremdverschulden aus. Eine Todesursache wurde nicht genannt. In der offiziellen Erklärung hieß es, Curry habe sich „sein ganzes Leben lang geweigert, in Schubladen gesteckt oder durch die Erwartungen anderer eingeschränkt zu werden“.

Schweigen aus Prinzip

Bereits 1975, im Jahr seines Durchbruchs als Dr. Frank-N-Furter in der „Rocky Horror Picture Show“, machte Curry dem Magazin „After Dark“ klar, wie wenig ihn öffentliche Neugier auf sein Privatleben interessiert. „Ich rede nicht darüber, mit wem ich schlafe oder ob ich verliebt bin. Es ist für mich von höchstem Interesse und für eure Leser von sehr geringem“, sagte er.

Seine deutlichste Ansage folgte kurz vor seinem Tod. In seinen im Oktober 2025 erschienenen Memoiren „Vagabond“ schrieb er: „Herzens- oder Schlafzimmerangelegenheiten gehen euch – bei allem Respekt – einen Scheißdreck an.“

Herzens- oder Schlafzimmerangelegenheiten gehen euch – bei allem Respekt – einen Scheißdreck an.
Tim Curry, Schauspieler

Im Oktober 2025 bekräftigte er diese Haltung im Gespräch mit dem „New Yorker“. Seine Antwort auf jede Frage nach Romanzen blieb dieselbe – kurz, höflich im Ton, aber unmissverständlich. Details zu Partnern oder Beziehungen gab es von ihm nicht.

Erlebte Liebe, aber keine Details

Seine Memoiren geben zumindest zu erkennen, dass sein Schweigen nicht aus einem leeren Herzen rührte. „Ich garantiere euch, falls es eine Rolle spielt, dass ich wahre Liebe, echten Liebeskummer und alles dazwischen erlebt habe, einschließlich einer nicht unbeträchtlichen Menge an Verwüstung“, schrieb er.

Ich garantiere euch, falls es eine Rolle spielt, dass ich wahre Liebe, echten Liebeskummer und alles dazwischen erlebt habe, einschließlich einer nicht unbeträchtlichen Menge an Verwüstung.
Tim Curry, Schauspieler

Gegenüber dem „Guardian“ wurde er so konkret, wie er eben werden wollte. Auf die Frage nach den Siebzigerjahren sagte er: „Nun, ich war nicht einsam. Es war nicht allzu schwierig, Sex zu haben. Aber es waren die Siebziger, und das ist, glaube ich, entscheidend.“

Wie PinkNews berichtet, sorgte für Schmunzeln eine andere Enthüllung: Curry bezeichnete Muppet-Legende Miss Piggy, seine Kollegin aus „Muppet Treasure Island“ (1996), als seine „eine wahre Liebe“. „Wenn man einmal Schweinefleisch hatte, kehrt man nie wieder zurück“, scherzte er. Miss Piggy verabschiedete sich nach seinem Tod mit den Worten: „Moi wird euch nie vergessen, Long John.“

Seine offizielle Webseite hält in einer FAQ fest, dass Curry „vor vielen Jahren“ einmal „fast verheiratet“ gewesen sei – ohne Details zu nennen. Zur Frage nach einem aktuellen Partner heißt es dort lediglich: „Tim ist ein bemerkenswert privater Mensch und war es immer.“

Privatleben als Schutzschild

Curry mochte den „Teil des Showbusiness, der dein Privatleben zum öffentlichen Eigentum erklärt“, nicht. Interviews fand er „aufdringlich“. Als größte Gefahr nannte er in „Vagabond“: „Rabiate Fans, die plötzlich denken, sie hätten sich mit dir verbunden – oder im schlimmsten Extrem, dass sie dich irgendwie besitzen.“ Dann müsse man sagen: „Ich bin nur ein Mensch, und ich bin nicht dein Mensch.“

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Currys Weg

Tim Currys Leben in Daten

  1. 19. April 1946
    Geburt in Grappenhall

    Tim Curry wird im englischen Cheshire geboren.

  2. 1975
    Durchbruch und erste Ansage

    Als Dr. Frank-N-Furter in der „Rocky Horror Picture Show“ wird er weltberühmt. Im Magazin „After Dark“ erklärt er, über sein Liebesleben nicht zu reden.

  3. 2012
    Schwerer Schlaganfall

    Curry erleidet einen Schlaganfall, der ihn teilweise lähmt und in den Rollstuhl zwingt. Er tritt fortan kaum noch öffentlich auf.

  4. Oktober 2025
    Memoiren „Vagabond“

    Curry veröffentlicht seine Memoiren und erklärt darin: „Herzens- oder Schlafzimmerangelegenheiten gehen euch einen Scheißdreck an.“

  5. 25. August 2026
    Tod in Los Angeles

    Tim Curry stirbt im Alter von 80 Jahren friedlich in seinem Zuhause in Toluca Lake.

Sein filmisches Erbe würdigt der Nachruf auf den „Rocky Horror Picture Show“-Star. Sein Privatleben aber nimmt Curry mit ins Grab – so wie er es immer wollte.