Nach sechs Jahren in Kalifornien ist die Sussex-Familie zurück – und die Debatte um ihre Titel eskaliert: Nur 24 Stunden nach der Landung in Birmingham fordert TalkTV-Moderatorin Samara Gill, Harry und Meghan die Sussex-Titel abzuerkennen. Auch Royal-Biograf Andrew Morton plädiert für einen Titelentzug.
Nur 24 Stunden nach der Landung in Birmingham werden Forderungen laut, Prinz Harry und Herzogin Meghan die Sussex-Titel abzuerkennen. Die Familie war am Mittwoch, 26. August 2026, mit den Kindern Archie (7) und Lilibet (5) in einem Privatjet angekommen, wie die tagesschau berichtete.
In der TalkTV-Sendung „The Royals Uncensored“ antwortete Moderatorin Samara Gill auf die Frage, ob Prinz William den beiden die Titel entziehen sollte, mit einem knappen „Absolut“. Sie erklärte: „Ich denke, dass Harry und Meghan nicht gut für die königliche Marke sind. Alles, was sie getan haben, ist, sie in den Dreck zu ziehen.“ Und weiter: „Sie wieder aufzunehmen, würde den König nur schwach aussehen lassen“, wie der Express berichtet.
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Royal-Biograf Andrew Morton teilt diese Einschätzung. In seinem Newsletter schrieb er, die einzige Möglichkeit, die Entscheidung von Queen Elizabeth II. zu ehren, sei, Harry und Meghan samt Kindern die Titel zu entziehen – andernfalls seien sie „Working Royals durch die Hintertür“. Morton verwies auf Königin Margrethe von Dänemark, die 2020 den vier Kindern ihres Sohnes Prinz Joachim die Prinzen- und Prinzessinnentitel entzog. Zugleich brachte er ins Spiel, auch Prinzessin Beatrice (38) und Prinzessin Eugenie (36) ihre Titel abzuerkennen.
Verfassungsrechtlich ist eine Titel-Aberkennung nicht allein durch den Monarchen möglich. Die Herzogs- und Herzogin-Titel wurden Harry und Meghan an ihrem Hochzeitstag von Queen Elizabeth II. verliehen; die Entziehung der Peerage-Titel würde in der Regel einen Parlamentsbeschluss erfordern. König Charles III. hatte zwar Prinz Andrew königliche Privilegien entzogen, nicht aber dessen Titel als Duke of York. Zuletzt wurde einem Mitglied der britischen Königsfamilie 1919 ein Peerage-Titel formell aberkannt.
Warum die Familie zurück ist
Der Rückkehr vorausgegangen war ein privates Treffen in Highgrove Anfang Juli 2026, bei dem König Charles III. erstmals seit 2022 seine Enkel Archie und Lilibet persönlich sah. Nach dem Highgrove-Geheimtreffen planten Harry und Meghan offenbar eine schrittweise Rückkehr. Die Begegnung dauerte etwa eineinhalb bis zwei Stunden, der Buckingham Palace bestätigte sie lediglich ohne Details.
Die Anreise im Privatjet von Kalifornien nach Großbritannien soll laut Berichten über 120.000 Dollar gekostet haben. Archie und Lilibet sollen britische Schulen besuchen, die Familie in einer privaten, nicht-royalen Residenz wohnen – als möglicher Wohnort werden die Cotswolds genannt. Das britische Innenministerium befasst sich nach der Niederlassungsabsicht erneut aktiv mit Harrys Fall; ein Regierungsvertreter sagte, die Beamten seien gebeten worden, eine neue Bewertung vorzunehmen.
Piers Morgan und die öffentliche Stimmung
Piers Morgan, einer der schärfsten öffentlichen Kritiker des Paares, nannte Harry und Meghan in Anspielung auf ihre Rückkehr „Sussex-Zirkusclowns“. Er sagte: „Die einzige hundertprozentige Gewissheit bei der Rückkehr der Sussex-Zirkusclowns nach Großbritannien ist, dass es endloses Drama, schädliche Indiskretionen gegenüber den Medien über die Königsfamilie und gleichzeitiges heuchlerisches Jammern über ‚Privatsphärenverletzung‘ durch ebendiese Medien geben wird.“ Wie jux bereits berichtete, drohte Piers Morgan sogar mit Auswanderung. In einer Umfrage der Sendung antworteten 88 Prozent der Teilnehmer auf die Frage, ob sie Harry und Meghan in Großbritannien zurückhaben wollten, mit „Nein“.
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Wie es jetzt weitergeht
Ob König Charles III. oder ein künftiger William V. den Titelentzug tatsächlich vorantreibt, ist offen. Historisch wurde zuletzt 1919 einem Mitglied der Königsfamilie ein Peerage-Titel aberkannt; die Entziehung würde in der Regel ein Parlamentsgesetz verlangen. Zugleich ist unklar, ob die Sussexes künftig staatlich finanzierten Personenschutz erhalten – das Innenministerium will eine neue Bewertung vornehmen. Für die Kinder Archie und Lilibet beginnt der Schulalltag in Großbritannien; die Entscheidung über Personenschutz und mögliche Titelverfahren steht noch aus.