Deutsche Bahn warnt Mitarbeiter vor linksextremen Anschlägen nach Sachsen-Anhalt-Wahl
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Sicherheitsalarm

Deutsche Bahn warnt Mitarbeiter vor linksextremen Anschlägen nach Sachsen-Anhalt-Wahl

Interne Warnung der DB InfraGO: Beschäftigte sollen auf verdächtige Personen und Manipulationen achten. Das BKA hält einen linksextremen Aufruf für authentisch.

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Die Deutsche Bahn hat ihre Beschäftigten vor möglichen linksextremen Anschlägen auf Züge und Bahnanlagen gewarnt. Hintergrund ist eine für den 7. bis 13. September angekündigte „Aktionswoche gegen den deutschen Staat“, die unmittelbar nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September beginnt.

Das Bundeskriminalamt hält den zugrunde liegenden anonymen Aufruf für authentisch. Die Bahn-Tochter DB InfraGO verschickte bereits am 25. August ein internes Sicherheitsschreiben, wie NIUS berichtet.

Interne Warnung mit konkreten Anweisungen

In dem Schreiben heißt es laut NIUS, dass Angriffe auf die Infrastruktur der Deutschen Bahn im Zusammenhang mit der Aktionswoche „nicht auszuschließen“ seien. Die Bahn selbst wird in dem Aufruf zwar nicht ausdrücklich als Ziel genannt, doch das Sicherheitsmanagement sieht Grund zur Vorsicht: Die Bahn betreibt einen wesentlichen Teil der kritischen Infrastruktur Deutschlands, und ihre Schienen werden auch für Militärtransporte genutzt.

  • Verdächtige Personen und (Spontan-)Demonstrationen im Umfeld von Bahnanlagen melden
  • Auf offene Kabelkanäle, Manipulationen und ungewöhnliche Gegenstände achten
  • Sicherheits- und Überwachungstechnik funktionsfähig halten
  • Bei Gefahr in Verzug sofort die Polizei alarmieren

Die Deutsche Bahn selbst wollte sich zu dem internen Dokument nicht äußern. Auf Anfrage hieß es lediglich, dass man zu internen Dokumenten grundsätzlich keine Stellung nehme, wie Apollo News berichtet.

Aufruf aus der linksextremen Szene

Der anonyme Aufruf wurde auf der linksextremistischen Plattform Kontrapolis veröffentlicht – NIUS nennt den 15. Juni, krisenradar.org den 17. Juni als Datum. Er kündigt die Aktionswoche bundesweit an und richtet sich gegen „den deutschen Staat“. Zu den möglichen Zielen zählen Gefängnisse, Regierungsbehörden, Jobcenter, Polizeireviere, Kasernen und Ausländerämter.

Für die Bahn besonders relevant: Die Verfasser stellen zivile Infrastruktur in einen Zusammenhang mit militärischer Logistik. Züge seien für den Transport von „Truppen, Waffen, Ressourcen und Gefangenen“ über große Entfernungen von entscheidender Bedeutung, wie krisenradar.org schreibt. Die abschließende Parole lautet: „Deutschland muss sterben, damit wir leben können“.

Chronologie der Ereignisse

Eskalation vor der Landtagswahl

  1. 15./17. Juni 2026
    Anonymer Aufruf veröffentlicht

    Auf Kontrapolis und Indymedia erscheint der Aufruf zur „Aktionswoche gegen den deutschen Staat“.

  2. 25. August 2026
    DB InfraGO verschickt Warnung

    Internes Sicherheitsschreiben an Beschäftigte mit konkreten Verhaltensanweisungen.

  3. 1. September 2026
    Medien berichten

    Junge Freiheit, Apollo News und krisenradar.org machen die Warnung öffentlich.

  4. 6. September 2026
    Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

    Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte stimmen ab; AfD könnte stärkste Kraft werden.

  5. 7.–13. September 2026
    Angekündigte Aktionswoche

    Zeitraum, für den die Bahn zu erhöhter Wachsamkeit aufruft.

Sicherheitsbehörden nehmen Bedrohung ernst

Laut dem DB-Schreiben wird der Aufruf vom Bundeskriminalamt „als authentisch eingeschätzt“, wie ad-hoc-news.de meldet. Die Sicherheitsbehörden nähmen die Drohungen ernst, zumal die Schieneninfrastruktur in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel von Sabotageakten war.

Statistiken des rbb und der tagesschau belegen, dass politisch motivierte Straftaten gegen die Verkehrsinfrastruktur überwiegend dem linken Spektrum zugeordnet werden: Von 2022 bis 2024 wurden 776 Fälle erfasst, knapp 70 Prozent davon im Phänomenbereich „links“, wie die tagesschau berichtet. Sicherheitsexperten warnen, dass öffentliche Aufrufe dieser Art als ideologische Vorlage für autonome Kleingruppen oder Einzeltäter dienen können. Erst im Juli bekannte sich die linksextreme Gruppe „Angry Birds“ zu einem Brandanschlag auf die Bahnstrecke Köln-Düsseldorf. Bundesinnenminister Dobrindt stuft die Bedrohungslage als „hoch“ ein.

Landtagswahl als Auslöser

Der Aufruf nimmt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September als Auslöser. Die JUNGE FREIHEIT rahmt die Meldung mit dem Szenario, die AfD könne in Sachsen-Anhalt erstmals eine Regierung stellen. Die Verfasser stellen einen möglichen AfD-Wahlerfolg in den Mittelpunkt: Unabhängig vom Ergebnis würden „Faschisten in noch mächtigere Positionen kommen“, wie jungefreiheit.de schreibt.

AfD-Landeschef Martin Reichardt forderte die Bundesregierung auf, angesichts der Terrorankündigungen entschlossen zu handeln. Er betonte die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen für die Sicherheit der Bürger und die Integrität der staatlichen Ordnung, wie ad-hoc-news.de meldet.

Was droht ab dem 7. September?

Ab dem 7. September beginnt die angekündigte Aktionswoche. Die Bahn hat ihre Beschäftigten zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen – offen bleibt, ob es tatsächlich zu Anschlägen kommt. Sicherheitsbehörden und Bahn bereiten sich auf mögliche Störungen im Schienennetz vor. Einzelne Täter oder Kleingruppen könnten sich durch den Aufruf ermutigt fühlen.