F-4 Phantom stürzt bei Athens Flying Week ab – beide Piloten tot
Bild: KI-generiert
Flugshow-Drama

F-4 Phantom stürzt bei Athens Flying Week ab – beide Piloten tot

Bei der Athens Flying Week in Tanagra ist ein Kampfjet vom Typ F-4E Phantom II abgestürzt. Beide Piloten kamen ums Leben, unter den Zuschauern gab es keine Verletzten.

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Ein F-4E Phantom II der griechischen Luftwaffe ist am Samstag während der Athens Flying Week abgestürzt. Beide Piloten kamen ums Leben. Der Kampfjet der 338. Staffel des 117. Kampfgeschwaders verunglückte gegen 14:55 Uhr Ortszeit bei einer Vorführung auf dem Luftwaffenstützpunkt Tanagra, rund 55 bis 60 Kilometer nördlich von Athen, vor Tausenden Zuschauern.

Die Maschine verlor während eines Manövers in niedriger Höhe plötzlich an Höhe, kippte in einer Rechtskurve ab und schlug auf einem Feld außerhalb des östlichen Endes der Landebahn auf. Die Phantom zerbrach beim Aufprall und explodierte; dichter schwarzer Rauch stieg auf. Teile der Maschine trafen eine nahegelegene Industrieanlage, das Feuer griff auf umliegende Feld- und Waldflächen über.

Die beiden Besatzungsmitglieder, die Leutnante I.M. und D.P., konnten nur tot geborgen werden. Die griechische Luftwaffe bestätigte am Abend offiziell den Tod der Offiziere. Unter den Zuschauern gab es keine Verletzten. Die Piloten hatten die Schleudersitze nicht betätigt; ersten, unbestätigten Berichten zufolge könnten sie versucht haben, die Maschine von bewohntem Gebiet wegzusteuern.

Absturz vor Tausenden Zuschauern

Wie Bericht des Fachportals The Aviationist zeigt, handelte es sich um einen F-4AUP mit der Kennung 01504. Die griechische Luftwaffe gehört zu den letzten Betreibern des legendären Kampfjets und verfügte zuletzt über 17 Maschinen dieses Typs. Der Jet hatte noch am Vortag, dem 4. September, einen erfolgreichen Probenflug im Rahmen des Medientags absolviert.

Nach dem Absturz löste ein Großbrand aus. Nach Angaben der Feuerwehr waren 85 Feuerwehrleute, 23 Fahrzeuge sowie 11 Löschflugzeuge und -hubschrauber im Einsatz. Über die Notrufnummer 112 wurde eine Warnung an die Bevölkerung der Umgebung versandt; die Polizei sperrte zeitweise eine Zufahrt zur Autobahn Athen – Lamia und eine Provinzstraße bei Oinoi.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis äußerte sich tief betroffen. Er sprach den Angehörigen sein Beileid aus und erinnerte an die alltäglichen Gefahren, denen griechische Piloten ausgesetzt sind.

The sense of grief is widespread, and our thoughts are with the families of the two pilots we lost. It is a reminder of the daily danger faced by Greece's aviators, who remain on constant standby to protect Greece's skies.
Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident von Griechenland

Untersuchung und Trauer

Verteidigungsminister Nikos Dendias brach seinen Besuch der Internationalen Messe in Thessaloniki ab und kehrte nach Athen zurück. Er ordnete eine dreitägige Militärtrauer bis Montag an. Der zyprische Verteidigungsminister Vasilis Palmas sprach Dendias sein Beileid aus.

Die Luftwaffe setzte einen Ausschuss zur Untersuchung der Unfallursache ein. Die Veranstalter brachen die Flugschau sofort ab; die übrigen Veranstaltungen des Wochenendes wurden gestrichen und das Gelände evakuiert.

Wie Bericht der Kathimerini über die Traueranordnung zeigt, lag die Absturzstelle etwa 3 Seemeilen südöstlich des Militärflugplatzes. Die Athens Flying Week findet seit zwölf Jahren jährlich im September statt; nach Angaben der Organisatoren war es der erste Unfall in der Geschichte der Veranstaltung.

Chronologie des Unglücks

Der Ablauf des Unglücks lässt sich anhand der Berichte wie folgt rekonstruieren: Am 4. September absolvierte die Maschine noch einen erfolgreichen Probenflug. Am 5. September gegen 14:55 Uhr stürzte sie ab.

Die Ereignisse im Überblick

  1. 4. September 2026
    Erfolgreicher Probenflug

    Die später abgestürzte F-4 Phantom absolviert beim Medientag der Athens Flying Week einen problemlosen Flug.

  2. 5. September 2026, ca. 14:55 Uhr
    Absturz während der Vorführung

    Der F-4E Phantom II verliert an Höhe, stürzt ab und explodiert. Feuer greift auf Industrie- und Waldgebiet über.

  3. 5. September 2026, Nachmittag
    Großeinsatz der Rettungskräfte

    Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste sind im Einsatz. Über die Notrufnummer 112 wird die Bevölkerung gewarnt, Straßen werden gesperrt.

  4. 5. September 2026, Abend
    Bestätigung der Todesopfer

    Die beiden Piloten werden tot geborgen. Die griechische Luftwaffe bestätigt offiziell den Tod der Leutnante I.M. und D.P.

Erst kürzlich starben bei einem tödlichen Absturz in den Attersee ebenfalls zwei Menschen. Die Ermittlungen zur Unfallursache in Tanagra dauern an.