No Angels tragen „FCK AFD“-Shirts beim Glücksgefühle-Festival
Bild: KI-generiert
Nach Alphaville-Eklat

No Angels tragen „FCK AFD“-Shirts beim Glücksgefühle-Festival

Nach dem Wirbel um Alphavilles Ausladung setzen die No Angels ein deutliches Zeichen: Beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring treten sie in T-Shirts mit der Aufschrift „FCK AFD“ auf und betonen: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

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Es war der letzte Sommerauftritt der No Angels – und er wurde zum deutlichsten politischen Statement des Festivals: Am Samstagabend traten Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls beim „Glücksgefühle“-Festival am Hockenheimring in T-Shirts mit der Aufschrift „FCK AFD“ auf. Laut der Meldung über den Auftritt der No Angels sagten sie auf der Bühne: „Wir stehen für Vielfalt, für Gleichheit, für freie Liebe. Uns ist eines wichtig: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

In einer Instagram-Story hatten sich die vier Sängerinnen zuvor backstage gefilmt – bereits in den Shirts. Jessica Wahls kündigte darin an: „Gleich geht’s auf die Bühne. Aber jetzt erst mal mit Statement.“

Ihr Lieben, gleich geht's auf die Bühne. Unser letztes Konzert in diesem Sommer, im Winter haben wir noch unser Weihnachtskonzert. Aber jetzt erst mal mit Statement.
Jessica Wahls, Sängerin der No Angels

Der Auftritt folgte unmittelbar auf den Wirbel um Alphaville. Deren Auftritt beim selben Festival war zunächst abgesagt worden, nachdem sich die Band um Frontmann Marian Gold (72) bei einem vorherigen 80er-Jahre-Festival gegen die AfD und rechtsradikale Tendenzen positioniert hatte.

Der Alphaville-Eklat als Auslöser

Alphaville machte die Absage am Mittwoch öffentlich. Marian Gold sprach von einem „Maulkorberlass“ und nannte die Ausladung einen „feindseligen und vollkommen unnötigen Akt“. Wie aus dem Tagesschau-Bericht über die Ausladung hervorgeht, löste der Vorgang breite Empörung aus.

Veranstalter Markus Krampe (55) ruderte zurück, bezeichnete die Entscheidung als Fehler und lud die Band wieder ein. Alphaville verzichtete dennoch auf den Auftritt; die Gage des geplatzten Auftritts soll an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden.

Lukas Podolski (41), Mitveranstalter des Festivals, stellte sich hinter seinen Partner, warnte aber zugleich davor, ihn politisch zu vereinnahmen oder zu beleidigen.

Die Chronologie des Eklats

Der Streit um Alphaville und das Festival-Wochenende

  1. 2. September 2026
    Alphaville macht Absage öffentlich

    Marian Gold spricht von „Maulkorberlass“ und nennt die Ausladung feindselig.

  2. 3. September 2026
    Veranstalter entschuldigt sich

    Markus Krampe lädt Alphaville wieder ein; die Band lehnt den Auftritt ab.

  3. 3. September 2026
    Glücksgefühle-Festival beginnt

    Bis 6. September, rund 250.000 Besucher erwartet, ausverkauft.

  4. 5. September 2026
    No Angels treten auf

    Gegen 19.30 Uhr zeigen sie „FCK AFD“-Shirts und ihr Statement.

Das politische Festival-Wochenende

Nach dem Alphaville-Eklat positionierten sich zahlreiche Acts. DJ Felix Jaehn rief „Willkommen auf der politischen Veranstaltung“, Culcha Candela nannten das Festival „zum politischsten Festival Deutschlands“ geworden, und Mark Forster bezeichnete „Forever Young“ als „Nationalhymne Hockenheims“.

Die No Angels setzten mit ihren „FCK AFD“-Shirts das deutlichste visuelle Zeichen – ohne expliziten Bezug auf Alphaville. Das Motiv ist auf Festivals nicht neu: Beim Wacken Open Air musste eine Besucherin ihren FCK-AFD-Aufnäher am Einlass entfernen.

Die AfD wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft. Die No Angels stellten mit ihrem Auftritt die vom Veranstalter anfangs vertretene Linie einer „unpolitischen“ Bühne infrage.

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Mit ihrem Auftritt stellten die No Angels die vom Veranstalter anfangs vertretene Linie einer „unpolitischen“ Bühne deutlich infrage.