Nach dem Tod von König Harald V. übernimmt sein Sohn den Thron und ein geheimes Millionenvermögen. Doch der Palast gehört dem Staat – und Haakons Start ist von Skandalen überschattet.
Mit dem Tod von König Harald V. (89) am 28. August 2026 erbt sein Sohn nicht nur die Krone, sondern auch ein geheimes Millionenvermögen. Doch zwischen privaten Millionen und staatlichem Eigentum klafft ein Widerspruch, der Haakon VIII. (53) von der ersten Stunde an begleitet.
Schätzungen zum Privatvermögen der norwegischen Königsfamilie
Angaben in Millionen Euro – die tatsächliche Höhe hält der Hof geheim
Quelle: Forbes, OE24, Vermögen Magazin
Was privat ist – und was dem Staat gehört
Der Großteil des königlichen Glanzes gehört nicht Haakon, sondern dem norwegischen Staat. Das Königliche Schloss in Oslo, das Krongut Bygdøy und das Sommerschloss Oscarshall stehen im Staatseigentum und werden der Familie nur zur Nutzung überlassen. Auch Krone, Zepter und Reichsapfel liegen in staatlichen Sammlungen.
Kongsseteren, ein Holzhaus in Oslo
Prinsehytta in Sikkilsdalen
Sommerhaus Mågerø auf Tjøme
Gutshof Skaugum bei Asker – Haakons Wohnsitz und wertvollste Einzelposition
Dazu kommt die Königsyacht Norge. Das Schiff wurde 1947 gekauft und gehört dem König persönlich, wird aber von der norwegischen Marine betrieben. Ein Teil des Erbes ist bereits verteilt: Das Ferienanwesen auf Hankø überschrieb Harald 2001 seiner Tochter Märtha Louise als Vorschuss auf den Erbteil.
Steuergelder für Apanage und Särge
Neben dem Privatvermögen fließen staatliche Gelder: Für 2025 bewilligte das Storting laut Nettavisen eine Apanage von 27 Millionen Euro – 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon waren 1,3 Millionen für Harald und Sonja sowie 1,1 Millionen für Haakon und Mette-Marit vorgesehen. Die genaue Verwendung bleibt im Hofbudget verborgen.
Selbst die Särge von Harald und seiner Frau Sonja wurden aus Staatsmitteln finanziert. Wie die schwedische Zeitung Svensk Damtidning unter Berufung auf den Staatshaushalt berichtete, standen dafür rund 1,8 Millionen Euro bereit. Diese Ausgaben sind Teil der staatlichen Fürsorge für das Königshaus – eine Position, die Kritiker regelmäßig in Frage stellen.
Haakons Erbe ist belastet
Haakon VIII. tritt sein Amt in einer familiären Krise an. Seine Frau, Königin Mette-Marit (53), steht wegen früherer Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in der Kritik. Ihr Sohn Marius Borg Høiby wurde im Juni 2026 wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt – Berufung eingelegt, Hausarrest mit Fußfessel. Er war dennoch einer der Sargträger, wie Bericht über Marius Borg Høibys Sargträgerrolle zeigt.
„society built on law and justice, where everyone is of equal value“
Haakon VIII., in seiner ersten Rede als König
Trotz der Skandale bleibt die Monarchie stabil: 72 Prozent der Norweger unterstützen sie, nur 20 Prozent wünschen eine Republik. Der neue König muss diesen Rückhalt nutzen, um die Glaubwürdigkeit des Hauses zu sichern.
Die Geschichte des Vermögens
Das Vermögen speist sich aus dem Erbe von Königin Maud, Haralds Großmutter. Bereits 2000 schätzte der NRK das Privatvermögen auf 10 bis 12 Millionen Euro – und berichtete, Geschäftsleute hätten die Reitkosten von Märtha Louise mitfinanziert. Die Dokumente belegen zudem, dass die königliche Familie im Zweiten Weltkrieg auf Staatskosten lebte.
Vom Krisenfonds zur geheimen Millionen-Erbschaft
1940
Krisenfonds in den USA
Die Exilregierung richtet bei der Federal Reserve Bank einen Fonds ein – heutiger Wert rund 2,7 Millionen Euro.
2000
NRK schätzt Vermögen
Das Privatvermögen Haralds wird auf 10 bis 12 Millionen Euro taxiert; die Reitkosten seiner Tochter lösen Debatten aus.
2001
Hankø an Märtha Louise
Harald überträgt das Ferienanwesen als Vorschuss auf den Erbteil an seine Tochter.
2015
Daily Mail: ärmster Monarch
Die britische Zeitung schätzt Haralds Privatvermögen auf 9,2 Millionen Euro – das niedrigste unter Europas Monarchen.
28.08.2026
Tod und Thronwechsel
Harald stirbt, Haakon wird unmittelbar König Haakon VIII. und erbt das geheime Vermögen.
09.09.2026
Staatsbegräbnis
Harald wird in der Festung Akershus beigesetzt – gesichert vom größten Polizeieinsatz der norwegischen Geschichte.