Maria Furtwängler jodelt bei „Inas Nacht“ – Premiere nach 19 Jahren
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Late-Night-Show

Maria Furtwängler jodelt bei „Inas Nacht“ – Premiere nach 19 Jahren

Zum ersten Mal seit dem Start 2007 ist bei „Inas Nacht“ gejodelt worden: Maria Furtwängler (59) und Ina Müller (61) stimmten im Hamburger „Schellfischposten“ an, Kneipenband und Wilhelmsburger Shantychor fielen ein. Für die oberbayerische Schauspielerin und Ärztin war es der erste Talk in der Hafenkneipe.

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Erstmals in der Geschichte von „Inas Nacht“ ist in der Hamburger Hafenkneipe „Zum Schellfischposten“ gejodelt worden – ausgelöst von einer Oberbayerin. Die Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler (59) und Gastgeberin Ina Müller (61) stimmten den Jodel an, zum ersten Mal seit dem Start der ARD-Show im Jahr 2007.

Die ARD zeigte die Ausgabe am Donnerstag, 10. September 2026, von 22:50 bis 23:50 Uhr im Ersten – Staffel 22, Folge 9, insgesamt Folge 224. Erster Gast war Furtwängler, als zweiter stieß Schauspieler Oliver Masucci hinzu. Nach übereinstimmender Darstellung mehrerer Redaktionen hatte es ein Jodeln in der Sendung bis dahin noch nie gegeben.

Instagram · @inasnacht

Der Gegensatz könnte kaum größer sein: Vor den Kneipenfenstern singt traditionell der Wilhelmsburger Shantychor „De Tampentrekker“, weil das Lokal selbst zu klein für die Musiker ist. Drinnen saß eine Frau, die in Oberbayern lebt. Die ARD machte die Jodel-Premiere selbst zum Thema ihrer Programmvorschau.

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Schon am Nachmittag geprobt

Dass die Einlage geplant war, verriet Müller selbst. Sie kündigte sie mit den Worten an: „Wir haben uns heute Nachmittag ja schon kurz im Schellfischposten getroffen und haben etwas geprobt.“ In der Vorschau auf die Sendung war davon nichts zu erkennen.

Zunächst präsentierten nur die beiden Frauen ihre Stimmen. Nach und nach stiegen laut dem Bericht von TAG24 über die Jodel-Premiere auch die Kneipenband und die Herren des Shantychors „De Tampentrekker“ mit ein.

Danach habe es „großen Applaus“ gegeben, Furtwängler lobte ihre Duettpartnerin mit dem Satz „Du bist begabt!“. Ob ihr Jodel-Talent mit der oberbayerischen Heimat zu tun hat, ließen die Berichte offen – dass sie dort lebt, machte sie in der Sendung selbst zum Thema. Musik gehört in der Kneipe ohnehin dazu: Erst wenige Tage zuvor hatte Danger Dans Lied über eine Augenerkrankung Ina Müller zu Tränen gerührt.

Hühner, Berge und ein Gletscher

Vorausgegangen war der Jodel-Einlage ein Gespräch, das zunächst um soziale Medien kreiste. Ein vorab veröffentlichter Ausschnitt der Sendung zeigt, wie Müller ihren Gast fragt, warum sie auf Instagram so wenig aktiv sei – immerhin seien dort gelegentlich ihre Hühner zu sehen. Furtwänglers Erklärung: „Das posten meine Hühner und nicht ich.“

In demselben Ausschnitt erkundigt sich Müller, ob „oben auf dem Berg“ gejodelt worden sei. Was dahintersteckte, blieb vor der Ausstrahlung offen. Danach löste sich der Kontext auf: Vor rund zehn Jahren bestieg Furtwängler den Kilimandscharo in Tansania – mit ihren Brüdern und ihrer Mutter, der Schauspielerin Kathrin Ackermann, die damals 77 Jahre alt war.

Auslöser der Tour war ein Gletscher, der den Namen ihrer Familie trägt. „Da oben gab es einen Furtwängler-Gletscher. Weil mein Großvater Walter Furtwängler der erste dort war, der mit Ski hochgegangen ist“, sagte Furtwängler. Die Familie habe den Gletscher besichtigen wollen, solange das noch möglich war. Heute sagt sie: „Ich glaube, mittlerweile ist er weggeschmolzen – dank Klimakrise.“

Selbstzweifel wegen der schönen Mutter

Ein zweiter großer Gesprächsstrang der Ausgabe waren Furtwänglers Selbstzweifel. Müller eröffnete das Thema mit einem Geständnis über die Attraktivität ihres Gastes – und über deren Mutter Kathrin Ackermann.

Ich finde dich sehr schön – aber deine Mama! Ich wollte immer aussehen wie deine Mama, als ich 14, 15 war.
Ina Müller, Moderatorin und Sängerin

Furtwängler bestätigte, ihre Mutter sei eine „wahnsinnig schöne Frau“ – und beschrieb, wie die berühmte Mutter ihre Selbstzweifel prägte. Schulkameradinnen hätten von der attraktiven berühmten Mutter geschwärmt. Ein Klassenkamerad habe über ihren ersten Freund gesagt: „Das ist dein Freund? Aber was will der denn mit dir?“

Solche Sätze hätten bei ihr die Überzeugung gefestigt, mit der Schönheit habe es nicht geklappt – dafür sei sie lustig und klug. Die Selbstzweifel begleiteten sie auch beruflich, wie sie in derselben Ausgabe schilderte: Sie sei lange unsicher gewesen, ob der Schauspielweg der richtige ist.

Vom Medizinstudium zur ARD-Serie

Über ihren Berufseinstieg sprach Furtwängler ebenfalls: Sie habe parallel eine Rolle angeboten bekommen und einen Medizinstudienplatz in Frankreich erhalten – und studierte und spielte gleichzeitig, in ihrer ersten Serie „Die glückliche Familie“ (ARD) als Katja Behringer, die älteste Tochter der Familie. Vor der Kamera habe sie sich damals nicht frei gefühlt: „So richtig frei bin ich nicht vor der Kamera.“

Sie sei „recht gehalten“ gewesen und „vielleicht bisschen gehemmt“, sagte sie. Selbst Kollegen hätten nicht an ihren Schauspielweg geglaubt – einer habe ihr geraten, lieber bei der Medizin zu bleiben. Den Namen nannte sie auf Müllers Nachfrage nicht, nur den Hinweis, die Person sei „auch schon einmal bei ‚Inas Nacht‘ zu Gast gewesen“.

Auf eine Bierdeckel-Frage aus dem Publikum, ob sie ihre eigenen „Tatort“-Folgen anschaue, antwortete Furtwängler mit Ja und sorgte bei Müller für Erstaunen: „Wirklich? Hältst du es aus?“ Furtwängler räumte ein, es sei „gar nicht so leicht, sich selbst zu gucken“ – sie sehe die Folgen mit Freunden, ihren Kindern und ihrer Mutter und diskutiere danach. Kurz darauf wird sie 60: Am Sonntag, 13. September 2026, startet um 20:15 Uhr im Ersten der „Tatort: König in Gelb“ – Maria Furtwänglers 60. Geburtstag mit Demenz-„Tatort“.

Masucci, Musik und eine Deutschlandpremiere

Als zweiter Gast stieß Schauspieler Oliver Masucci hinzu. Er erzählte von seiner Kindheit als Sohn deutsch-italienischer Gastronomen, von seiner Leidenschaft fürs Kochen und von einer internationalen Karriere, die ihn „kreuz und quer durch die Welt“ führt – unter anderem zu „Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse“.

Auch musikalisch gab es eine Premiere: Die britische Musikerin Paris Paloma präsentierte ihren Song „Labour“, der international zur feministischen Hymne geworden ist, erstmals im deutschen Fernsehen. Die deutsche Indie-Pop-Band Giant Rooks trat zum zweiten Mal bei „Inas Nacht“ auf. Für die norddeutsche Note sorgten wie immer „De Tampentrekker“ vor den Kneipenfenstern.

Die Kneipenwirtin „Frau Müller“ – nicht verwandt mit Ina Müller – versorgte die Gäste und das 14-köpfige Publikum, das bei den Bierdeckelfragen mitmacht. Die Folge ist in der ARD-Mediathek abrufbar, die Wiederholung am Samstag, 12. September 2026, um 23:40 Uhr im Ersten. Offen ist, ob das Jodeln eine einmalige Ausnahme bleibt – oder ob Ina Müller nun öfter ins Alpenfach greift.

Von der ersten Sendung bis zur Jodel-Premiere

  1. 2007
    Start von „Inas Nacht“ im Schellfischposten

    Die ARD-Late-Night-Show läuft erstmals in der Hamburger Hafenkneipe – bis September 2026 ohne Jodel-Einlage.

  2. 9. September 2026
    Vorschau-Ausschnitt zur Folge

    Zu sehen ist, wie Ina Müller ihren Gast nach deren Instagram-Abstinenz und danach fragt, ob „oben auf dem Berg“ gejodelt worden sei.

  3. 10. September 2026
    Erstausstrahlung im Ersten

    22:50 bis 23:50 Uhr: erste Jodel-Einlage der Sendegeschichte, Band und Shantychor steigen ein. Gäste: Maria Furtwängler, Oliver Masucci, Paris Paloma und Giant Rooks.

  4. 11. September 2026
    Medienberichte zur Ausgabe

    Mehrere Redaktionen berichten über die geprobte Jodel-Einlage und die Kilimandscharo-Geschichte.

  5. 12. September 2026
    Wiederholung um 23:40 Uhr

    Das Erste zeigt die Folge erneut, parallel bleibt sie in der ARD-Mediathek abrufbar.

  6. 13. September 2026
    60. Geburtstag und neuer „Tatort“

    Maria Furtwängler wird 60; zugleich startet der „Tatort: König in Gelb“ um 20:15 Uhr die neue Sonntagskrimi-Saison.