Mimi Fiedler (51) wird an diesem Freitag 51 Jahre alt. Die Berichte über ihren Geburtstag aber handeln von einem Mann, von dem sie seit 16 Jahren getrennt ist.
Zwei Porträts des Tages greifen dasselbe Thema auf: ihre sieben Jahre mit dem Schauspieler Mišel Matičević. Wie t-onlines Rückschau auf die sieben Jahre mit Matičević festhält, lief die Beziehung von 2003 bis 2010 – sie war 28, er 33, gemeinsame Kinder gab es nicht.
Der Widerspruch steckt in der Sache selbst: Matičević hält sein Privatleben bis heute strikt aus der Öffentlichkeit heraus. Nur die Beziehung zu Fiedler, so heißt es in der Rückschau, erfreute sich in den Medien großer Beliebtheit – und wird an ihrem 51. Geburtstag erneut aufgerufen.
Sieben Jahre, leise beendet
Kennengelernt haben sich die beiden wahrscheinlich am Set, in einem beruflichen Kontext – beide standen damals bereits regelmäßig vor der Kamera. Wo genau es passierte, ist nicht dokumentiert.
Die Trennung 2010 verlief leise, ohne öffentliches Zerwürfnis. Aus Fiedlers Umfeld hieß es damals, man habe sich durch berufliche Verpflichtungen und Reisetätigkeit auseinandergelebt.
Die deutsche Ausgabe von Gentside/Ohmymag verknüpft das Ende der Beziehung am selben Tag ausdrücklich mit dem Geburtstag: An diesem Tag erinnere sich das Publikum wieder daran, mit wem Fiedler ihre wichtigen Dreißiger verbrachte.
Drei Namen, ein Lebenslauf
Geboren wurde sie am 11. September 1975 als Miranda Čondić-Kadmenović in Split, damals Jugoslawien, heute Kroatien. Mit zwei Jahren kam sie nach Deutschland und wuchs als Tochter kroatischer Gastarbeiter in Liederbach am Taunus auf.
1992 machte sie an der Eichendorffschule in Kelkheim (Taunus) Abitur, nahm ein Literaturwissenschaftsstudium auf und brach es ab. 1996 begann sie am Laienclub des Frankfurter Schauspielhauses, unter anderem als Maria in der „West Side Story“.
Auf Anraten ihrer Agentin legte sie den schwer aussprechbaren Geburtsnamen ab und nannte sich nach ihrem Urgroßvater Miranda Toma. Nach der Hochzeit 2000 hieß sie Miranda Leonhardt, seit 2012 Mimi Fiedler – Spitzname plus Nachname ihrer damaligen Jugendliebe, wie der Wikipedia-Eintrag zu ihrer Biografie auflistet.
Stationen von Mimi Fiedler
- 11. September 1975Geburt in Split
Sie kommt als Miranda Čondić-Kadmenović zur Welt, damals in Jugoslawien.
- 1992Abitur und Studienabbruch
Nach dem Abitur in Kelkheim beginnt sie ein Literaturwissenschaftsstudium, das sie nicht beendet.
- 2000Erste Heirat
Sie nimmt den Künstlernamen Miranda Leonhardt an.
- 2002Tochter Ava Luna
Die Geburt fällt in den Februar, im selben Jahr folgt die Scheidung.
- 2003 – 2010Sieben Jahre mit Mišel Matičević
Die Beziehung endet leise, ohne öffentliches Zerwürfnis.
- 2008 – 201821 Folgen Stuttgarter Tatort
Als Kriminaltechnikerin Nika Banovic an der Seite von Richy Müller und Felix Klare.
- 2019Heirat mit Otto Steiner
Im selben Jahr wird Fiedler trockene Alkoholikerin.
Debüt mit Götz George, Abschied vom Tatort
Ihr Filmdebüt gab sie 1998 im Kurzfilm „Zita – Geschichten über Todsünden“, der beim Internationalen Filmfestival des Jungen Films in Turin einen Spezialpreis der Jury erhielt, und im Kinofilm „Solo für Klarinette“ an der Seite von Götz George und Corinna Harfouch.
Einem breiteren Publikum wurde sie 2005 bis 2007 als Frenzy in der Serie „Alles außer Sex“ bekannt. Ihre bekannteste Rolle blieb die der Kriminaltechnikerin Nika Banovic im Stuttgarter SWR-„Tatort“, die sie von 2008 bis 2018 in 21 Folgen spielte.
2018 stieg sie aus der erfolgreichsten Rolle ihrer Karriere aus. Ihre Begründung lautet:
„Ich habe gemerkt, dass ich mittlerweile aus der Rolle herausgewachsen bin.“
Danach kamen „Kokowääh“ (2011) mit Til Schweiger, „Mann tut was Mann kann“ (2012), 2015 in 96 Folgen von „Unter uns“, 2019/2020 als Schwester Nora in „Nachtschwestern“ sowie „Rabenmütter“ (2016 – 2020). 2009 und 2016 stand sie für den „Playboy“ vor der Kamera.
Mit 14 begann die Sucht, seit 2019 ist sie trocken
2020 machte Fiedler öffentlich, dass sie nach einer Trennung in ein tiefes Loch gefallen war: Burn-out, finanzielle Probleme, eskalierende Alkoholsucht. Laut eigener Darstellung begann der Alkoholmissbrauch mit 14 Jahren, die Abhängigkeit dauerte rund 30 Jahre.
Bereits 2010 war ihr wegen Trunkenheit im Verkehr der Führerschein entzogen worden, damals besuchte sie erste Sitzungen der Anonymen Alkoholiker. Seit 2019 ist sie trocken; im August 2026 beging sie ihren achten alkoholfreien Jahrestag – acht Jahre ohne Alkohol und ein klargestelltes Gin-Gerücht.
Ihrer Ziehtochter Anna habe sie es zu verdanken, dass sie in einer kritischen Phase nicht zur Flasche griff. Wie präsent die Sucht bleibt, beschreibt sie drastisch:
„Es war wie eine Keule, die auf mich eingedroschen ist von hinten. Der Saufdruck war einfach wieder da, wie ein ungebetener Gast.“
Dieses Bild passt schlecht zu dem Etikett „zufriedener denn je“, das die Geburtstagsporträts ihr anheften. Über ihren Zustand sagt sie selbst: „Ich bin immer noch süchtig. Meine Alkoholsucht ist nicht überwunden.“ Ihre vier Bücher, darunter der SPIEGEL-Bestseller „Trinkerbelle: Mein Leben im Rausch“ (2023), lesen sich als Gegenentwurf zur Heilungsgeschichte.
Ein Single in Frankfurt, der weiter erzählt
Fiedler lebt in Frankfurt am Main. Sie arbeitet als Autorin, fotografiert, ist als Moderedakteurin tätig und gibt nach eigenen Angaben inzwischen Wut-Seminare. In Podcasts wie „Lose Luder“ mit Désirée Nick spricht sie offen über ihr Liebesleben – und nannte dort auch Matičević namentlich.
Ihre Beziehungsgeschichte nach den drei Namen: 2000 Heirat, im Februar 2002 Tochter Ava Luna, im selben Jahr die Scheidung. 2014 bis 2017 war sie mit dem Schauspieler Bernhard Bettermann zusammen, Verlobung Oktober 2016, Trennung September 2017. Ab Oktober 2017 folgte die Beziehung mit dem TV-Produzenten und Sportfunktionär Otto Steiner, Heirat Januar 2019, Trennung November 2023, Scheidung März 2025. Laut BILD geht sie seither als Single durch die Welt.
Nach einer Auszeit auf einer Finca nahe Andratx und finanziellen Einschnitten nach der Trennung beschreiben die aktuellen Porträts sie als zufriedener denn je. Für Gentside steht der 51. Geburtstag für eine Frau, die Höhen und Tiefen kennt.
Am Freitag wird Mimi Fiedler 51. Ob die nächsten Berichte über sie von 21 Tatort-Folgen, vier Büchern und ihrer Suchtgeschichte handeln – oder erneut von einer Beziehung, die 2010 endete, entscheidet sich mit der nächsten Schlagzeile.
