Durek Verrett zeigt sich kurz nach Nierentransplantation in Oslo
Bild: KI-generiert
Nierentransplantation

Durek Verrett zeigt sich kurz nach Nierentransplantation in Oslo

Nur zwei Wochen nach einer Nierentransplantation sitzt Durek Verrett im Osloer Dom – obwohl Nierenmediziner zuvor gewarnt hatten, Menschenmengen in Innenräumen zu meiden. Vor der Domkirche muss der Schamane beim Aussteigen aus dem Auto gestützt werden.

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Zwei Wochen nach einer Nierentransplantation ist Durek Verrett (51) am Mittwoch beim Staatsbegräbnis von König Harald V. aufgetreten – obwohl Ärzte genau davor gewarnt hatten. Der Ehemann von Prinzessin Märtha Louise (54) saß im Osloer Dom, obwohl sein Immunsystem durch Medikamente unterdrückt wird und Menschenmengen in Innenräumen für ihn zum Infektionsrisiko werden.

Am 9. September 2026 wurde König Harald V. in Oslo zu Grabe getragen – das erste Begräbnis eines norwegischen Monarchen seit Olav V. 1991.

Verrett lag da erst zwei Wochen nach seiner Nierentransplantation im Osloer Rikshospitalet. Vor der Domkirche musste er beim Aussteigen aus dem Auto gestützt werden, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur NTB berichtete; er kam gegen 12.30 Uhr mit Märtha Louises Töchtern, nicht an der Seite seiner Frau.

Transplantation, dann der Tod des Königs

Verrett leidet seit vielen Jahren an einer schweren Nierenerkrankung. Er war jahrelang dreimal pro Woche auf die Dialyse angewiesen, sprach 2025 in der Netflix-Dokumentation „Rebel Royals“ über seine Nierenprobleme und hatte nach eigenen Angaben schon früher eine Spenderniere verloren.

Von der Transplantation zum Staatsbegräbnis

  1. 26. August 2026
    Nierentransplantation wird bekannt

    Durek Verrett wird im Osloer Rikshospitalet operiert; nach Angaben der Familie verläuft der Eingriff erfolgreich.

  2. 28. August 2026
    König Harald V. stirbt

    Der 89-jährige Monarch stirbt im Rikshospitalet; sein Sohn wird als Haakon VIII. neuer König.

  3. 3. September 2026
    Ärzte warnen vor der Teilnahme

    Oberarzt Ivar Anders Eide erklärt im norwegischen TV 2, das Infektionsrisiko sei nach einer Transplantation besonders in vollen Innenräumen hoch.

  4. 7. September 2026
    Verrett weiter in Behandlung

    Der Schamane liegt noch im Rikshospitalet, Märtha Louise tritt ohne ihn auf.

  5. 8. September 2026
    Sichtung vor dem Schloss

    Gegen 19.15 Uhr werden Verrett und Märtha Louise auf dem Weg zum Dinner für die Trauergäste gesehen.

  6. 9. September 2026
    Staatsbegräbnis in Oslo

    Verrett kommt gegen 12.30 Uhr mit Märtha Louises Töchtern an der Domkirche an und muss beim Aussteigen gestützt werden.

Der Tod und Trauer in Norwegen fielen mitten in Verretts Genesung. Der 89-jährige Monarch starb am 28. August im Rikshospitalet – in derselben Klinik, in der der Schamane nach dem Eingriff lag. Märtha Louise hatte damals Ehemann und Vater gleichzeitig im Krankenhaus.

Nach der Operation erklärte Verrett, er habe nirgends sonst „die Wärme, das Mitgefühl und die Menschlichkeit“ erlebt wie bei den Ärztinnen und Pflegern in Norwegen, besonders am Drammen Hospital. Sie seien „meine kleinen Engel“ in einer sehr schwierigen Zeit gewesen. Gemeinsam mit Märtha Louise dankte er dem Organspender und kündigte an, sich künftig für die Aufklärung über Organspende einzusetzen.

Die Warnung der Nierenmediziner

Am 3. September untersuchte der norwegische Sender TV 2 die Frage, ob Verrett überhaupt teilnehmen kann. Befragt wurde Ivar Anders Eide, Oberarzt der Nierenabteilung am Akershus universitetssykehus. Gerade die erste Phase nach einer Transplantation sei sensibel, sagte er, und die Medikamente gegen die Abstoßung erhöhten das Risiko für Komplikationen.

Was wir tun sollten, ist, keinerlei Erwartungen daran zu haben, dass er es schafft, an der Beisetzung teilzunehmen. Denn das wäre völlig unvernünftig.
Ivar Anders Eide, Oberarzt der Nierenabteilung am Akershus universitetssykehus

Der Oberarzt verwies darauf, dass Verrett angewiesen werde, bei Kontakten mit anderen Menschen das Infektionsrisiko zu berücksichtigen – „besonders bei großen Menschenmengen und in Innenräumen“. Genau diese Bedingungen herrschten am 9. September im Osloer Dom, wo sich die Königsfamilie, internationale Royals und Staatsgäste versammelten.

Hinzu kam die körperliche Belastung. Eine mehrstündige Trauerfeier sei nach einem solchen Eingriff sehr anstrengend, sagte Eide. Und die persönliche Situation, der Tod des Schwiegervaters, sei offensichtlich eine große Belastung für Verrett und seine Familie.

Der Umschwung am Vorabend

Noch am Montag, dem 7. September, wurde Verrett im Rikshospitalet behandelt. Bei den öffentlichen Abschiedsmomenten nach dem Tod des Königs hatte er seine Frau nicht begleiten können; Märtha Louise war ohne ihn aufgetreten.

Das erste Signal kam am Dienstagabend: Gegen 19.15 Uhr wurden Verrett und Märtha Louise im Auto auf dem Weg zum Königlichen Schloss gesehen, das Magazin „Se og Hør“ veröffentlichte ein Foto des Paares. Offenbar war er rechtzeitig entlassen worden, um am Dinner teilzunehmen, zu dem der neue König Haakon und Königin Mette-Marit am Vorabend der Beisetzung internationale Trauergäste geladen hatten.

Der Tag der Beisetzung

Am Morgen des 9. September trafen Märtha Louise und Verrett gegen 8.30 Uhr auf dem Königlichen Schloss ein. TV 2 fotografierte das Paar im Auto, norwegische Medien bestätigten die Ankunft des Paares am Königlichen Schloss.

Märtha Louise nahm am offiziellen Trauerzug vom Königlichen Schloss zur Domkirche teil. In Schwarz lief sie hinter dem Sarg ihres Vaters, der mit der königlichen Standarte und weißen Blumen bedeckt war, gemeinsam mit ihrem Bruder, dem neuen König Haakon VIII., Kronprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus.

Königin Sonja und Königin Mette-Marit folgten in einem königlichen Wagen; Mette-Marit erholte sich von einer Lungentransplantation und hatte deshalb schon den Trauergottesdienst für Harald verpasst.

In der Kirche saß das Paar in der zweiten Reihe, hinter Königin Sonja, König Haakon, Königin Mette-Marit und deren Kindern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus. Aufnahmen aus dem Gottesdienst zeigen Verrett weinend. Als Ehemann der Prinzessin gehört er nicht zum offiziellen Trauerzug und trägt keinen royalen Titel; Märtha Louise hatte 2022 ihre offiziellen royalen Aufgaben abgegeben.

Wie sein Auftritt bewertet wird

In Norwegen war die Frage vorab als Gesundheitsfrage diskutiert worden. Die Königshaus-Expertin Caroline Vagle von „Se og Hør“ sagte, sie habe keinen Zweifel, dass Verrett dabei sein wolle, um sich von Harald zu verabschieden und seine Frau zu unterstützen. Entscheidend sei aber, ob die Ärzte eine Teilnahme für vertretbar hielten.

Die frühere Hofmitarbeiterin Tove Taalesen betonte, unter normalen Umständen wäre die Abwesenheit von Haralds Schwiegersohn bemerkenswert gewesen. Nach einer frischen Transplantation sei jedoch seine gesundheitliche Situation der entscheidende Faktor.

Verrett selbst hatte seinen Schwiegervater in einer Instagram-Story als „Papa“ verabschiedet. In der norwegischen Zeitung Aftenbladet erklärte er, er habe seine Schwiegereltern immer Mama und Papa genannt: „In afrikanischer Tradition werden die Eltern des Partners zu deinen Eltern, sobald du Teil der Familie wirst. Das ist ein Zeichen von Liebe, Nähe und Respekt.“

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Wie Verrett die Strapazen des Tages verkraftet hat, ist nicht bekannt. Ob er beim nächsten öffentlichen Auftritt der Königsfamilie dabei sein wird, ist offen – den Takt gibt der Verlauf seiner Genesung vor.