Cody Walker (38) will seinen Bruder Paul Walker kein zweites Mal vor die Kamera bringen. Im Finale der „Fast & Furious„-Reihe werde er nicht erneut als Double für den 2013 verunglückten Schauspieler einspringen, sagte er dem US-Magazin Entertainment Weekly. Cody Walker: „Ich hätte kein Interesse daran, das noch einmal zu machen.“
Damit steht er gegen Vin Diesel (59). Der Hauptdarsteller drängt seit Jahren öffentlich auf ein Wiedersehen seiner Figur Dominic Toretto mit Brian O'Conner – und machte die Rückkehr des von Paul Walker gespielten Ermittlers zur Bedingung für das Finale.
Die Grundsatzfrage schiebt Cody Walker an eine einzige Person weiter, an Pauls Tochter Meadow Walker (27): „Meine Haltung ist: Es geht darum, was Meadow will; es ist ihr Vater." Wer entscheidet, ob Brian O'Conner ein letztes Mal auftaucht, ist damit benannt – und es ist nicht Vin Diesel.
Vin Diesel nennt drei Bedingungen
Diesel hatte 2025 im Gespräch mit Vanity Fair erklärt, er habe die letzte „Fast & Furious"-Produktion nur unter drei Bedingungen mit dem Studio vereinbart: Rückkehr des Franchise nach Los Angeles, Rückkehr zur Auto- und Straßenrenn-Kultur – und das Wiedersehen von Dom und Brian O'Conner. Ursprünglich hatte das Studio einen Start im April 2027 angefragt.
„Das Studio sagte zu mir: „Vin, können wir bitte das Finale von Fast & Furious im April 2027 haben?„ Ich sagte: „Unter drei Bedingungen.“ Die erste ist, das Franchise zurück nach L.A. zu bringen. Die zweite war die Rückkehr zur Autokultur, zum Straßenrennen. Die dritte war die Wiedervereinigung von Dom und Brian O'Conner. Das ist es, was ihr im Finale bekommen werdet.“
Cody Walker weiß nach eigener Aussage nicht, was davon konkret geplant ist. Er stand 2025 bei der Fan-Veranstaltung FuelFest neben Diesel auf der Bühne, als dieser das Finale ankündigte. „Ich habe keine Ahnung, was mich dort erwartet. Ich habe mit Vin gesprochen, und bei diesem ganzen Prozess wird er sehr ätherisch; es ist viel Gewicht dabei."
Dass Ankündigung und Produktionswirklichkeit auseinanderliegen können, deutete sich bereits an: Vin Diesel verspricht Brian-Comeback, Universal bremst.
Die Entscheidung liegt bei Meadow Walker
Meadow Walker ist Paul Walkers einziges Kind und gilt als die Person, der Vin Diesel und das Studio in dieser Frage folgen. 2023 hatte sie in „Fast X„ einen Cameo-Auftritt als Flugbegleiterin, die Jakob Toretto und „Little B“ bei der Flucht aus einem Flugzeug hilft.
Ihre Bindung an Diesel ist eng: Er führte sie bei ihrer Hochzeit zum Altar. Beim 25-jährigen Jubiläum von „The Fast and the Furious" in Cannes fand er im Mai 2026 öffentlich emotionale Worte für sie – Vin Diesels emotionale Worte an Meadow Walker zeigen, wie stark diese Verbindung ist.
Ein öffentliches Statement Meadow Walkers zur möglichen Rückkehr ihres Vaters liegt bislang nicht vor. Die wichtigste Personalentscheidung des Finales hängt damit an einer 27-Jährigen, die sich dazu noch nicht geäußert hat.
Wie Brian O'Conner 2014 verabschiedet wurde
Paul Walker starb am 30. November 2013 im Alter von 40 Jahren bei einem Autounfall in Santa Clarita, Kalifornien, während einer Drehpause von „Furious 7". Auch Roger Rodas, der mit ihm im Porsche Carrera GT saß, kam ums Leben. Der Coroner von Los Angeles County stellte später als Todesursache eine Kombination aus traumatischen und thermischen Verletzungen fest und stufte den Tod als Unfall ein.
Die Dreharbeiten waren zu diesem Zeitpunkt nicht abgeschlossen. Damit der Film fertiggestellt werden konnte, sprangen Walkers Brüder Cody und Caleb Walker sowie der Schauspieler John Brotherton 2014 als Doubles ein; anschließend wurde Pauls Gesicht per Visual Effects über die Stand-ins gelegt. Statt Brian sterben zu lassen, verabschiedete die Reihe die Figur: Brian verlässt das gefährliche Leben und gründet mit Mia Toretto (Jordana Brewster) eine Familie.
Von Paul Walkers Tod bis zur Entscheidung über Brian
- 30. November 2013Paul Walker stirbt mit 40 Jahren
Der Schauspieler kommt bei einem Autounfall in Santa Clarita, Kalifornien, ums Leben, während einer Drehpause von „Furious 7".
- 2014Die Brüder springen als Doubles ein
Cody und Caleb Walker sowie John Brotherton vertreten Paul Walker; sein Gesicht wird per Visual Effects übertragen. Brian O'Conner bekommt einen versöhnlichen Ausstieg.
- 2018Offen für einen kleinen Cameo
Cody und Caleb Walker erklären gegenüber Entertainment Weekly, einem „tastevollen" Auftritt nicht abgeneigt zu sein.
- 2025Vin Diesel nennt drei Bedingungen
Im Vanity-Fair-Interview macht er die Wiedervereinigung von Dom und Brian O'Conner zur Bedingung für das Finale; im Gespräch war ein Start im April 2027.
- Januar 2026Titel und Kinostart stehen fest
Vin Diesel kündigt „Fast Forever" und den Kinostart am 17. März 2028 an.
- 10. September 2026Cody Walker sagt Nein
Im Entertainment-Weekly-Interview schließt er ein erneutes Double aus und erklärt Meadow Walker zur Entscheiderin.
Genau diesen Ausstieg nennt Cody Walker bis heute gelungen. „Mir gefällt, wie seine Figur die Reihe verlassen hat. Sie haben ihn nicht umgebracht, sie haben nichts Kitschiges gemacht. Es ist schön, Brian zieht seine Kinder groß."
2018 hatten er und sein Bruder Caleb gegenüber Entertainment Weekly noch erklärt, einem kleinen, „tastevollen„ Cameo nicht abgeneigt zu sein. Caleb sagte damals, er hoffe auf einen Auftritt, bei dem Paul „zurückkommt und den Tag rettet“; Cody hielt eine Lösung für denkbar, sie müsse aber durchdacht und geschmackvoll sein. Von dieser Bereitschaft ist öffentlich nichts geblieben.
Wie Brian zurückkommen könnte
Eine Rückkehr ohne ihn und seinen Bruder hält Cody Walker trotzdem für möglich. „KI war 2014 noch kein Thema, also könnten sie das machen. Es gibt Jahre an Material, das in diesen anderen Fast-Filmen nie verwendet wurde. Sie sind die Besten in dem Geschäft, sie können sich das ausdenken" – Variety über die KI-Idee für Brian O'Conner.
Cody Walkers Absage ist inzwischen auch in der deutschen Berichterstattung angekommen: Promiflash über Cody Walkers Absage an das Double.
Das Finale trägt den Titel „Fast Forever„, ist der elfte Teil der Reihe und wurde im Januar 2026 von Vin Diesel angekündigt. Kinostart ist der 17. März 2028, Regie führt Louis Leterrier, der bereits „Fast X“ inszenierte. Ob Brian O'Conner per KI, per ungenutztem Archivmaterial oder gar nicht auftaucht, ist nicht bekannt – auch Cody Walker sagt, er wisse es nicht.
Inhaltlich gilt Brian im „Fast„-Universum als lebendig: „Fast 9“-Regisseur Justin Lin bestätigte das, und in der Schlussszene von „Fast 9" deutet ein blauer Nissan Skyline die Rückkehr der Figur an, ohne den Fahrer zu zeigen. Vin Diesel hat mehrfach betont, ein Ende der Saga ohne einen echten Abschied von Brian O'Conner sei für ihn nicht vorstellbar. Entscheiden dürfte am Ende Meadow Walker – die sich bislang nicht geäußert hat.
