Thomas Gottschalk ist nach zweitem PET erneut krebsfrei
Bild: KI-generiert
Krebsnachsorge

Thomas Gottschalk ist nach zweitem PET erneut krebsfrei

Nach zwei Operationen und 33 Bestrahlungen bestätigt die zweite PET-Untersuchung: Bei Thomas Gottschalk ist kein Krebs mehr nachweisbar. Seine Frau Karina spricht von einem „kleinen Wunder" – der behandelnde Professor habe dem Paar nach der Diagnose kaum Hoffnung gemacht.

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Bei Thomas Gottschalk (76) ist der Krebs erneut nicht nachweisbar. Die zweite Positronen-Emissions-Tomographie (PET) hat nach seinen Angaben keine Überreste der Erkrankung im Körper gefunden – obwohl die Heilungsaussicht nach der Diagnose im Sommer 2025 nach Darstellung seiner Frau „ganz schlecht" war.

Die Untersuchung fand nach Gottschalks Angaben am Donnerstag, dem 10. September 2026, statt. Bekannt wurde das Ergebnis über ein Interview, das er der „Bild"-Zeitung gab und das am 15. September 2026 veröffentlicht wurde. Am Folgetag griffen zahlreiche Redaktionen die Meldung auf.

Instagram · @thereal.thomasgottschalk

Für Gottschalk ist es die zweite Kontrolle dieser Art. Schon die erste PET im Juli 2026 hatte keine Krebszellen mehr gezeigt; damals sagte er, er sei „im Moment krebsfrei". Nach dem Bericht über den zweiten Krebs-Scan hat der Tumor sich nun erneut nicht nachweisen lassen.

Was das Verfahren leistet, erklärt der Entertainer selbst: „Ich hatte am Donnerstag mein zweites PET. Da wird der ganze Körper durchgescannt und man schaut, dass auch wirklich keine Überbleibsel des Krebses mehr im Körper sind." Eine PET kann nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums Stoffwechselvorgänge sichtbar machen, hilft beim Aufspüren von Tumoren und Metastasen und überprüft in der Nachsorge den Behandlungserfolg.

Vor dem Scan war die Anspannung groß. Gottschalk beschreibt, dass ihn die Angst vor dem Ergebnis bis in den Untersuchungsraum begleitete – und was danach folgte.

Man geht da mit einem Zittern hin, weil ich natürlich Angst hatte vor dem Ergebnis. Jetzt bin ich heilfroh.
Thomas Gottschalk, Entertainer

Ein „kleines Wunder" – und ein Professor ohne große Hoffnungen

Die deutlichsten Worte findet Gottschalks Ehefrau Karina Gottschalk (64). Sie spricht von einem „kleinen Wunder„ und erinnert an die Zeit direkt nach der Diagnose: Der behandelnde Professor, in der Familie nur „der Professor von Thomas“ genannt und namentlich nicht öffentlich, habe dem Paar damals kaum Hoffnung gemacht.

Es ist wirklich ein kleines Wunder. Direkt nach der Diagnose war die Prognose auf Heilung ganz schlecht. Der Professor von Thomas machte uns keine großen Hoffnungen. Und jetzt ist sein Körper tatsächlich komplett krebsfrei.
Karina Gottschalk, Ehefrau von Thomas Gottschalk

Im Update zur Krebserkrankung sagte sie: „Jetzt haben wir das geschafft und konzentrieren uns wieder auf die schönen Dinge." Ihre eigene Rolle in der Krankheitsphase beschreibt sie als die einer Koordinatorin.

„In den vergangenen Monaten hatte ich die Aufgaben einer Gesundheitsmanagerin übernommen. All meine Kraft konzentrierte sich darauf, meinen Mann durch diese Krankheit zu navigieren, seine Behandlungen und die Impfungen zu koordinieren." Sie beschreibt ihre Rolle als die einer Koordinatorin von Behandlungen und Impfungen.

Zwei Operationen, 33 Bestrahlungen und eine Impfung für Kinder

Hinter dem guten Befund liegt ein langer Behandlungsweg. Der Tumor war ein epitheloides Angiosarkom im Harnleiter – eine seltene und besonders aggressive Krebsart, die von den Zellen der Blutgefäße ausgeht. Die Diagnose war im Sommer 2025 gestellt, öffentlich gemacht wurde sie erst Ende November 2025, nachdem Gottschalk bei der Bambi-Verleihung in München und der Romy-Gala in Kitzbühel unsicher gewirkt hatte.

Von der Diagnose zur zweiten Kontrolle

  1. Sommer 2025
    Diagnose

    Bei Thomas Gottschalk wird ein epitheloides Angiosarkom im Harnleiter festgestellt.

  2. Ende November 2025
    Krankheit wird öffentlich

    Nach unsicherem Auftreten bei Preisverleihungen macht Gottschalk seine Krebsdiagnose publik.

  3. 6. Dezember 2025
    Abschied von der TV-Bühne

    In der RTL-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert" verabschiedet er sich vom Fernsehen.

  4. Juli 2026
    Erstes PET ohne Krebszellen

    Nach zwei Operationen, 33 Bestrahlungen und drei Wochen Reha meldet er sich krebsfrei.

  5. 10. September 2026
    Zweites PET

    Der ganze Körper wird erneut auf Krebsüberreste gescannt – ohne Nachweis.

  6. 15. September 2026
    Interview erscheint

    Das „Bild"-Interview mit Thomas und Karina Gottschalk wird veröffentlicht.

Zur Behandlung gehörten nach übereinstimmenden Berichten zwei große Operationen von sechs und sieben Stunden Dauer, 33 Bestrahlungen und eine dreiwöchige Reha. Nach Darstellung des österreichischen Portals heute.at erhält Gottschalk zudem eine spezielle Impfung, die ursprünglich für Kinder entwickelt wurde und ihn vor einem Rückfall schützen soll. Nicht jeder Verlauf endet so: Uwe Herrmann lebt mit der Diagnose weiter.

Noch nicht der Alte, aber ein Plan für Ibiza

Ganz zurück in alter Form ist Gottschalk nicht. Auf die Frage, ob er wieder der Alte sei, sagte er: „Ich fühle mich noch nicht ganz so, wie ich es gerne hätte und wie es einem 76-jährigen Mann angemessen ist. Aber es wird jede Woche ein bisschen besser." Die Kräfte kehren nur langsam zurück.

Eine Rückkehr auf die TV-Bühne wurde im Zuge der Meldung nicht angekündigt. Bereits am 6. Dezember 2025 hatte sich Gottschalk mit der RTL-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert" verabschiedet – für ihn damals das endgültige Ende seiner TV-Karriere. Der Samstagabend sei über Jahrzehnte die beste Zeit seines Lebens gewesen, sagte er, „aber es ist vorbei – und ich vermisse nichts".

Nun soll das Paar nach übereinstimmenden Berichten nach Ibiza reisen, wo es 2024 intim geheiratet hatte und wo es den Hochzeitstag nachfeiern möchte. Karina Gottschalk zufolge richtet sich der Blick wieder auf „die schönen Dinge".

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Offen bleibt, ob und wann eine dritte Kontrolle angesetzt wird und ob die Impfung tatsächlich vor einem Rückfall schützt. Die nächste belastbare Antwort auf die Frage, wie stabil der Befund ist, liefert frühestens ein weiterer Scan.