Fürstin Charlène von Monaco (48) und Prinzessin Madeleine von Schweden (44) hielten sich am Mittwoch, 9. September 2026, nicht an den Trauer-Dresscode. Beim Staatsbegräbnis von Norwegens König Harald V. im Osloer Dom erschien Charlène in einem schwarzen Hosenanzug, Madeleines Kleidsaum endete knapp oberhalb des Knies.
Für weibliche Trauergäste galt laut übereinstimmenden Berichten eine enge Vorgabe: schwarze, mindestens knielange Kleider mit langen Ärmeln. Die Trauerfeier wurde live übertragen – die Abweichungen der beiden Royals fielen dadurch europaweit auf.
Beide blieben farblich korrekt: Ihre Garderobe war durchgehend schwarz und wirkte auf den Anlass bezogen angemessen. Auffällig wurden sie dennoch, weil sich die übrigen Gäste strikt an das Protokoll hielten.
Schwarze Kleider mit langen Ärmeln
Die Kleiderordnung war detailliert: schwarzes, mindestens knielanges Kleid mit langen Ärmeln, dazu möglichst schwarze Strumpfhosen sowie Hut, Kurzschleier oder Fascinator. Zusätzlich war laut Berichten eine Porträtbrosche mit dem Bildnis König Haralds vorgesehen, getragen auf der linken Seite an einem Band in den norwegischen Nationalfarben.
Wie stark sich das Protokoll verschoben hat, zeigt der gewandelte Trauer-Dresscode bei Haralds Beerdigung: Während für die Frauen ein enges Regelwerk galt, blieb die Garderobe der Männer einheitlich dunkel.
Der norwegische Königshof wollte sich gegenüber der Zeitung Aftenposten nicht zur Kleiderordnung äußern. Die Details stammen aus norwegischen Medien wie VG, Aftenposten und 730.no. Wie die Gäste gekleidet waren, zeigt die Übersicht der Looks bei Haralds Staatsbegräbnis.
Fürstin Charlène entschied sich für Schwarz, aber für einen eleganten Hosenanzug statt für das vorgesehene Kleid – laut Promiflash ein moderner Akzent bei einem sonst streng geregelten Anlass. Madeleine wählte die klassische Kleidvariante, deren Saum jedoch sichtbar knapp oberhalb des Knies endete und damit kürzer war als die geforderte Mindestlänge.
181.000 Menschen im Osloer Zentrum
Die Trauerfeier begann um 13 Uhr im Osloer Dom. Geleitet wurde sie von Olav Fykse Tveit, dem Vorsitzenden Bischof der norwegischen Kirche, unterstützt von der Osloer Bischöfin Sunniva Gylver. Anschließend wurde der Sarg in einer Prozession zur Festung Akershus gebracht und in der Schlosskirche im königlichen Mausoleum privat beigesetzt.
Harald V. war am 28. August 2026 im Alter von 89 Jahren im Osloer Universitätsklinikum Rikshospitalet gestorben, in das er am 17. August eingeliefert worden war. Nach Haralds Tod mit 89 Jahren und Haakons Thronfolge blieben bis zur Beisetzung knapp zwei Wochen.
Nach Polizeiangaben hielten sich rund 181.000 Menschen im Stadtzentrum auf, innerhalb der Sicherheitszone wurden etwa 224.000 gezählt. Rund 30 Mitglieder europäischer Königshäuser und mehrere Staatsoberhäupter nahmen an der Feier teil.
Bei den Männern zeigte sich ein einheitlicheres Bild. Prinz William und König Willem-Alexander der Niederlande erschienen in klassischen schwarzen Anzügen beziehungsweise Cutaway, König Felipe VI. von Spanien und König Carl XVI. Gustaf von Schweden in repräsentativen Uniformen.
Von der Klinik zum Staatsbegräbnis
- 17. August 2026Einlieferung ins Rikshospitalet
König Harald V. wird mit Flüssigkeitseinlagerungen infolge einer Cortisonbehandlung eingeliefert; Kronprinz Haakon übernimmt als Regent.
- 28. August 2026Harald V. stirbt mit 89 Jahren
Der König stirbt um 06:35 Uhr im Rikshospitalet. Sein Sohn Haakon wird als Haakon VIII. König von Norwegen.
- 1. September 2026Eid vor dem Storting
König Haakon VIII. legt vor dem norwegischen Parlament den Eid auf die Verfassung ab.
- 9. September 2026Staatsbegräbnis im Osloer Dom
Die Trauerfeier beginnt um 13 Uhr; danach wird der Sarg zur Festung Akershus gebracht und im königlichen Mausoleum beigesetzt.
- 11. September 2026Berichte über gebrochene Kleiderregeln
Promiflash und RTL greifen unter Verweis auf BUNTE die Abweichungen von Charlène und Madeleine auf.
Schleier oder nicht? Norwegen debattiert den Trauerlook
Die Abweichungen der beiden Gäste trafen auf eine Debatte, die in Norwegen schon vor der Beerdigung lief. Auf 730.no war lebhaft über die Frage der Trauerschleier diskutiert worden. Anders als bei der Beerdigung König Olavs V. 1991 trug Königin Sonja keinen das Gesicht nahezu vollständig verhüllenden Trauerschleier mehr.
Der Historiker und Autor Trond Norén Isaksen sieht darin gegenüber Aftenposten ein Zeichen des Wandels: Schwarze Hüte mit kürzeren Schleiern seien bei königlichen Beerdigungen heute deutlich üblicher.
Auf der anderen Seite steht der frühere Schloss-Mitarbeiter und Königshaus-Experte Carl-Erik Grimstad, der gegenüber VG über die Trauergewänder von 1991 sagte:
„Es war schon 1991 altmodisch.“
Die Autorin und Morgenbladet-Kolumnistin Helena Brodtkorb hält dagegen: „Bewahrt die Schleier. Es ist visuell beeindruckend.“ In der ARD-Live-Übertragung erklärte Adelsexpertin Leontine von Schmettow, 1991 hätte man die verschleierten Frauen kaum unterscheiden können und die Damen hätten den Weg kaum gesehen – ein möglicher Grund für die heutigen, leichteren Trauerlooks.
Kein Protokollbruch mit Folgen
Einen Verstoß mit Folgen gab es nicht: Die Farbvorgabe Schwarz erfüllten beide. Die Abweichung blieb modisch – sie betraf das Kleidungsstück und die Saumlänge, nicht die Trauerfarbe.
oe24.at berichtete am 10. September über einen „Fauxpas“ der beiden Gäste. Einen Tag später griffen Promiflash und RTL unter Verweis auf BUNTE die gebrochenen royalen Kleiderregeln auf.
Auch andere Gäste fielen mit ihrer Garderobe auf, ohne das Protokoll zu verletzen: Prinzessin Märtha Louise setzte bei der Beisetzung auf ein privates Familienerbstück – Märtha Louises Verzicht auf Staatsjuwelen bei Haralds Beisetzung.
Der norwegische Hof hat sich zur Kleiderordnung nicht geäußert. Offen bleibt damit, ob künftige Trauergäste auch im Hosenanzug zu königlichen Beisetzungen erscheinen dürfen – oder ob der Hof die Vorgaben nachschärft.
