Gustav Schäfer verteidigt Reisen mit Tochter Lotti trotz Schulkritik
Der Tokio-Hotel-Schlagzeuger Gustav Schäfer (38) wehrt sich gegen Kritik: Seine zehnjährige Tochter Lotti begleitet ihn auf Tourneen und fehlt dafür in der Schule. Schäfer verweist auf viel Zuspruch – und sagt: „Ganz ehrlich: Wir leben bloß einmal.“
Gelegentlich nimmt Gustav Schäfer (38) seine Tochter Lotti mit auf Tournee. Die Zehnjährige fehlt dafür zeitweise in der Schule – und der Schlagzeuger von Tokio Hotel sieht sich deshalb mit Kritik aus dem Umfeld konfrontiert. Beim „Heidifest“ in München hat er nun erstmals ausführlich Stellung bezogen.
Hinter dem Modell steht ein Alltag mit langen Trennungen: Ist Schäfer mit Tokio Hotel unterwegs, sieht er seine Tochter nach eigener Aussage vier, sechs oder sogar acht Wochen nicht persönlich. Der Kontakt läuft in diesen Phasen vor allem über FaceTime. Die gemeinsamen Reisen sollen die Lücke schließen – Lotti verpasst dafür Unterricht.
„Ganz ehrlich: Wir leben bloß einmal.“
Gustav Schäfer, Schlagzeuger der Band Tokio Hotel
Der Stoff wird unterwegs nachgeholt
Schäfer hält das Vorgehen für tragfähig. Sein Satz aus dem Gespräch: „Das Gute ist, wir kommen mit der Schule klar und den Stoff, den sie verpasst, holen wir unterwegs nach.“ Solange sich Reisen und Schulpflichten vereinbaren ließen, sehe er darin keinen falschen Weg. Neben kritischen Reaktionen bekomme die Familie auch viel Zuspruch, betonte er.
Wer genau kritisiert, bleibt offen. Die Einwände werden in den Berichten nur als Stimmen aus dem Umfeld und negative Reaktionen beschrieben; Schule, Eltern von Mitschülern oder einzelne Absender werden nicht benannt. Inhaltlich geht es um eine Priorität: Die Schule solle auch bei vollem Terminkalender vorn stehen. Ein schulrechtliches Verfahren oder eine behördliche Auseinandersetzung gibt es nicht.
Umfrage
Lädt
Ein Vater zwischen Stolz und Wehmut
Neben der Verteidigung hat das Gespräch eine wehmütige Note. Die Zeit mit seiner Tochter beschreibt Schäfer als Mischung aus Stolz und dem Bewusstsein, dass Lotti zunehmend selbstständig wird. Damit benennt er das Spannungsfeld, in dem seine Reisen stehen: Je älter das Kind wird, desto weniger selbstverständlich werden gemeinsame Wochen auf Tour.
„Papasein ist immer ein weinendes Auge und natürlich ein lächelndes Auge.“
Gustav Schäfer, Schlagzeuger der Band Tokio Hotel
Den Wandel beschreibt er selbst drastisch: „Gefühlt war das ein Blitzschlag. Das war von null auf zehn. Da sind so viele Sachen passiert.“ Als Lotti 2016 zur Welt kam, war Schäfer 28 Jahre alt. Laut Hintergrundberichten war sie während seiner Zeit bei „Let’s Dance“ sein größter Fan – über sein Familienleben abseits der Bühne ist auch bekannt, wie Gustav Schäfer seine Frau Linda kennenlernte.
Das Heidifest als Bühne für das Interview
Das Interview entstand am Rande des „Heidifests“, das Heidi Klum (53) im September 2026 zum zweiten Mal im Münchner Hofbräuhaus feierte, kurz vor dem Oktoberfest. Rund 900 Gäste zählten nach Berichten dazu, darunter Klums Ehemann Tom Kaulitz (37) sowie ihre Kinder Leni und Henry. Klum und Kaulitz wehren sich selbst regelmäßig gegen öffentliche Kritik – wie Heidi Klum die Toyboy-Kritik kontert.
Belegbar ist der Vorgang über eine Quelle: Er geht auf das BUNTE.de-Interview zu Lottis Schulfehlzeiten zurück (Autorinnen: Nicole Halster, Leonie Müller, Julia Jende), veröffentlicht am 24. September 2026. Die Zusammenfassung des Gesprächs bei Promiflash erschien am selben Tag. Eigenständig recherchierte Berichte anderer Redaktionen zu dem Vorgang ließen sich nicht finden.
Ob der Streit Folgen hat, hängt am Alltag. Keine Schule, keine Behörde und kein Gericht hat bislang reagiert; der Konflikt bleibt ein öffentlicher Meinungsstreit über Prioritäten. Schäfer will an den Reisen festhalten, solange sich beides vereinbaren lässt. Ob Lotti den versäumten Stoff tatsächlich aufholt und ob die Kritik verstummt, entscheidet sich bei den nächsten Tourneen.