Am 9. Mai 2026 wurde Diana Körners Enkel Remo Aimé Pollert leblos in der Isar gefunden; er wurde nur 19 Jahre alt. Vier Monate später, am 24. September 2026, feiert die Schauspielerin ihren 82. Geburtstag.
Der Enkel war der Sohn ihrer Tochter Lara Joy Körner. Öffentlich über den Verlust sprach Körner erstmals am 23. Juni 2026 bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Films in München: „Das ist ein unermesslicher Verlust“, sagte sie – wie Gala über ihre ersten Worte nach dem Enkelverlust berichtet.
Ans Aufhören denkt sie trotzdem nicht. Seit Oktober 2025 tourt Körner mit dem Theaterstück „Liebe ohne Schuld“ durch Deutschland, und auch vor der Kamera ist sie weiter zu sehen. Die Promi-Datenbank Promi-Geburtstage.de führt sie am 24. September 2026 als Geburtstagskind.
Von „Barry Lyndon“ bis „Liebling Kreuzberg“
Geboren wurde Körner am 24. September 1944 in Wolmirsleben bei Magdeburg; aufgewachsen ist sie in Magdeburg, Berlin, Dortmund und Frankfurt am Main. Ihre Ausbildung machte sie an der Westfälischen Schauspielschule Bochum, 1964/65 folgte das erste Engagement am Theater Oberhausen. Von 1966 bis 1969 spielte sie im Ensemble der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin.
Seit 1967 steht sie für Film und Fernsehen vor der Kamera. Ihr Kino-Debüt gab sie im Edgar-Wallace-Krimi „Die blaue Hand“, danach kamen Produktionen wie „Herrliche Zeiten im Spessart“ (1967) und „Das fliegende Klassenzimmer“ (1973). International bekannt wurde sie 1975 als Lieschen in Stanley Kubricks „Barry Lyndon“ an der Seite von Ryan O’Neal.
Einem breiten Publikum wurde Körner als Staatsanwältin Rosemarie Monk in der ARD-Serie „Liebling Kreuzberg“ bekannt, wo sie ab der zweiten Staffel in 18 Folgen die Freundin von Rechtsanwalt Robert Liebling (Manfred Krug) spielte. Die Serie startete am 17. Februar 1986. Später kamen „Samt und Seide“ (2000 – 2005, 100 Folgen) und „Forsthaus Falkenau“ (2002 – 2006, 52 Folgen) dazu.
Diana Körners Weg von der Schauspielschule zur ARD
- 24. September 1944Geburt in Wolmirsleben
Diana Körner wird bei Magdeburg geboren und wächst in Magdeburg, Berlin, Dortmund und Frankfurt am Main auf.
- 1964/65Erstes Theaterengagement
Nach der Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum geht sie ans Theater Oberhausen.
- 1966 – 1969Ensemble der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin
Parallel beginnt 1967 mit dem Edgar-Wallace-Film „Die blaue Hand“ ihre Kino- und Fernsehkarriere.
- 1975Lieschen in Stanley Kubricks „Barry Lyndon“
An der Seite von Ryan O’Neal gelingt ihr der international bekannteste Auftritt.
- 17. Februar 1986Start von „Liebling Kreuzberg“
Als Staatsanwältin Rosemarie Monk an der Seite von Manfred Krug wird sie einem breiten Publikum bekannt.
- 2017Mechthild Fehrenbach in „WaPo Bodensee“
In der ARD-Vorabendserie spielt sie die Mutter von Kommissarin Nele Fehrenbach.
- Oktober 2025Tournee mit „Liebe ohne Schuld“
Mit dem Theaterstück geht sie auf Deutschlandtournee – ans Aufhören denkt sie weiter nicht.
Eine Allergie gegen den Ruhestand
Seit 2017 gehört Körner in der ARD-Vorabendserie „WaPo Bodensee“ als Mechthild Fehrenbach zur Stammbesetzung – sie spielt die Mutter von Kommissarin Nele Fehrenbach (Floriane Daniel). Auch 2026 ist sie dort in ihrem Agenturprofil geführt, ebenso für das Serien-Special „WaPo Bodensee – Unter Druck“.
Seit Oktober 2025 tourt Körner mit dem Theaterstück „Liebe ohne Schuld“ durch Deutschland. Den Begriff Ruhestand lehnt sie scharf ab: „Ich habe eine Allergie gegen das Wort Ruhestand. So ein blöder Begriff. Wer ruht denn im Stand?“, sagte sie der „Neuen Post“. Auch Burghart Klaußner spielt mit 77 weiter König Lear, statt kürzerzutreten.
Einen ihr angebotenen Seniorenteller nannte sie „degradierend“: Sie sei schließlich noch in der Lage, sich ihr Essen selbst auszusuchen. Auch eine Seniorenzeitung im Briefkasten oder Geburtstagstorten mit Zahlen darauf lehnt sie ab, wie ihre Kritik am Ruhestand und am Seniorenteller zeigt.
Drei Ehen, drei Verluste
Körner war dreimal verheiratet und ist dreimal verwitwet. 1970 heiratete sie den Rennfahrer Hubert Hahne (†2019) in Thailand; Trauzeuge war der Schlagerstar Roy Black, dessen bürgerlichen Namen Gerhard Höllerich sie damals nicht kannte. Diese Ehe wurde geschieden.
1980 heiratete sie den Schauspieler Werner Kreindl, bekannt als Kommissar aus der Serie „SOKO 5113“. Er starb 1992 im Alter von 64 Jahren an einem Herzinfarkt. Aus dieser Ehe stammt Tochter Jenny-Joy Kreindl (*1982), die ebenfalls Schauspielerin wurde. Über ihre Verluste spricht Körner bis heute ohne Bitterkeit.
„Wenn du dreimal verheiratet bist, kannst du dreimal verwitwen, so ist das eben. Und es gibt nur sehr wenige Paare, die nach 60 Jahren noch glücklich sind. Da bin ich auf niemanden neidisch.“
Offen für Neues – aber ohne Zusammenziehen
Von 1996 bis zu seinem Tod 2016 war Körner mit dem Filmproduzenten Erich Müller liiert – ohne mit ihm zusammenzuleben. Offen für eine neue Liebe ist sie trotzdem. Ein Zusammenziehen aber schließt sie aus: „Mit meinem letzten Ehemann habe ich auch nicht zusammengelebt. Wir hatten getrennte Wohnungen, das hat unserer Liebe gutgetan“, sagte sie.
Ihren Töchtern riet sie, unabhängig zu bleiben und selbst Geld zu verdienen. Lara Joy Körner (*1978) stammt aus einer Beziehung mit dem Börsenmakler Michael Büchter, Jenny-Joy Kreindl (*1982) aus der Ehe mit Werner Kreindl. 1999 standen Mutter und Tochter gemeinsam in Goethes „Stella“ auf der Bühne. Körner ist fünffache Großmutter und lebt in München.
Ob nach der Tournee mit „Liebe ohne Schuld“ weitere Bühnen- oder Fernsehrollen folgen, ist offen. Ausgeschlossen hat Körner bislang nur eines: das Aufhören.
