Heinz Hoenig wird 75 und spricht über seine Angst vor dem Tod
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Gesundheit

Heinz Hoenig wird 75 und spricht über seine Angst vor dem Tod

Heinz Hoenig wird 75 – und spricht offen über seine Angst, zu früh zu sterben. Die große Geburtstagsparty in Hamburg ist abgesagt, wenige Tage zuvor musste er noch in die Klinik geflogen werden.

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Für Heinz Hoenig (75) ist sein 75. Geburtstag an diesem 24. September 2026 kein Festtermin wie früher, sondern ein Tag des Dankes. Wenige Tage zuvor musste er in die Uniklinik Magdeburg geflogen werden, die große Feier in Hamburg ist abgesagt – und über seinen Ehrentag spricht er vor allem über die Angst, zu früh zu gehen.

„Ich habe Ehrfurcht vor dem Tod und Angst davor, zu früh gehen zu müssen. Meine Jungs sind noch klein, ich will noch lange ihr Papa sein. Und meine Anni möchte ich auch nicht allein lassen.“
Heinz Hoenig, Schauspieler

Gemeint sind die Söhne Juliano (5) und Jianni (3) und Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig (41), seit 2019 mit ihm verheiratet, zweites Jawort im März 2025 – Annika Kärsten-Hoenig steht ihm als seine Ehefrau zur Seite. Sein größter Wunsch sei nicht verpackbar: „Dass ich noch lange hierbleiben darf.“

143 Tage Klinik und eine Magensonde

Hinter diesen Sätzen steht eine Krankengeschichte, die im Frühjahr 2024 begann. Nach einer schweren bakteriellen Infektion lag Hoenig zeitweise im künstlichen Koma, die Infektion griff seine Aorta und einen dort eingesetzten Stent an. In einer mehrstündigen Operation wurde ihm die Speiseröhre entfernt, insgesamt verbrachte er 143 Tage im Krankenhaus.

Seither wird der Schauspieler über eine Magensonde künstlich ernährt. „Ich vermisse es, wieder selbst essen zu können. Ich brauche kein Gourmet-Essen. Mich würde ein einfaches Butterbrot schon wahnsinnig glücklich machen“, sagt er in dem dpa-Interview über sein Leben nach der Krankheit. Und: „Früher war Älterwerden eben Älterwerden. Heute bedeutet es für mich, dass ich noch leben darf. Das macht mich schon demütig.“

Hoenigs Weg zum 75. Geburtstag

  1. Frühjahr 2024
    Schwere Infektion, künstliches Koma

    Eine bakterielle Infektion greift Aorta und einen eingesetzten Stent an; die Speiseröhre wird in einer mehrstündigen Operation entfernt.

  2. September 2024
    Rückkehr nach Hause

    Nach 143 Tagen im Krankenhaus darf Hoenig zurück zu seiner Familie; seither wird er über eine Magensonde ernährt.

  3. März 2025
    Zweites Jawort

    Heinz und Annika Kärsten-Hoenig heiraten erneut.

  4. 13. September 2026
    Per Hubschrauber nach Magdeburg

    Nach Unwohlsein zu Hause zunächst Krankenhaus Halberstadt, dann Uniklinik Magdeburg mit Intensivbehandlung; Verdacht auf Probleme mit dem Herzstent.

  5. 20. September 2026
    Party in Hamburg abgesagt

    Die Familie sagt die Überraschungsfeier ab. Annika Kärsten-Hoenig: „Er muss sich jetzt schonen.“

  6. 24. September 2026
    75. Geburtstag in Blankenburg

    Gefeiert wird im kleinen Familienkreis; das Interview mit seinen Aussagen über Todesangst und das vermisste Butterbrot wird veröffentlicht.

  7. Mitte Oktober 2026
    Nachholtermine in Hamburg

    Geplant sind die nachgeholte Feier und das 50-jährige Jubiläum der Band Rudolf Rock & die Schocker im „Zwick“.

Ein Rückschlag am 13. September

Wenige Tage vor dem Ehrentag kam die Angst zurück. Am 13. September 2026 fühlte sich Hoenig zu Hause plötzlich unwohl, seine Frau brachte ihn zunächst in ein Krankenhaus in Halberstadt. Von dort wurde er per Rettungshubschrauber in die Uniklinik Magdeburg geflogen und zunächst intensivmedizinisch behandelt. Der Verdacht: Probleme mit seinem Herzstent.

Sein Management erklärte, es handle sich um nichts Lebensbedrohliches; der Stent-Verdacht bestätigte sich nach dem Bericht von FOCUS online nicht. Über die Entlassung berichten die Quellen unterschiedlich – die Angaben reichen vom Tag nach der Einlieferung bis zum 18. September. Im Ergebnis sind sie sich einig: Hoenig ist zurück bei seiner Familie in Blankenburg und muss sich weiter schonen.

Die Überraschungsparty in Hamburg fällt aus

Ursprünglich wollte Hoenig groß in Hamburg feiern. Seine Frau hatte die Feier als Überraschung vorbereitet: eine Barkassenfahrt durch den Hafen, vorbei an der Elbphilharmonie und den Containerschiffen, dazu ein Fest in seinem früheren Stammlokal „Zwick“, in dem er früher mit Heiner Lauterbach und Otto Waalkes feierte.

Die Schauspielerin Jenny Elvers half bei den Planungen, der „Zwick“-Wirt Uli Salm hatte einen Teil des Lokals reserviert. Nach dem Klinikaufenthalt sagte die Familie kurzfristig ab, am 20. September 2026 wurde die abgesagte Geburtstagsparty nach den Herzproblemen bekannt.

„Das Ganze war als Überraschung für Heinz geplant gewesen. Aber er muss sich jetzt schonen. Wir feiern im kleinen Rahmen bei uns zu Hause in Blankenburg und holen die Party zu einem späteren Zeitpunkt nach.“
Annika Kärsten-Hoenig, Ehefrau von Heinz Hoenig

Gefeiert wird trotzdem – später auch in Hamburg

Am eigentlichen Ehrentag feierte die Familie zu Hause. Annika Kärsten-Hoenig schmückte die Wohnung mit Ballons, Konfetti und Fotos ihres Mannes und sang um Mitternacht im Schlafzimmer „Happy Birthday“. Statt einer großen Gesellschaft organisierte sie Videobotschaften von Freunden, Bekannten und Fans, aus denen ein kleiner Geburtstagsfilm entstehen soll.

Ganz gestrichen ist Hamburg nicht: Mitte Oktober 2026 soll die Reise nachgeholt werden, wenn es Hoenig bis dahin gut genug geht. Dann will er im „Zwick“ auch das 50-jährige Jubiläum der Band Rudolf Rock & die Schocker nachfeiern – und hat zugesagt, im Chor mitzusingen. Sein zentraler Wunsch bleibt: „Dass ich noch lange hierbleiben darf.“

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