Melissa McCarthy nennt „Gilmore Girls“ rückblickend „wirklich hart“
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Dreharbeiten

Melissa McCarthy nennt „Gilmore Girls“ rückblickend „wirklich hart“

Melissa McCarthy hat in einem Variety-Interview offengelegt, wie hart die Dreharbeiten zu „Gilmore Girls“ waren: 93 Seiten Skript, Änderungsverbot, Zehn-Seiten-Szenen in einem Take. Serienschöpferin Amy Sherman-Palladino nimmt sie trotzdem in Schutz.

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Zwischen 2000 und 2007 stand Melissa McCarthy (56) in 153 Folgen von „Gilmore Girls“ als Köchin Sookie St. James vor der Kamera. Über diese Jahre sagt sie heute: „It was hard! It was really hard.“ Der Satz stammt aus einem Interview mit dem US-Branchenblatt Variety – und er passt kaum zum Bild der beschaulichen Kleinstadt Stars Hollow.

Zuerst berichtete Just Jared am 21. September 2026 über Bericht über McCarthys Gilmore-Girls-Erfahrungen, deutsche Medien wie Promiflash folgten am 26. September. Den äußeren Rahmen bildete Variety's Gala „Power of Women“ am 23. September 2026 im Beverly Hills Hotel, bei der McCarthy neben Jennifer Hudson, Pearlena Igbokwe und Sharon Stone geehrt wurde. Die Laudatio hielt ihre frühere Serienpartnerin Lauren Graham.

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Ich hatte das Glück, @laurengraham fast die Hälfte meines Lebens zu lieben und zu umarmen, was unmöglich erscheint, weil wir beide genau gleich aussehen!! Was für ein Geschenk es gewesen ist. Sie kann mich immer noch so sehr zum Lachen und Weinen bringen, dass meine Wimperntusche ruiniert wird. Danke für letzte Nacht LG, und all die Jahre dazwischen ❤️

Instagram · @melissamccarthy

93 Seiten, kein geändertes Wort

McCarthys Begründung ist konkret: Die Skripte umfassten bis zu 93 Seiten, sie erreichten die Darsteller mitunter erst am Morgen des Drehtages, und Änderungen waren tabu – nicht einmal eine verkürzte Wortform wie „don't“ durfte ersetzt werden. Hinzu kamen Szenen von bis zu zehn Seiten Länge, die als „oner“ gedreht wurden: in einer einzigen, durchgängigen Kameraeinstellung ohne Schnitt.

„Melissa McCarthy erinnert sich: „Da dachte ich nur: Oh, unsere Skripte haben 93 Seiten, und du darfst keine Kontraktion ändern, selbst wenn du sie erst am Morgen bekommst und es ein Zehn-Seiten-Oner ist. Und genau so war es.““
Melissa McCarthy, Schauspielerin (Sookie in „Gilmore Girls“)

Für McCarthy waren das keine Ausnahmeumstände, sondern Alltag: „But to me, that was normal, because it was my first show.“ Weil „Gilmore Girls“ ihre erste große Serienrolle war, fehlte ihr der Vergleich. Die Jahre dort nennt sie rückblickend ein McCarthys Training für die Filmkarriere.

Kritik an den Bedingungen, Lob für die Chefin

Bemerkenswert ist, wen sie trotzdem in Schutz nimmt: Serienschöpferin Amy Sherman-Palladino, deren wortreicher, schneller Dialogstil die Serie prägte. McCarthy sagt, eine Frau an der Spitze einer US-Netzwerkserie habe sich damals schlicht durchsetzen müssen – mit der Haltung „It's my way or the highway“.

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McCarthy nennt sich froh über diesen Kampf: Sherman-Palladino habe ihre eigene Welt gebaut und gegen Einmischung verteidigt, und genau das habe der Serie geholfen, „den Test der Zeit“ zu bestehen. Ihre Kritik trifft damit die Härte der Arbeitsbedingungen – nicht die Frau, die sie verlangte.

Graham schob sie unauffällig auf die Markierung

Auf der Gala ergänzte McCarthy das Interview um eine Anekdote aus ihren ersten Wochen: Sie sei „super green“ gewesen und habe „rarely, if ever, hit my mark“ getroffen, also selten die vorgegebene Position im Licht gefunden. Lauren Graham, der Star der Serie, habe ihre Fehler nicht öffentlich gemacht, sondern sie während der Szenen unauffällig zurechtgeschoben.

„Lauren Graham sagt über Melissa McCarthy: „Ich habe Melissa kennengelernt, als ich ihre erfundene Freundin in „Gilmore Girls“ gespielt habe. Und wir sind im echten Leben Freundinnen geworden.““
Lauren Graham, Schauspielerin (Lorelai in „Gilmore Girls“)

Die frühere Kollegin habe ihre Macht nicht ausgespielt, sagt McCarthy: Graham hätte auf Fehler zeigen können, habe stattdessen aber geduldig geholfen. Sie nennt sie heute „eine meiner ersten Lektionen darüber, Macht mit Anmut und Geduld auszuüben“.

Sookie lässt sie bis heute nicht los

Bis heute wird McCarthy auf Sookie angesprochen – für sie überraschend: „I've worked since then!“ Seit 2007 hat sie eine Kinokarriere aufgebaut und zwei Oscar-Nominierungen erhalten („Braves Mädchen“, „Can You Ever Forgive Me?“), doch viele verbinden sie weiter mit der Köchin aus Stars Hollow. Überrascht hat sie, wie sehr die Serie für Zuschauer zur Trostserie wurde. Wie präsent eine frühe Rolle bleiben kann, beschäftigt auch andere Schauspielerinnen – Maisie Williams über Folgen ihrer Serienrolle.

Von Stars Hollow zur Power-of-Women-Gala

  1. 2000
    Start von „Gilmore Girls“

    Melissa McCarthy spielt die Köchin Sookie St. James an der Seite von Lauren Graham (Lorelai) und Alexis Bledel (Rory).

  2. 2000 – 2007
    Sieben Staffeln, 153 Folgen

    Laut McCarthy mit 93-seitigen Skripten, Änderungsverbot und Szenen von bis zu zehn Seiten Länge als „oner“.

  3. 2016
    Kurze Rückkehr als Sookie

    Gastauftritt in der Netflix-Fortsetzung „Gilmore Girls: Ein neues Jahr“.

  4. August 2026
    Dokumentation angekündigt

    HBO Max kündigt die erste autorisierte „Gilmore Girls“-Dokumentation an, Regie führt Bonni Cohen.

  5. 23. September 2026
    Ehrung bei Variety

    „Power of Women“-Gala im Beverly Hills Hotel; Lauren Graham hält die Laudatio.

Offen ist, ob die für August 2026 angekündigte Dokumentation unter Regie von Bonni Cohen auch die Bedingungen hinter den Kulissen zeigt – sie soll bislang unveröffentlichte Outtakes und Original-Drehbuchseiten enthalten. McCarthys Sätze aus dem Variety-Interview liefern dafür bereits reichlich Material.