Isi Glück schildert Griff in den Po vor ihrem Auftritt
Bild: KI-generiert
Belästigung

Isi Glück schildert Griff in den Po vor ihrem Auftritt

Die DSDS-Jurorin Isi Glück schildert, ein älterer Musiker ihrer Vorband habe ihr kurz vor einem Auftritt backstage mit voller Wucht in den Po gekniffen. Sie wehrte sich – und sah sich danach nach eigener Darstellung mit einem Umfeld konfrontiert, das ihr die Lautstärke übel nahm.

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Ein Griff mit der ganzen Hand in den Po – unmittelbar bevor Isi Glück (35) auf die Bühne musste. Die Partyschlagersängerin und Jurorin der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ schildert in einem Instagram-Reel, wie ein älterer Musiker ihrer Vorband sie backstage belästigt haben soll.

Die deutschen und österreichischen Berichte über den Fall stammen vom 28. September 2026, der Mallorca-Blog komplettmalle.de hatte schon zwei Tage früher darüber geschrieben. Der Beschuldigte wird in keiner Quelle namentlich genannt, eine Stellungnahme von ihm liegt nicht vor.

Instagram · @isi_glueck

Glücks Schilderung hat zwei Ebenen. Neben dem Griff selbst belastet sie nach eigener Darstellung die Reaktion des Umfelds: Der Mann habe die Situation abgewunken, die Umstehenden hätten ausgerechnet sie kritisch angesehen – weil sie laut geworden war.

Ein Foto, dann der Griff

Die Vorband ihres Auftritts wollte vor dem Konzert ein gemeinsames Foto mit Glück machen. Schon beim Betreten des Backstage-Bereichs habe einer der Musiker, ein älterer Mann, sie mit den Worten „oh du süße Maus“ begrüßt. Nach dem Gruppenfoto habe er eine Umarmung als Verabschiedung angedeutet – für sie zunächst nichts Ungewöhnliches.

Dann habe er ihr „mit voller Wucht“ und mit der ganzen Hand in den Po gekniffen. Mehrere Berichte halten ausdrücklich fest, dass sie zu diesem Zeitpunkt ein Dirndl trug. Betrunken sei der Mann nach ihrer Einschätzung nicht gewesen. Ein Versehen schließt sie aus: „Das war volle, volle Absicht.“

„Ich habe den weggeschubst, habe den raus aus meinem Backstage geschickt.“
Isi Glück, Partyschlagersängerin und DSDS-Jurorin

Für sie war das ein „absolutes No-Go“. Sie habe den Mann weggeschubst und aus ihrem Backstage-Bereich geschickt. Er habe die Szene anschließend abgewunken – sinngemäß mit dem Satz, heute dürfe man ja gar nichts mehr. Glück zog ihren Auftritt durch und wollte danach nur noch weg.

Sie verteidigte die Partyszene jahrelang

Bemerkenswert ist der Kontext: Isi Glück hatte die Mallorca-Partyszene jahrelang gegen genau solche Vorwürfe verteidigt. Auf die Frage, ob Partygäste distanzlos oder übergriffig würden, habe ihre Antwort immer gelautet: „Nein. Mir gegenüber sind die eigentlich immer sehr respektvoll.“

Nach diesem Vorfall klingt das anders: „Seit gestern kann ich diese Frage nicht mehr verneinen“, sagt sie. Eine Anzeige hat sie bislang nicht gestellt – sie sei völlig perplex gewesen, so kurz vor dem Auftritt, und habe danach nur noch weggewollt.

„Eigentlich hätte ich es anzeigen müssen“, räumt sie ein. Ihre Wut gilt auch dem Mann selbst: „Was nimmt sich dieser Typ eigentlich raus, mir einfach so an den Arsch zu packen?“

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Rückendeckung aus der Schlagerszene

Rückendeckung bekommt Glück aus der eigenen Branche: Unter dem Video forderte Schlagersängerin Anna-Maria Zimmermann dazu auf, in solchen Situationen laut zu sein. Zimmermanns Worte zur älteren Generation fallen dabei deutlich aus.

„Wir müssen LAUT sein in diesen Situationen. Und ja. Oft sind es eher die älteren Menschen, die ihre Grenzen nicht kennen. Mich überrascht es ganz oft, wie höflich und vorsichtig auch die „betrunkenen jungen Menschen“ sind. Die ältere Generation ist da eher so auf: Stell dich nicht so an – eingestellt.“
Anna-Maria Zimmermann, Schlagersängerin

Auch Glücks Ehemann ist betroffen: Carlos Lucio, Gastronom an der Playa de Palma, erlebe bei Fotowünschen regelmäßig, dass ältere Frauen distanzlos würden, zu tief griffen oder ihn kniffen. Ein gemeinsames Foto sei keine Erlaubnis – weder bei ihr noch bei ihm.

Ähnliche Fälle beschäftigen die Branche immer wieder: Alina Merkaus Screenshots von Belästigungen durch Fans zeigen die eine Seite, die Kritik an Robert Geiss nach dem Klaps bei einer Privatparty die andere.

Bis zu zwei Jahre Haft nach § 184i StGB

Sexuell bestimmte körperliche Berührungen, die einen Menschen belästigen, sind nach § 184i des Strafgesetzbuchs strafbar, wie die Einordnung des Falls unter § 184i StGB zeigt. Der Strafrahmen reicht bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.

Die Berichterstattung verweist zudem auf zwei Hilfsangebote: Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter 116 016 erreichbar, das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ unter 0800 123 99 00.

Offen bleibt vieles. Der beschuldigte Musiker wird in keiner Quelle namentlich genannt – beschrieben wird nur ein älterer Mann aus der Vorband. Auch welcher Auftritt genau betroffen war, an welchem Ort und an welchem Tag, geht aus den Berichten nicht hervor.

Der Hinweis auf ein Dirndl deutet auf ein volkstümliches oder Wiesn-nahes Format hin, belegt ist das nicht. Alle Berichte stützen sich auf Glücks eigene Schilderung in dem Video, eine unabhängige Bestätigung fehlt. Ob die Sängerin den Weg zur Polizei noch geht, hat sie bislang offengelassen.