Charlotte Engelhardt spricht über Beziehungen aus Mitleid
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Promi-Podcast

Charlotte Engelhardt spricht über Beziehungen aus Mitleid

Charlotte Engelhardt hat Männern früher nicht abgesagt, wenn sie kein Interesse hatte – sie ging Beziehungen aus Mitleid ein, wie sie in ihrem RTL+-Podcast gesteht. Dort erklärt die Moderatorin auch, warum sie nie wieder heiraten will.

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Charlotte Engelhardt (48) hat Männern früher nicht abgesagt, wenn sie kein Interesse hatte – sie ging Beziehungen ein, um niemanden zu verletzen. Das gesteht die Moderatorin in Folge #73 des RTL+-Podcasts „The Real Ex-Wives“, die am 29. September 2026 unter dem Titel „Wenn die Liebe kippt“ erschienen ist.

In der 41:37 Minuten langen Episode beschreibt sie ihr damaliges Muster. Sie stellte die Bedürfnisse des Mannes über ihre eigenen, fühlte sich für ihn verantwortlich – und ließ sich auf Beziehungen ein, die sie eigentlich nicht wollte.

„Wenn ich mit dem jetzt nicht zusammenkomme, der tut mir voll leid. So, und dann komme ich jetzt mit ihm kurz zusammen, weißt du, so völlig bescheuert.“
Charlotte Engelhardt, Moderatorin und Podcasterin

Sie selbst nennt diesen Gedanken „völlig bescheuert“. Die Entscheidung für einen Mann sei in diesen Fällen keine für die Liebe gewesen, sondern eine gegen das schlechte Gewissen. Nachlesen lässt sich das im Transkript der Podcast-Folge zu ihren Ex-Beziehungen.

Vom Helfersyndrom zur klaren Grenze

Rückblickend beschreibt Charlotte Engelhardt ihr Verhalten als eine Art Helfersyndrom. Sie habe die Bedürfnisse ihres Partners über die eigenen gestellt und das Gefühl gehabt, für ihn da sein und Verantwortung übernehmen zu müssen.

Mit dieser Zeit ist sie nach eigener Aussage fertig. Heute formuliert sie ihre Grenze so: „Nein, weißt du, ich mag dich. Du bist super. Aber krieg mal dein Leben in den Griff, weil das kann ich jetzt nicht für dich regeln. Das funktioniert nicht.“

Der Konflikt, den sie damit offenlegt, richtet sich nicht gegen einen Ex-Partner, sondern gegen das eigene Mitleid: Mitgefühl auf der einen Seite, die eigenen Bedürfnisse auf der anderen. In Beziehungsfragen weiß sie ohnehin, warum mangelnde Selbstreflexion eine Red Flag ist.

Keine zweite Ehe, aber Sehnsucht nach Nähe

In derselben Folge fragt Podcast-Partnerin Georgina Stumpf (36), ob Engelhardt noch einmal heiraten würde. Die Antwort ist ein Satz ohne Spielraum: „Auf keinen Fall würde ich noch mal heiraten.“

Eine klassische Traumhochzeit mit weißem Kleid und Schloss habe sie ohnehin nie geträumt. Stumpf begründet ihre Skepsis mit der Verantwortung, die eine Ehe mit sich bringt: finanzielle Risiken und die Auswirkungen der Partner-Entscheidungen auf das eigene Leben machten ihr Angst. „Ich glaube nicht an die Liebe bis ans Ende unserer Tage“, sagt sie, sondern „eher nur für Lebensphasen“.

Eine Absage an die Liebe ist das bei beiden nicht. Engelhardt vermisst die Selbstverständlichkeiten einer Partnerschaft und fragt: „Kann denn nicht mal ein, zwei, drei Abende irgendjemand einfach hier sein?“ Stumpf fehlt jemand, dem sie schreiben kann, dass sie gut angekommen ist – „Mein Telefon ist quasi tot“. Wie Charlotte Engelhardt heute als Single lebt, hat sie schon im Sommer offen erzählt.

Zwei Ex-Frauen unter einem Dach

Engelhardt und Stumpf verbindet mehr als der Podcast. Beide waren mit dem Rapper Sido zusammen und haben mit ihm ein Kind: Engelhardt zwei Söhne, geboren 2013 und 2016, Stumpf eine Tochter. Nach der Trennung nahm Engelhardt Stumpf bei sich auf. Seither wohnen die beiden alleinerziehenden Mütter mit ihren Kindern unter einem Dach – daraus entstand „The Real Ex-Wives“.

Von der Ehe mit Sido zum Geständnis im Podcast

  1. 2012
    Heirat mit Sido

    Charlotte Engelhardt heiratet den Rapper Sido (bürgerlich Paul Hartmut Würdig) und nimmt dessen Namen an.

  2. 2013 und 2016
    Zwei gemeinsame Söhne

    Geburt der beiden Kinder aus der Ehe.

  3. März 2020
    Trennung

    Das Paar gibt die Trennung bekannt.

  4. 2022
    Scheidung

    Die Ehe wird geschieden.

  5. Mai 2025
    Neuer Name

    Engelhardt kündigt an, wieder ihren Geburtsnamen annehmen zu wollen.

  6. Juni 2026
    Rückkehr als Engelhardt

    Erster öffentlicher Auftritt unter dem Geburtsnamen; sie moderiert bei RTL+ die Realityshow „Bad Boyfriends“.

  7. 29. September 2026
    Folge #73

    Im Podcast „The Real Ex-Wives“ gesteht sie, früher aus Mitleid Beziehungen eingegangen zu sein und Schwierigkeiten mit dem Wort Nein gehabt zu haben.

Geteiltes Echo, klare Linie

Die Reaktionen am Veröffentlichungstag fielen unterschiedlich aus. Berichte über Engelhardts frühere Beziehungen aus Mitleid rückten das Geständnis in den Mittelpunkt.

Bunte, Kölner Stadt-Anzeiger und oe24 setzten dagegen die Absage an eine zweite Ehe nach vorn. In der Sache blieb die Linie in allen Häusern dieselbe: Sie habe aus Mitleid Beziehungen geführt, heute ziehe sie klare Grenzen.

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Offen bleibt, ob die neue Grenze hält. Wenn der nächste Mann vor ihr steht und ihr wieder leidtut, entscheidet sich, ob das Geständnis von Folge #73 nur eine Rückschau war oder der Wendepunkt in Engelhardts Beziehungsleben.