Bis zu 40.000 protestieren am Brandenburger Tor gegen die Wehrpflicht
Bild: KI-generiert
Streit um den Wehrdienst

Bis zu 40.000 protestieren am Brandenburger Tor gegen die Wehrpflicht

30.000 Menschen sind für die Kundgebung vor dem Brandenburger Tor angemeldet, erwartet werden bis zu 40.000 – mit Auftritten von K.I.Z und Apsilon. Der Protest richtet sich gegen die möglichen Pläne zur Wiedereinführung der Wehrpflicht und die verpflichtenden Musterungen.

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Bis zu 40.000 Menschen wollen an diesem Freitag vor dem Brandenburger Tor gegen die Wehrpflicht protestieren. Die Kundgebung „Unzwingbar – Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht" beginnt um 16 Uhr und soll gegen 20 oder 21 Uhr enden.

Bei der Polizei sind bislang 30.000 Teilnehmer angemeldet – die Erwartung von bis zu 40.000 Menschen liegt deutlich darüber. Angekündigt sind Auftritte der Band K.I.Z, von Apsilon und von Disarstar.

Der Protest richtet sich gegen die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und gegen die neuen verpflichtenden Musterungen. Erfasst werden dabei auch 18-Jährige, die keinen Wehrdienst wollen – im Fragebogen hatten sie jedes Interesse an der Truppe verneint.

Angekündigt ist der Abend als Kundgebung mit Konzert am Brandenburger Tor. Hinter dem Aufruf steht die Kampagne „Unzwingbar", die gegen Krieg und Wehrpflicht mobilisiert.

45.000 Schüler demonstrierten schon vorher

Die Berliner Kundgebung folgt auf eine Protestwelle an Schulen. Laut der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht" beteiligten sich 45.000 Schüler in rund 100 Städten an Protesten gegen die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und die verpflichtenden Musterungen.

In rund 100 Städten gingen Schülerinnen und Schüler auf die Straße; die Kundgebung am Brandenburger Tor bündelt diese Proteste nun an einem Ort. Sie fällt auf den Vortag des Tags der Deutschen Einheit.

Am 3. Oktober folgen Demos in Berlin und Stuttgart

Einen Tag später gehen die Proteste weiter. Für den 3. Oktober sind weitere Friedensdemonstrationen angekündigt: in Berlin am Pariser Platz um 13 Uhr und in Stuttgart auf dem Schlossplatz um 13 Uhr.

Das Motto der Samstagsproteste lautet „Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg!". Auch die IG Metall Berlin wirbt dafür. Zu den Demonstrationen gegen Militarisierung werden am Wochenende Zehntausende Menschen erwartet.

Angekündigt werden die Proteste unter anderem von Friedensorganisationen wie der DFG-VK, der IPPNW und Pax Christi. Sie mobilisieren schon länger gegen Musterungen und eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht.

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Ob aus den 30.000 Angemeldeten tatsächlich bis zu 40.000 werden, entscheidet sich am Freitagnachmittag am Brandenburger Tor. Offen ist auch, wie die Bundesregierung auf den Druck von der Straße reagiert – der Protest geht am Samstag in Berlin und Stuttgart weiter.