Uwe Herrmann vorerst krebsfrei – Kasse genehmigt Immuntherapie nicht
Bild: KI-generiert
Merkelzellkarzinom

Uwe Herrmann vorerst krebsfrei – Kasse genehmigt Immuntherapie nicht

Nach einem Monat Strahlentherapie wartet Uwe Herrmann auf das Ergebnis der Computertomografie. Die Krankenkasse hat die Immuntherapie für einen möglichen Rückfall bislang nicht genehmigt – Herrmann warnt: „Dann ist Gefahr im Verzug.“

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Uwe Herrmann wartet nach seiner Krebsbehandlung auf ein letztes Ergebnis: die Auswertung der Computertomografie mit Kontrastmittel. „Ich bin guter Hoffnung“, sagt der Brautausstatter aus der TV-Sendung „Zwischen Tüll und Tränen“. Garantie hat er dafür keine.

Für den Fall eines Rückfalls ist eine Immuntherapie vorgesehen. Die Krankenkasse hat sie bislang nicht genehmigt. Dass Herrmann vorerst als „faktisch krebsfrei“ gilt, wie der Focus über Herrmanns vorläufige Krebsfreiheit berichtet, nimmt ihm diese Sorge nicht.

Instagram · @uweherrmanndresden

Blutbild und Ultraschall fallen gut aus

Nach einer einmonatigen Strahlentherapie mit fünf Sitzungen pro Woche stand am 2. Oktober die Kontrolluntersuchung an: Computertomografie mit Kontrastmittel, Ultraschall und Blutbild. Das berichtet BUNTE.de über den Kontrolltermin nach der Behandlung.

„Herrmann sagte: „Ich hatte jetzt einen engmaschigen Check – eine Computertomografie (CT) mit Kontrastmittel, Ultraschall und Blutbild. Mein Ultraschall sah sehr gut aus, auch das Blutbild ist gut.““
Uwe Herrmann, Brautausstatter und TV-Star

Die Kasse genehmigt die Immuntherapie nicht

Herrmann erwartet die Zusage für eine Behandlung, die er vielleicht nie braucht – und die im Ernstfall sofort verfügbar sein müsste. Auf die offene Frage antwortet er mit einem Warnsatz: „Dann ist Gefahr im Verzug.“

„Ich muss immer mit einem Rückfall rechnen, weil das Merkelzellkarzinom wirklich eine der aggressivsten Krebsarten ist. Wenn eine Metastase festgestellt würde, wäre es ein sehr schnelles Rezidiv. Dann habe ich das Worst Case Szenario – das wollen wir aber nicht hoffen.“
Uwe Herrmann, Brautausstatter und TV-Star

Die Anspannung hat eine Vorgeschichte. Im Februar hielt Herrmann einen kleinen Knoten über dem Ellbogen zunächst für einen Mückenstich – die Diagnose lautete Merkelzellkarzinom. Die erste Operation entfernte Tumor und Lymphknoten, danach wiesen die Ärzte eine Mikrometastase nach. Bei der zweiten Operation kurz vor Ostern kamen zwölf weitere Lymphknoten heraus, ohne neue Befunde.

Nach der letzten Bestrahlung nach Bangkok

Die Strahlentherapie hat Kraft gekostet. „Die Bestrahlung war hart, aber ich habe alles gut überstanden. Es macht einen müde und matt“, sagt Herrmann.

Kürzer getreten ist er trotzdem nicht. Sein Auftritt bei der 32. Goldenen Henne fiel mitten in die Bestrahlungsserie. Am letzten Bestrahlungstag absolvierte er noch einen Dreh für „Zwischen Tüll und Tränen“.

Herrmann fuhr zum Prager Flughafen und flog nach Bangkok. Auf der thailändischen Insel Ko Lan unternahm er Strandspaziergänge von 20 bis 30 Kilometern. Eine Produktion läuft in China.

Der Oberarm bleibt deformiert

Körperliche Spuren bleiben. „Mein Oberarm ist von der OP auch noch deformiert und etwas verhärtet. Er lässt sich gut bewegen, aber man merkt den Schmerz und die Einschränkungen“, sagt Herrmann. Für sein Äußeres sei das zweitrangig: „Aber meine Oberfläche hat für mich keine Priorität, sondern nur der Tumor.“

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Herrmann selbst hält das offene Reden für eine „Art Schmerzbegleitung“: „Ich bin nicht allein, es gibt ja Tausende von Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Und ich will ehrlich sein.“ Gewissheit hat er bislang nur über einen Teil seines Zustands. Das CT-Ergebnis steht weiter aus. Die Krankenkasse hat die Immuntherapie bislang nicht genehmigt; ob sie im Rückfall verfügbar wäre, ist offen.