Uwe Herrmann erscheint nach Bestrahlung auf dem roten Teppich – „Ich bleibe noch da“
Bild: KI-generiert
Goldene Henne

Uwe Herrmann erscheint nach Bestrahlung auf dem roten Teppich – „Ich bleibe noch da“

Der Designer kam direkt von der Strahlentherapie zur 32. Goldenen Henne in Leipzig. Trotz seiner aggressiven Krebserkrankung sagt er: „Ich bleibe noch da.“

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Uwe Herrmann (63) kam am Freitagabend direkt von der Strahlentherapie zur 32. Goldenen Henne, bei der Helene Fischer gewann nach Leipzig. „Ich war vor einer Stunde noch bei der Bestrahlung. Es geht noch eine Weile, aber wir sind über den Berg“, sagte er laut dem Bericht von TAG24 über seinen Auftritt.

Der Grund ist eine seltene und besonders aggressive Form von Hautkrebs: ein Merkelzellkarzinom. Im Frühjahr 2026 wurde die Erkrankung entdeckt, nachdem eine Stelle am Ellenbogen zunächst wie ein harmloser Mückenstich aussah. Erst im Juli hatte Herrmann bereits über seine Erkrankung gesprochen – in seinem Krebs-Update damals.

Kampf gegen den Krebs

Es folgten mehrere mehrstündige Operationen: Der Tumor am Ellenbogen wurde entfernt, zwölf Lymphknoten entnommen, dabei entdeckten Ärzte auch Metastasen. Zum Verschluss der Wunde am Arm war zusätzlich eine Hauttransplantation nötig.

Im Juni 2026 entfernten Ärzte den Tumor, danach erklärte der behandelnde Arzt den Designer für krebsfrei. Doch die Behandlung ist noch nicht vorbei: Rund anderthalb Monate tägliche Bestrahlung stehen ihm bevor, im Anschluss könnte eine Immuntherapie folgen.

Der Krankheitsverlauf

  1. Frühjahr 2026
    Erste Anzeichen

    Eine Stelle am Ellenbogen sieht aus wie ein Mückenstich, entpuppt sich als Merkelzellkarzinom.

  2. Mai 2026
    Diagnose öffentlich

    Uwe Herrmann macht seine Krebserkrankung öffentlich.

  3. Juni 2026
    Tumor entfernt

    Mehrere Operationen, zwölf Lymphknoten entnommen, Arzt erklärt Herrmann für krebsfrei.

  4. Sommer 2026
    Bestrahlung läuft

    Rund anderthalb Monate tägliche Bestrahlung, anschließend mögliche Immuntherapie.

  5. 4. September 2026
    Roter Teppich

    Herrmann erscheint eine Stunde nach der Bestrahlung bei der Goldenen Henne.

Schwarzer Humor statt Bett

Auf die Frage, warum er trotz der anstrengenden Behandlung auf dem roten Teppich stehe, antwortete Herrmann mit schwarzem Humor.

Na ja, die Sache ist, ich hätte auch zu Hause im Bett liegen können. Aber im Bett sterben die meisten.
Uwe Herrmann, Brautmoden-Designer & TV-Star

Sein Terminkalender bleibt voll. „Ich werde die nächsten drei bis sieben Jahre nicht sterben. Ich bleibe noch da“, versicherte er. „Ich bin nicht tot. Ich bin ständig unterwegs. Ich liege nicht im Bett“, ergänzte er. Schon in den nächsten Tagen steht das nächste Event an, danach fliegt er beruflich nach Asien.

Trotz der Diagnose sieht sich Herrmann auf gutem Weg: „Der Stand ist aktuell, dass ich also erst mal praktisch geheilt bin, obwohl das der stärkste Tumor eigentlich ist“, sagte er laut dem Bericht von Focus über seinen Auftritt. Das Merkelzellkarzinom sei schlimmer als schwarzer Hautkrebs, aber er habe es rechtzeitig bemerkt.

Weil der Krebs früh erkannt wurde, kämpft Herrmann nun für Hautkrebsvorsorge. „Die Ärzte waren sehr schnell und sehr gut und deshalb kämpfe ich auch jetzt um Hautkrebsvorsorge“, sagte er. Hautkrebs sei ein starkes Thema.

Designer der Gala

Der Designer war nicht nur selbst Gast, sondern kleidete zahlreiche Promis ein. Mindestens 30 bis 40 seiner Kleider wurden nach eigener Schätzung bei der Preisverleihung getragen. „Brisant“-Moderatorin Kamilla Senjo glänzte in einem langen, grünen One-Shoulder-Kleid von ihm.

Als Überraschung outete sich Der Graf von Unheilig als großer Fan des Designers. Ein Highlight des Abends war für Herrmann das Wiedersehen mit Armin Mueller-Stahl, der die Goldene Henne für sein Lebenswerk erhielt – die beiden sind alte Freunde.