1.200 Objekte aus Elfenbein lagern in der Royal Collection – Prinz William wollte sie 2014 vernichten lassen, als Zeichen gegen den illegalen Elfenbeinhandel. Sein Vater, König Charles III. (77), damals noch Thronfolger, lehnte den Vorstoß ab und nannte ihn „naiv“.
Die Episode steht in dem Buch „The Windsor Legacy: A Royal Dynasty of Secrets, Scandal, and Survival“ des Royal-Biografen Robert Jobson. Sie beschreibt einen Grundkonflikt: William wollte ein Zeichen setzen, Charles sah das historische Erbe der Krone beschädigt. Anfang Oktober 2026 griffen britische und deutsche Medien die Passage erneut auf.
William wollte ein Zeichen setzen
Jobson schreibt, die Spannungen seien 2014 aufgeflammt – über Williams Vorschlag, die 1.200 Elfenbein-Artefakte der Royal Collection zu zerstören. Der Plan sei als Zeichen gegen den illegalen Elfenbeinhandel gedacht gewesen. William sei „unbeugsam“ gewesen und nicht nur mit den Höflingen seines Vaters aneinandergeraten, sondern zeitweise auch mit Charles selbst.
Das Thema Elfenbein hatte der Thronfolger schon länger auf der Agenda. 2015 trug er sein Anliegen dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping vor und nahm eine Rede für das chinesische Staatsfernsehen auf. Der Streit mit dem Vater war kein Ausrutscher, sondern Ausdruck einer Haltung: William wollte, dass die Krone beim Artenschutz vorangeht.
„2014 entzündeten sich Spannungen an Williams Vorschlag, die 1.200 Elfenbein-Artefakte der Royal Collection zu zerstören – als mutiges Zeichen gegen den illegalen Elfenbeinhandel.“
Charles hielt den Vorstoß für naiv
Die Antwort des Vaters fiel deutlich aus. Charles wies den Plan laut Jobson als „naiv“ zurück: Man könne die Sache unterstützen, ohne Geschichte auszulöschen. Für ihn waren die 1.200 Objekte kein Makel, sondern Zeugnisse einer jahrhundertealten Sammlung – ein Bestand, den er nicht auslöschen wollte.
Jobson zufolge machte die Episode die unterschiedlichen Sichtweisen der beiden Männer auf Erbe, Symbolik und moderne Ethik sichtbar. Vertraute des Königs kommen in dem Buch mit dem Satz zu Wort, Charles halte William für „gelegentlich voreilig“ und für jemanden, der zu schnell guten, wohlmeinenden Rat beiseiteschiebt.
Vom Buch-Auszug zur neuen Berichtswelle
Neu ist die Forderung nicht. Schon 2018 berichtete Jobson von einer Auseinandersetzung über den Verbleib der 1.200 Objekte. Im September 2025 beschrieb die Daily-Mail-Royal-Editorin Rebecca English wütende Wortwechsel hinter den Palastmauern: William wolle die Objekte „verbrennen“, Charles sie als historische Artefakte bewahren.
Am 4. November 2025 erschien in der Irish Daily Mail der dritte Teil der exklusiven Buch-Serie mit Auszügen aus Jobsons Werk, darunter die Elfenbein-Passage. Das Buch kam am 6. Januar 2026 bei Pegasus Books heraus, die Taschenbuch-Ausgabe folgt am 2. Juli 2026.
Von der Idee 2014 bis zur neuen Berichtswelle
- 2014William will die Elfenbein-Objekte vernichten
Der Thronfolger schlägt vor, die 1.200 Artefakte der Royal Collection zu zerstören – als Zeichen gegen den illegalen Elfenbeinhandel. Charles lehnt das als „naiv“ ab.
- 2015William wirbt in China für den Artenschutz
Er trägt sein Anliegen Staatspräsident Xi Jinping vor und nimmt eine Rede für das chinesische Staatsfernsehen auf.
- 2018Jobson berichtet erstmals von einer Auseinandersetzung
Der Biograf schreibt über den Streit zwischen Charles und William über den Verbleib der 1.200 Objekte.
- 26. September 2025Von „wütenden Wortwechseln“ hinter den Palastmauern
Die Daily-Mail-Royal-Editorin Rebecca English beschreibt, William wolle die Objekte „verbrennen“, Charles sie bewahren.
- 4. November 2025Auszüge erscheinen in der Irish Daily Mail
Teil drei der Exklusiv-Serie enthält die Elfenbein-Passage aus Jobsons neuem Buch.
- 6. Januar 2026Das Buch erscheint
„The Windsor Legacy“ kommt bei Pegasus Books heraus; die Taschenbuch-Ausgabe folgt am 2. Juli 2026.
- Oktober 2026Die Passage geht erneut durch die Presse
Marie Claire, Express und Promiflash greifen Jobsons Darstellung auf.
Warum die Passage jetzt wieder auftaucht
Ausgelöst wurde die neue Berichtswelle nicht durch Elfenbein, sondern durch einen davon getrennten Konflikt: den Streit um das Erbe von Prinzessin Diana. Abrechnung mit König Charles III. im Diana-Buch hat die aktuelle Berichterstattung angestoßen. Mit dem Elfenbein-Streit von 2014 hat dieser Konflikt nichts zu tun.
Marie Claires Auszüge aus Jobsons Buch zitieren Charles' Urteil „naiv“ erneut. Dass Vater und Sohn in Grundsatzfragen aneinandergeraten, ist kein Einzelfall: Beim Umgang mit Prinz Harry blockiert William den von Charles gewünschten Frieden – Prinz Williams Blockade gegen Frieden mit Harry dauert an. Offen bleibt, ob der Palast Jobsons Darstellung bestätigt und ob William an seinem Plan von 2014 festhält.
