Michael Douglas (82) hat ein Geheimnis eingeräumt, das er und Kathleen Turner (72) nach eigener Darstellung 40 Jahre lang bestritten haben: Während der Dreharbeiten zu „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" waren die beiden ein Liebespaar.
Anlass ist ein Exzerpt aus Douglas' Memoiren „One Helluva Ride", das das US-Magazin People am 2. Oktober 2026 veröffentlichte. Das Buch erscheint am 6. Oktober 2026 bei Grand Central Publishing. Darin schreibt der Schauspieler, die jahrzehntelang verbreitete Version ihrer Beziehung sei erfunden gewesen.
Die Lüge, die 40 Jahre halten sollte
Die gemeinsame Sprachregelung hielt vier Jahrzehnte: Man gab enorme Chemie zu, sprach von gegenseitiger Anziehung, nannte sich beiderseits „schreckliche Flirter" – und beteuerte, dass nie etwas passiert sei. Genau diese Version widerruft Douglas nun; Bericht über Geständnis und Turners Reaktion zitiert den Wortlaut.
„Das war eine Lüge", schreibt Douglas – eine Lüge, „um meine Frau und meinen Sohn zu schützen", die beide „40 Jahre lang der Welt erzählt" hätten. Dass Biografien Jahre später Beziehungen öffentlich machen, zu denen sich die andere Seite nie äußerte, hat auch Bohlens Behauptung über eine Affäre mit Daliah Lavi gezeigt.
„Die Wahrheit ist, dass Kathleen und ich uns während der Produktion von ‚Romancing the Stone' Hals über Kopf ineinander verliebt und eine Beziehung begonnen haben. Es war keine flüchtige Affäre; sie wuchs ganz natürlich daraus, wie eng wir zusammenarbeiteten, wie groß der Druck war, wie sehr wir einander respektierten und mochten und wie sehr wir uns zueinander hingezogen fühlten. Wie jeder andere Kerl auf der Welt damals war ich von Kathleen völlig umgehauen.“
Ein Besuch am Set beendet die Beziehung
Douglas war während des Drehs 1983 in Mexiko mit Diandra Luker verheiratet – die beiden hatten 1977 geheiratet – lebte aber getrennt von ihr. Er schreibt, zu Hause sei es „in einer schlechten Verfassung„ gewesen; beide hätten außereheliche Affären gehabt, er selbst unmittelbar zuvor eine kurze Beziehung mit Drehbuchautorin Diane Thomas. Nach Mexiko reiste er „technisch noch verheiratet, aber getrennt“.
Den Wendepunkt brachte Diandras Besuch am Set mit dem damals fünfjährigen Sohn Cameron. Douglas schreibt: „Irgendwann war sie allein mit Kathleen und machte ihr deutlich, dass wir immer noch verheiratet seien.„ Turner habe innegehalten – „sie wollte sich nicht einmischen“. Die Beziehung endete, Douglas kehrte zu seiner Frau zurück: „Ich tat es für Cameron, aber wir hätten nicht wieder zusammenkommen sollen."
Im Dschungel blieb alles unbemerkt
Selbst Regisseur Robert Zemeckis und Co-Star Danny DeVito ahnten nach Douglas' Schilderung nichts. Nach langen Drehtagen habe man gemeinsam gegessen oder sei mit der Gruppe ausgegangen, „danach schlich ich mich in ihr Hotelzimmer, wenn alle anderen schliefen". Es habe damals keine Kameras in Aufzügen gegeben und keine Assistenten, die mit Handys Fotos machten.
Turner hielt die offizielle Version danach jahrzehntelang aufrecht. 2008 sagte sie in der „Larry King Live"-Sendung auf die Frage nach einer Beziehung, es sei „nur eine gute Freundschaft" gewesen. 2021 erklärte sie gegenüber People, sie habe sich „verzehrt", bestand aber darauf, dass nichts passierte; 2023 sagte sie dem „Guardian", sie glaube, „wir hätten uns vielleicht verliebt". Wie Turner die Affäre über Jahre dementierte, hat die Berichterstattung festgehalten.
Vier Jahrzehnte zwischen Dementi und Geständnis
- 1983Beziehung beginnt am Set in Mexiko
Bei den Dreharbeiten zu „Romancing the Stone" werden Douglas und Turner nach seiner Darstellung ein Paar – heimlich, auch vor Regisseur und Co-Star.
- 1983Diandras Besuch beendet die Affäre
Douglas' Ehefrau reist mit Sohn Cameron an und macht Turner klar, dass sie noch verheiratet sind; die Beziehung endet, Douglas kehrt zurück.
- 1984Kinostart und Turners Hochzeit
„Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" wird ein Hit; Turner heiratet den Immobilienentwickler Jay Weiss.
- 1985Fortsetzung, Anwalt Roy Cohn, Klage
Turner sträubt sich gegen „The Jewel of the Nile", engagiert Roy Cohn; 20th Century Fox verklagt sie wegen Vertragsbruchs.
- 1989„Der Rosenkrieg"
Douglas und Turner drehen gemeinsam die schwarze Komödie „The War of the Roses".
- 2008 – 2023Turner dementiert öffentlich
In „Larry King Live„, „Good Morning America“, „Loose Women„ und im „Guardian“ bleibt sie bei der Version, es sei nie etwas passiert.
- 2. Oktober 2026People veröffentlicht das Exzerpt
Douglas schreibt: „Das war eine Lüge." Turner reagiert gelassen.
Turners Antwort und ein zweiter gemeinsamer Weg
Turner nahm die Enthüllung gelassen. Nach Angaben von People hatte Douglas sie vorab um Erlaubnis gebeten, die Geschichte zu veröffentlichen. Ihre Antwort auf die Anfrage des Magazins fiel kurz aus – und freundlich.
„Meine Güte, was für ein Aufhebens um etwas, das 40 Jahre her ist! Ich liebe Michael und ich freue mich darauf, das Buch zu genießen.“
Nach der Affäre arbeiteten beide weiter zusammen: Für die Fortsetzung „The Jewel of the Nile" holte Turner den berüchtigten Anwalt Roy Cohn, 20th Century Fox verklagte sie wegen Vertragsbruchs; Douglas setzte laut Kirkus Reviews eine Drehbuchüberarbeitung durch. Rückblickend schreibt er, es habe sich angefühlt, „als würden wir auch zwischen uns Dinge reparieren„. Es folgten „Der Rosenkrieg“ (1989) und die Netflix-Serie „The Kominsky Method" (2018 – 2021). Wie die 40 Jahre alten Dementis künftig bewertet werden, ist offen.
