Shirin David (31) wehrt sich gegen einen Vorwurf, der sie seit über einem Jahrzehnt begleitet: Sie sei „Plastik und Fake“. Mit einem Rückblick auf ihr Aussehen von 2015 hält die Rapperin dagegen – und zählt auf, was sie damals nach eigener Aussage noch nicht hatte.
Am 3. Oktober wurde bekannt, dass Shirin David ein Foto aus dem Jahr 2015 erneut geteilt hat. Das Foto stammt aus dem Jahr 2015; David beschreibt darin ihren damaligen Zustand vor Brazilian Butt Lift, Nasen-OP und Fillern. In der Bildunterschrift rechnet sie mit denen ab, die ihren Körper schon damals bewerteten – der Kern eines Streits, der längst nicht mehr nur ihr Aussehen betrifft.
„Rückblick auf die Zeit, als ich keinen Brazilian Butt Lift, keine Nasen-OP, keine Filler hatte und ihr mich aber schon da als „Plastik und Fake“ betitelt habt.“
Was sie tatsächlich machen ließ
2015, im Jahr ihres Durchbruchs mit „Du liebst mich nicht“, ließ Shirin David ihre Brüste vergrößern. Die Nasenkorrektur folgte 2018 in der Türkei. Bis dahin hatte sie nach eigener Aussage rund 75.000 Euro in ihr Aussehen gesteckt, Haare und Zähne eingerechnet. Welche Eingriffe sie bis heute bestätigt, sortiert Kuriers Überblick über ihre Schönheitsoperationen.
2022 ließ Shirin David die Brustvergrößerung aus dem Jahr 2015 rückgängig machen. Der Grund war praktisch: Mit den größeren Brüsten habe sie sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt gefühlt und sei in fast kein Oberteil mehr gepasst. Wie sie vor ihren Beauty-Eingriffen aussah, hält der t-online-Rückblick auf ihre früheren Looks fest.
Elf Jahre im Zeitraffer
Neu ist der Rückblick nicht: Dieselbe Bildunterschrift zu einem Foto aus 2015 hatte Shirin David schon im April 2023 veröffentlicht. Kurier, t-online, das ok-magazin und Style Up Your Life griffen den Post damals auf; im Oktober 2025 bereitete Promiflash dasselbe Thema erneut auf.
Shirin Davids Weg durch die Beauty-Eingriffe
- März 2014Start auf YouTube
Shirin David (bürgerlich Barbara Schirin Davidavičius) eröffnet ihren Kanal; im September 2014 sagt sie in einem Video, sie habe noch keine Schönheits-OPs gemacht.
- 2015Durchbruch und Brustvergrößerung
Mit „Du liebst mich nicht“ gelingt ihr der Durchbruch; im selben Jahr lässt sie ihre Brüste vergrößern – und es entsteht das Foto, um das es in dem aktuellen Rückblick geht.
- 2018Nasen-OP in der Türkei
Sie spricht offen über die Korrektur und gibt an, bis dahin rund 75.000 Euro in ihr Aussehen investiert zu haben.
- 2022Rückabwicklung der Brust-OP
Die 2015 vergrößerten Brüste ließ sie wieder verkleinern, weil sie sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlte.
- April 2023Erster Rückblick mit derselben Bildunterschrift
Sie postet das Foto von 2015 mit dem Satz, sie sei schon damals als „Plastik und Fake“ beschimpft worden.
- 25. November 2023Gottschalks Kritik
In der letzten „Wetten, dass..?“-Sendung bezweifelt Moderator Thomas Gottschalk, dass Schönheitseingriffe mit Feminismus vereinbar sind.
- 3. Oktober 2026Der neue Throwback
Shirin David teilt erneut einen Rückblick auf ihren Look von 2015; die Debatte um ihre Eingriffe beginnt von vorn.
Gottschalks Vorwurf und ihre Antwort
Öffentlich zugespitzt hatte sich die Frage schon 2023: In der letzten Ausgabe von „Wetten, dass..?“ kritisierte Moderator Thomas Gottschalk (76) Shirin Davids Aussehen und stellte infrage, ob Schönheitseingriffe mit Feminismus vereinbar sind.
„Shirin sieht ja nicht mehr so aus, wie sie mal ausgesehen hat und man kann mir nicht erzählen, dass das ein Zeichen von Feminismus ist, wenn man sich hübscher machen lässt.“
Shirin David konterte: „Als Feministin können wir gut aussehen, klug sein, eloquent und wunderschön zugleich. Das eine schließt das andere nicht aus.“ Sie bestreitet damit nicht die Eingriffe, sondern die Annahme, dass sie ihrer Haltung widersprechen.
Keine Reue – aber kein Schlussstrich
„Ich bereue zum Glück keinen einzigen Eingriff an meinem Körper“, sagt Shirin David. Gegenbeispiele gibt es genug: Edda Pilz bereut ihre Beauty-OPs, sie ließ sich mit 19 und 20 Brust und Nase operieren.
Auch gegen fremde Deutungen ihres Lebens geht sie vor: Im Zusammenhang mit der Netflix-Dokumentation „Barbara – Becoming Shirin David“ erhob sie schwere Vorwürfe; Shirin Davids Abrechnung mit der Netflix-Doku zeigt, wie hart sie sich gegen die Darstellung ihrer Person wehrt.
Der nächste Rückblick kommt bestimmt: Shirin David sitzt seit dem 11. September zum dritten Mal als Coach in der neuen Staffel von „The Voice of Germany“. Joyn hat parallel ein altes Foto aus dem Sommer 2014 ausgegraben. Ob der Blick zurück den Vorwurf „Plastik und Fake“ entkräftet oder befeuert, entscheidet sich an der Reaktion der kommenden Wochen.
