Bovenschulte und Günther singen in Bremen vor der Einheitsfeier
Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit haben Spitzenpolitiker in der Bar des Hotel Atlantic in Bremen gesungen – angeführt von Bürgermeister Bovenschulte und Ministerpräsident Günther. Aus derselben Nacht zitiert der Bericht der Welt einen Satz über einen AfD-Bürgermeister in Berlin.
Am Abend des 2. Oktober haben in Bremen die Spitzen der Republik gesungen: in der Bar des Hotel Atlantic, am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit. Laut den Berichten über den Abend waren unter den Gästen Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53), Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (53) und mehrere Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Einer aus der Runde spielte Gitarre.
Angekündigt hatte den Auftritt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Er und Günther hätten ein „furchtbares Experiment“ geplant, sagte er vor der Einlage – nämlich zusammen zu singen.
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„Daniel und ich haben mal gesagt, wir machen ein furchtbares Experiment: Wir würden zusammen singen.“
Andreas Bovenschulte, Bürgermeister von Bremen (SPD)
Gesungen wurden nach den Berichten über den Abend bekannte Lieder: Westerland und Eisgekühlter Bommerlunder. Der Bericht der Welt nennt außerdem Griechischen Wein.
Das Bremer Rathaus veröffentlichte ein Video der Einlage; seither berichten überregionale Medien über den Abend in der Hotelbar.
Zwischen Liedern und AfD-Satz
In dieselbe Nacht fällt ein Satz, den der Welt-Bericht über den Abend an der Hotelbar aus der Runde zitiert: „Und in fünf Jahren hat Berlin einen AfD-Bürgermeister. Das wird passieren.“
In der Union ist der Kurs gegenüber der AfD offen: Sven Schulze nennt den bisherigen Brandmauer-Kurs seiner Partei nicht mehr richtig und lässt Abstimmungen mit der AfD im Landtag offen.
Wer in der Hotelbar stand
Mit am Tresen standen Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit. Alle vier gehören der SPD an, Günther und Klöckner der CDU.
Bremen richtet in diesem Jahr die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit aus. Der 3. Oktober markiert 36 Jahre seit der Wiedervereinigung von 1990 – gefeiert wird das mit einem Festakt, zu dem die Spitze des Landes erwartet wird.
Wie es nach dem Festakt weitergeht
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Am 3. Oktober standen dieselben Politiker beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit mit Reden im Rampenlicht. Eine Wiederholung des Experiments ist bislang nicht angekündigt. Was aus dem Satz über den AfD-Bürgermeister wird, entscheidet sich nicht an der Hotelbar, sondern in Berlin – und in den nächsten fünf Jahren.