Doro Pesch verrät nicht, wo sie Lemmys Asche aufbewahrt
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Metal-Szene

Doro Pesch verrät nicht, wo sie Lemmys Asche aufbewahrt

In der ersten Ausgabe von „MusikerGrillen“ spricht Doro Pesch über Lemmy Kilmister – und über die Patrone mit seiner Asche, die sie seit seinem Tod aufbewahrt. Wo sie liegt, verrät sie nicht: nur „da, wo es keiner vermutet“.

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Doro Pesch (62) spricht in der ersten Ausgabe der neuen WELT-Talkshow „MusikerGrillen“ über die Patrone, in der ein Teil der Asche des Motörhead-Sängers Lemmy Kilmister steckt. Wo sie sie aufbewahrt, verrät sie nicht. Die Patrone liege „da, wo es keiner vermutet“ – so schildert es der Metal-Hammer-Bericht über ihren Auftritt.

„MusikerGrillen“ ist ein neues Talkformat von WELT und ROLLING STONE Germany, das am Grill stattfindet. Die erste Ausgabe mit Pesch läuft am Samstag, 3. Oktober 2026, um 15 Uhr auf WELT TV. Angekündigt wurde der Start in der Mitteilung von Axel Springer zum Format, der zufolge auch Thomas Anders und Westbam zu den ersten Gästen gehören.

Über Lemmy spricht sie mit einer Deutlichkeit, die in Talkshows selten ist. „Lemmy war mein allerbester Freund“, sagt Pesch. Die beiden hätten zusammen getourt und „Tag und Nacht“ im Studio aufgenommen.

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Die Patrone kam mit der Post

Nach Lemmys Tod kam per Post ein Päckchen. Darin lag eine Patrone aus einem Patronengurt, in der sich ein Teil seiner Asche befand. In die Hülle war der Name „Lemmy“ eingraviert. Der Versand war kein Zufall: Kilmister hatte verfügt, dass Teile seiner Asche in Patronenhülsen an engste Freunde gehen.

Ian Fraser Kilmister, wie Lemmy mit bürgerlichem Namen hieß, starb am 28. Dezember 2015 im Alter von 70 Jahren – vier Tage nach seinem 70. Geburtstag und kurz nach der Diagnose einer Krebserkrankung. Eine eigens angefertigte Urne in Form seines Markenzeichens, eines amerikanischen Kavallerie-Huts, steht dauerhaft in einem Kolumbarium auf dem Forest Lawn Cemetery in Hollywood.

Lemmys Asche und die Patrone: eine Chronologie

  1. 2012
    Drei Duette in Los Angeles

    Pesch und Lemmy Kilmister nehmen „Love Me Forever“, „Alone Again“ und „It Still Hurts“ auf.

  2. 28. Dezember 2015
    Lemmy Kilmister stirbt

    Der Motörhead-Frontmann stirbt im Alter von 70 Jahren, vier Tage nach seinem 70. Geburtstag und kurz nach der Krebsdiagnose.

  3. Januar 2016
    Urne in Form eines Kavallerie-Huts

    Eine Urne in Lemmys Markenzeichen wird auf dem Forest Lawn Cemetery in Hollywood beigesetzt.

  4. 2020/2021
    Patronen werden öffentlich bekannt

    Berichten zufolge gingen Patronen mit Teilen von Lemmys Asche an engste Freunde, darunter Whitfield Crane, Riki Rachtman und Rob Halford.

  5. März 2022
    Pesch zeigt die Patrone

    In einem Video präsentiert Pesch die Patrone und nennt den Empfang einen der „intensivsten Momente“ ihres Lebens.

  6. 17. November 2025
    „An einem geheimen Ort“

    Im Interview mit der Neuen Westfälischen sagt Pesch, sie habe die Patrone an einem geheimen Ort deponiert.

  7. 3. Oktober 2026
    Erste Ausgabe von „MusikerGrillen“

    Pesch sagt in der WELT-Sendung, Lemmy sei ihr „allerbester Freund“ gewesen; die Patrone liege „da, wo es keiner vermutet“.

Drei Duette aus Los Angeles

Die Verbindung reicht weiter zurück als die Trauer. 2012 nahmen Pesch und Lemmy in Los Angeles drei Duette auf: „Love Me Forever“, „Alone Again“ und „It Still Hurts“.

Wie rau Peschs Zeit in den USA war, ist an anderer Stelle nachzulesen: Doro Peschs Flucht vor dem Coach der Plattenfirma und ihre Nächte bei Obdachlosen in New York.

Wer die Patrone bekam

Pesch ist nicht die einzige Empfängerin. Nach Berichten gingen Patronen mit Lemmys Asche auch an Riki Rachtman, den Moderator von „Headbangers Ball“, an Whitfield Crane von Ugly Kid Joe und an den Judas-Priest-Sänger Rob Halford.

Neu ist die Geschichte nicht. Schon 2022 zeigte Pesch die Patrone in einem Video und nannte den Empfang einen der „intensivsten Momente“ ihres Lebens. Den Ort nannte sie auch damals nicht; im Interview mit der Neuen Westfälischen sagte sie 2025:

„Ich habe sie an einem geheimen Ort deponiert, damit sie mir bloß nicht abhanden kommt.“
Doro Pesch, Metal-Sängerin, im Interview 2025

Ob Pesch den Ort je öffentlich nennt, ist offen. In der Sendung liefert sie nur eine Richtung: dorthin, wo es keiner vermutet.