Gruppe attackiert homosexuelles Paar nach Bremer Einheitsfest
Bild: KI-generiert
Hasskriminalität

Gruppe attackiert homosexuelles Paar nach Bremer Einheitsfest

Eine etwa zehnköpfige Gruppe beleidigt zwei Männer in der Bremer Altstadt homophob und schlägt mit Fäusten zu. Der Staatsschutz ermittelt wegen Hasskriminalität – die Tat fällt in die Nacht nach dem Einheitsfest.

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Ein Angriff auf offener Straße, mitten in der Bremer Altstadt, in der Nacht nach dem Einheitsfest: Dort hat eine etwa zehnköpfige Gruppe ein homosexuelles Paar beleidigt und mit Fäusten attackiert. Die beiden Männer sind 29 und 33 Jahre alt, der Staatsschutz ermittelt wegen Hasskriminalität.

Nach Angaben der Polizei Bremen geschah die Tat am 3. Oktober gegen 23 Uhr in der Sögestraße. Die etwa zehnköpfige Gruppe soll das Paar homophob in arabischer Sprache beschimpft haben, dann schlugen die Täter zu. Die Täter flohen zu Fuß.

Nach Angaben der Polizei wurde der 29-Jährige noch am Tatort erstversorgt und anschließend ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Beide Männer hatten zuvor die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Innenstadt besucht.

Staatsschutz übernimmt den Fall

Öffentlich wurde der Fall erst am Tag danach: Am 4. Oktober veröffentlichte die Polizei die Meldung „Homosexuelles Paar attackiert“ unter der Nummer POL-HB 0652.

Darin bestätigt die Behörde, dass der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen hat. Wegen des homophoben Hintergrunds wird die Tat als Hasskriminalität geführt, wie aus der Polizeimeldung zum Angriff auf das Paar hervorgeht.

Die Beamten bitten Zeugen um Hinweise unter der Telefonnummer 0421 362-3888. Die Gruppe war nach der Attacke zu Fuß entkommen.

Fest mit guter Bilanz, Angriff danach

Die Tat fällt in die Nacht nach dem Haupttag des Bürgerfests zum Tag der Deutschen Einheit. Die Feierlichkeiten liefen vom 2. bis 4. Oktober in Bremen, das Motto lautete „VIELE STÄRKEN – EIN LAND“.

Für das Bürgerfest selbst zog die Polizei eine insgesamt positive Bilanz. Die Attacke steht nur im zeitlich-räumlichen Zusammenhang mit der Feier, wie die Bilanz der weitgehend friedlichen Einheitsfeier zeigt.

Ein Echo bis über die Stadt hinaus

Der Angriff wurde am 4. Oktober bundesweit aufgenommen. dpa-Meldungen erschienen unter anderem bei Süddeutscher Zeitung, Zeit, FAZ, stern und WELT; auch der Weser-Kurier, buten un binnen, queer.de und evangelisch.de berichteten.

In der überregionalen Berichterstattung wurde der Fall als Überschattung des Einheitsfests rezipiert. Wie häufig Betroffene Anfeindungen melden, zeigt der Maneo-Höchststand gemeldeter queerfeindlicher Übergriffe 2025.

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Ob die etwa zehn Männer identifiziert werden können, ist offen. Die Aufklärung hängt nun an Zeugen – und daran, wie Bremen nach dem Einheitsfest mit Hasskriminalität umgeht.