Sylvester Stallone veröffentlicht Autobiografie „The Steps“
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Sylvester Stallone veröffentlicht Autobiografie „The Steps“

Sylvester Stallone (80) veröffentlicht seine Autobiografie „The Steps“ – und greift darin die Körperkultur Hollywoods an. Superhelden-Muskeln seien nicht natürlich, Steroide wirkten wie ein Kostüm, sagt der Actionstar, der selbst über Bulimie und Steroide spricht.

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Sylvester Stallone (80) veröffentlicht im September 2026 seine Autobiografie „The Steps“ – und legt darin offen, was ihn der jahrzehntelange Körperkult in Hollywood gekostet hat. Der Schauspieler, der mit „Rocky“ und „Rambo“ Weltruhm erlangte, spricht über Bulimie, Steroide und Panikattacken.

Das Buch erzählt seinen Weg von der Ankunft in New York City 1969 bis zum Oscar-Triumph von „Rocky“ 1977. Vor dem Durchbruch hielt er sich als Platzanweiser in einem Kino über Wasser – für 34 Dollar die Woche.

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Instagram · @officialslystallone

Beworben wird „The Steps“ mit großem Aufwand: Am 27. September 2026 trat Stallone in der „Tonight Show Starring Jimmy Fallon“ auf. Einen Tag später stellte er das Buch bei einer Veranstaltung des 92NY in New York City vor.

Kritiker zweifeln an der Form

Ob der Actionstar die Autobiografie als Gattung beherrscht, ist umstritten. Die Neue Zürcher Zeitung fragt in ihrer Rezension, ob Stallone die schwierige Form bezwingen kann. Auch die Los Angeles Times hat das Buch bereits besprochen.

Autobiografien von Filmstars sind ein schwieriges Geschäft: Sie sollen Nähe herstellen und dürfen das Image der Marke nicht beschädigen. Mit „The Steps“ bewegt sich Stallone genau in diesem Spannungsfeld.

Die Erwartungen gehen auseinander: Der Schweizer Sender SRF beschreibt „The Steps“ als Porträt eines Stallone, den kaum jemand kennt. Der Autor selbst hat im Interview mit BILD eine Einschränkung nachgeschoben.

„Es ist nur eine Perspektive meines Lebens.“
Sylvester Stallone, Schauspieler und Autor

Mit diesem Satz räumt Stallone ein, dass seine Version der Ereignisse nicht die einzige ist. Für ein Buch, das einen kompletten Aufstieg erzählen soll, ist das eine bemerkenswerte Einschränkung.

Kritik an den Superhelden-Körpern

Deutlich schärfer wird Stallone, wenn er über die Körper im Superheldenfilm spricht. Sie seien nicht natürlich, sagte er – seine Kritik an den Superhelden-Körpern gipfelt in dem Vergleich, Steroide wirkten wie ein Kostüm, das Darsteller für ihre Rolle anlegen.

Für „Rambo“ hat Stallone seinen Körper nach eigenen Angaben gezielt geformt und die Figur wie einen Jaguar designt. Heute muss er nach eigener Aussage Medikamente nehmen.

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Bulimie, Steroide und die Rechnung

Auch die Schattenseiten des Körperkults kommen in dem Buch zur Sprache. Stallone berichtet von Bulimie und Panikattacken – Stallones Offenheit über Bulimie und Panikattacken bricht mit dem Bild des unverwundbaren Actionstars.

Zu den Mitteln, mit denen diese Körper gebaut wurden, hat er sich ebenfalls geäußert. Sein Bericht über Steroide und Bulimie stellt den Muskelaufbau der Rocky- und Rambo-Jahre neben die Medikamente, die er heute nehmen muss.

Was von dem Buch bleibt

In Deutschland steht „The Steps“ bei Penguin im Programm. Ob die Offenheit über Steroide und Bulimie beim Publikum ankommt, entscheidet sich an den Verkaufszahlen, nicht an den Rezensionen.

Offen ist, ob Stallones Vorstoß gegen die künstlichen Heldenkörper eine Debatte über Steroide im Filmgeschäft anstößt – oder ob er ein Einzelvorstoß in einer Branche bleibt, die weiter auf perfekte Physiques setzt.