Urlauber aus Köln stürzt am Maiser Waalweg 50 Meter in den Tod
Bild: KI-generiert
Wanderunfall

Urlauber aus Köln stürzt am Maiser Waalweg 50 Meter in den Tod

Ein deutscher Urlauber stürzt auf dem Maiser Waalweg bei Meran 50 Meter in die Tiefe und stirbt noch an der Unfallstelle. Seine Ehefrau sieht alles mit an – und über das Alter des Mannes berichten die Quellen Widersprüchliches.

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Ein deutscher Urlauber aus Köln ist am Samstagnachmittag auf dem Maiser Waalweg bei Riffian im Meraner Land rund 50 Meter in die Tiefe gestürzt und noch an der Unfallstelle gestorben. Seine Ehefrau war unmittelbare Augenzeugin des Sturzes. Sie blieb unverletzt.

Der Unfall ereignete sich kurz nach 14.30 Uhr, einzelne Quellen nennen 14.40 oder 14.45 Uhr. Die Ehefrau schlug sofort Alarm. Gegen 15 Uhr erreichte der Notruf die Bergrettung Meran; Notarzt und Retter begannen mit der Wiederbelebung, sie blieb ohne Erfolg. Nur noch den Tod des Mannes konnte der Notarzt feststellen – wie Rai Südtirols Bericht zum tödlichen Sturz am Waalweg festhält.

80 oder 82 Jahre – die Angaben gehen auseinander

Die dpa-Meldung, die am Abend über deutsche Redaktionen lief, nennt einen 80-jährigen Deutschen. Woher der Mann stammte, sei zunächst nicht klar gewesen.

Die Südtiroler Berichterstattung zeichnet ein anderes Bild: Den Angaben von stol.it zum 82-jährigen Opfer zufolge war der Urlauber 82 Jahre alt und kam aus Köln. Rai Südtirol, die Neue Südtiroler Tageszeitung und die österreichische Seite 5min.at nennen ebenfalls 82 Jahre und Köln als Herkunft.

Rettungskräfte bahnen sich Zugang zur Unfallstelle

Der Sturz endete in einem steilen, bewaldeten Hang nahe dem Ufer der Passer, rund 50 Meter unterhalb des Weges, im Bereich des Riffianer Fußballplatzes und der Landesfischzucht. Nicht jeder Sturz an einer Felswand endet tödlich: Ein 20-Jähriger überlebte in der Sächsischen Schweiz einen Sturz über 90 Meter, wie der Artikel Wanderer überlebt 90-Meter-Sturz in der Sächsischen Schweiz zeigt.

An der Rettung beteiligt waren die Freiwillige Feuerwehr Schenna, die Bergrettung Meran, Bergretter der Finanzwache, die Notfallseelsorge sowie das Weiße und das Rote Kreuz. Weil die Unfallstelle schwer erreichbar war, mussten sich die Einsatzkräfte erst einen Zugang in das steile Gelände bahnen.

Die Ehefrau, die den Sturz ihres Mannes mit ansehen musste, wurde noch an der Unfallstelle von der Bergrettung betreut. Die Retter schalteten die Notfallseelsorge ein.

Unfallursache weiterhin ungeklärt

Warum der Urlauber vom Weg abkam, ist bislang ungeklärt. Die Bergretter der Finanzwache nahmen die Ermittlungen zur genauen Unfallursache auf. Ob der Mann stolperte, sich im steilen Hang verschätzte oder der Weg an dieser Stelle schwer zu passieren ist, dazu gab es zunächst keine Angaben.

Der Maiser Waalweg trägt auch den Namen Saltauser Waalweg und verläuft im Gemeindegebiet von Schenna und Riffian. Solange die Ermittlungen der Finanzwache laufen, bleibt offen, was den Urlauber auf dem Weg aus der Spur brachte.

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