Rita Ora und Taika Waititi lösen ihre TV-Firma ohne eine Sendung auf
Bild: KI-generiert
Showgeschäft

Rita Ora und Taika Waititi lösen ihre TV-Firma ohne eine Sendung auf

Rita Ora und Taika Waititi haben ihre britische TV-Firma Dog Entertainment Ltd abgewickelt, ohne je eine Sendung zu veröffentlichen. Zeitgleich verlangt Oras frühere Managerin Sarah Stennett rund 3,2 Millionen Pfund vor dem Londoner High Court.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

Zwei Jahre Produktionsfirma, keine einzige ausgestrahlte Sendung: Rita Ora (35) und Taika Waititi (51) haben ihre britische TV-Firma Dog Entertainment Ltd abgewickelt. Die Löschung der Gesellschaft sei im Juli 2026 offiziell vollzogen worden, wie der Bericht über die still geschlossene TV-Firma zeigt.

Gegründet wurde Dog Entertainment im Juni 2024, um im britischen Fernsehgeschäft Fuß zu fassen. Damals meldete der Daily Mirror, Ora habe die Produktionsfirma gerade gemeinsam mit ihrem Ehemann aufgesetzt. Die Unterlagen zur Löschung reichte das Paar freiwillig ein – veröffentlicht wurde bis dahin keine einzige Sendung.

Streit mit der Ex-Managerin

Zeitgleich läuft ein Rechtsstreit, den Ora seit Monaten führt. Vor dem Londoner High Court verlangt ihre frühere Managerin Sarah Stennett über deren Firma FAE Ventures rund 3,2 Millionen Pfund an angeblich ausstehenden Provisionen – umgerechnet etwa 3,7 Millionen Euro, wie die deutsche Aufbereitung von Klage und Firmenschließung rechnet.

Eine Verteidigung gegen die Klage hat Ora nach diesen Berichten bislang nicht eingereicht. Die Vorwürfe stammen aus der Klageschrift ihrer früheren Managerin und sind gerichtlich nicht geklärt.

Umfrage
Lädt

Was die Klage konkret verlangt

Der größte Einzelposten der Klage betrifft laut dem Bericht rund 1,7 Millionen Pfund, die Stennett als „unzulässige Abzüge“ für Werbung, Buchhaltung und Versicherungen geltend macht.

Weitere rund 1,1 Millionen Pfund verlangt sie für Einnahmen der „Phoenix World Tour“, die angeblich nicht gemeldet wurden. In der Klageschrift ist von bis zu 6 Millionen Pfund die Rede, die nicht in den Abrechnungen auftauchen sollen.

Die Vorgeschichte

Die Verbindung reicht weit zurück: 2009 nahm Sarah Stennett die damals 18-jährige Rita Ora unter Vertrag und begleitete ihren Aufstieg zum Popstar. 2024 endete die Zusammenarbeit, Ora unterschrieb bei Melissa Ruderman von Range Media Partners.

Zwischen 2019 und 2020 spielte Ora ihre „Phoenix World Tour“, darunter sieben britische Arenashows und ein Abend in der Londoner O2 Arena. Genau diese Einnahmen stehen nun im Zentrum des Streits.

Von der Vertragsunterschrift bis zur Klage

  1. 2009
    Sarah Stennett nimmt Rita Ora unter Vertrag

    Die damals 18-jährige Sängerin beginnt mit ihrer Managerin den Aufstieg zum Popstar.

  2. 2019 – 2020
    Phoenix World Tour

    Sieben britische Arenashows und ein Abend in der Londoner O2 Arena – laut Klageschrift sollen bis zu 6 Millionen Pfund dieser Einnahmen nicht in den Abrechnungen auftauchen.

  3. 2024
    Ende der Zusammenarbeit

    Ora trennt sich von Stennett und unterschreibt bei Melissa Ruderman von Range Media Partners.

  4. Juni 2024
    Gründung von Dog Entertainment Ltd

    Ora und Waititi setzen eine britische TV-Produktionsfirma auf.

  5. Juli 2026
    Freiwillige Löschung der TV-Firma

    Dog Entertainment Ltd wird aufgelöst – ohne eine einzige produzierte Sendung.

  6. 29. September 2026
    Klage über 3,2 Millionen Pfund

    FAE Ventures, die Firma von Sarah Stennett, verlangt beim Londoner High Court ausstehende Provisionen.

  7. 1. Oktober 2026
    Bericht über die Schließung

    The Sun meldet, dass Ora und Waititi ihre TV-Firma still geschlossen haben – verbunden mit der laufenden Klage.

Vermögen, Schulden, offene Fragen

Getrennt vom Rechtsstreit zeigen die für Dezember 2025 ausgewiesenen Bilanzen von Ora Live Ltd, Ora Multi Services Ltd und Rora Properties Ltd ein geschätztes Vermögen von rund 14 Millionen Pfund – zugleich aber deutliche Verbindlichkeiten im Immobilienbereich.

Zur Schließung von Dog Entertainment haben sich weder Ora noch Waititi öffentlich geäußert. Offen ist damit auch, ob die Auflösung der Firma in dem Verfahren überhaupt eine Rolle spielt – und ob die Sängerin sich gegen die Vorwürfe verteidigt.