Ulrike Folkerts will noch 15 Tatort-Fälle drehen und auf 100 kommen
Bild: KI-generiert
ARD-Krimi

Ulrike Folkerts will noch 15 Tatort-Fälle drehen und auf 100 kommen

Ulrike Folkerts (65) will noch 15 Fälle drehen und damit auf 100 Tatort-Folgen kommen. Ihre Jubiläumsfolge “Explosive Mischung„ holte 20,7 Prozent Marktanteil – die Kritik fiel aber gemischt aus.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

5,32 Millionen Zuschauer, 20,7 Prozent Marktanteil: “Tatort: Explosive Mischung„ war am Sonntag der zweitmeistgesehene Beitrag des Tages – hinter der 20-Uhr-“Tagesschau„ (5,66 Millionen). Für Ulrike Folkerts (65) war es der 84. Fall als Lena Odenthal und der 25. gemeinsame mit Johanna Stern.

Ans Aufhören denkt die 65-Jährige nicht. Zur Jubiläumsfolge sagte Folkerts: „Das wären noch 15, und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. Für mich hat sich diese Rolle nicht abgenutzt." Gemeint sind die 100 Fälle, die sie vollmachen möchte. Wie lange Ulrike Folkerts noch ermitteln will, hat sie damit selbst beantwortet.

Folkerts ermittelt seit 1989 in Ludwigshafen, mit kurzen Haaren und Lederjacke trat sie ihren Dienst an. Sie ist die letzte aktive “Tatort„-Ermittlerin, die schon im letzten Jahrhundert dabei war. Dass die 100er-Marke kein Selbstläufer ist, zeigt ein Blick nach Köln: Klaus J. Behrendts Abschied nach 100 Tatort-Folgen steht dort an.

Von 1989 bis 2027: die Ludwigshafener “Tatort„-Geschichte

  1. 1989
    Debüt als Lena Odenthal

    Ulrike Folkerts übernimmt in Ludwigshafen die Kommissarinnenrolle – mit kurzen Haaren und Lederjacke.

  2. 1991
    “Tod im Häcksler„ empört die Pfalz

    Nach Protesten muss Folkerts mit dem FDP-Politiker Rainer Brüderle durch die Weinberge wandern.

  3. 2014
    Lisa Bitter kommt als Johanna Stern

    Erster gemeinsamer Auftritt in “Tatort: Room Service„.

  4. Winter 2025
    Dreh zu “Explosive Mischung„

    Gedreht wird jeweils ab 17 Uhr, wenn es dunkel ist.

  5. 4. Oktober 2026
    Erstausstrahlung der Jubiläumsfolge

    5,32 Millionen Zuschauer, 20,7 Prozent Marktanteil – der 25. gemeinsame Fall.

  6. November 2026
    Neuer Dreh zum Kunstraub

    Folkerts und Bitter drehen unter Regie von Tom Lass.

  7. Anfang 2027
    “Tatort: Im Nebel„

    Der 85. Fall Odenthals, Buch: Karlotta Ehrenberg, Regie: Saralisa Volm.

Gespaltene Kritik an der Jubiläumsfolge

Die Kritiken zur Jubiläumsfolge fielen gemischt aus. Die Tatort-Kritik von SWR3 mit drei von fünf Elchen lobte die Spannung, bemängelte aber eine unübersichtliche Handlung. prisma/teleschau und DER SPIEGEL monierten einen diffusen, überladenen Plot.

Für Bitter, seit 2014 als Johanna Stern im Team, ist Kritik kein Grund zur Sorge. „Wenn der “Tatort„ niemandem auf den Keks geht, haben wir was falsch gemacht", sagte sie. Ein Ende käme für sie aus einem anderen Grund.

„Der einzige Grund für mich aufzuhören, wäre, wenn wir dauerhaft schlechte Drehbücher bekämen.“
Lisa Bitter, Schauspielerin (Johanna Stern)

Ein toter Täter, 37.000 Euro und ein Sheriff

Erzählt wird die Jubiläumsfolge in Echtzeit: Die Handlung umfasst rund 90 Minuten und entspricht damit exakt der Sendezeit. Regie und Buch stammen von Martin Eigler. Ausgangspunkt ist die Sprengung eines Geldautomaten in einem Ludwigshafener Problemviertel.

Der Täter Dennis Lohberg stirbt bei der Explosion selbst, sein Komplize entkommt mit 37.000 Euro Beute. Verdächtig sind die Jugendgang um Lohbergs Bruder Chris und der gewalttätige, selbsternannte Viertel-“Sheriff„ Ulf Meisner. Gedreht wurde im Winter 2025, jeweils ab 17 Uhr, wenn es dunkel war.

Wie es für Odenthal weitergeht

Der nächste Fall steht schon fest: “Tatort: Im Nebel„ soll Anfang 2027 laufen, als 85. Fall Odenthals. Das Buch stammt von Karlotta Ehrenberg, Regie führt Saralisa Volm. Im November 2026 folgt ein weiterer Dreh mit Folkerts und Bitter, diesmal zum Thema Kunstraub unter Regie von Tom Lass.

Umfrage
Lädt

Ob das Publikum den Weg bis zur 100 mitträgt, zeigt sich frühestens Anfang 2027 mit “Tatort: Im Nebel„. Bis dahin hängt Folkerts' Fernziel an einer Bedingung, die ihre Kollegin formuliert hat – den Drehbüchern. Die 5,32 Millionen vom Sonntag sind dabei ihr bestes Argument.